Blick ins Buch

Romane

Sommer in Odessa

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Über das Buch

Manchmal bemerkt man erst beim Donnern, dass sich der Himmel längst verdunkelt hat.
In der Familie von Olga gibt es nur Frauen – abgesehen vom Großvater, der wie ein schlecht gelaunter König über allen thront. Seinetwegen muss Olga auch Medizin studieren – sein Auftrag an sie als letztgeborenes Mädchen. Den öden Uni-Alltag bewältigt sie nur dank ihres indischen Kommilitonen Radj und ihrer besten Freundin Mascha, die Abwechslung in Olgas Leben bringen. Die Dinge ändern sich, als David, ein alter Freund des Großvaters, auftaucht, im Gepäck ein lang gehütetes Geheimnis. Olga ahnt bald, dass es ihr Leben komplett auf den Kopf stellen wird, sobald es ans Licht kommt. Bietet sich Olga eine Chance, aus ihrem starren Gefüge auszubrechen? Es ist der Sommer 2014, die Hitze liegt über der Stadt, und das unbeschwerte Odessa steht vor einem Wendepunkt.

Editionen (2)

ISBN9783036958972
VerlagKein & Aber
Erscheinungsdatum28.02.23
Seitenzahl288

Merkmale

1 Bewertungen

LangsamEinfachAnschaulichGlaubwürdigNachdenklichSympathisch

Rezensionen & Bewertungen

60 Bewertungen

8 Rezensionen

3,7

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  • kirstenhartje
    kirstenhartje

    63 Follower

    5,0

    Sehr empfehlenswert.

    Ein Drei-Generationen-Haushalt, mit einem starrköpfigen Großvater, seinen drei Töchtern und vier Enkelinen, die in einer Wohnung in Odessa zusammenleben. Alles aus der Sicht von der Medizinstudentin Olga, die mit dieser Familienkonstelation hadert. Keiner der Frauen schafft es so wirklich, sich aus diesen Fängen des (Groß-)Vaters zu befreien. Schon gar nicht Olga, die der Stolz der Familie ist, weil sie Ärztin werden soll. Mit der Liebe und der Freundschaft klappt es auch nur bedingt, so dass sie erst am Ende aus der Enge ausbricht. Das alles passiert in einem Sommer ohne einen riesigen Spannungsbogen. Trotzdem habe ich das Buch an einem Tag durchgelesen und es geliebt. Wer Spannung, Action und Wendungen erwartet wird allerdings enttäuscht.

    4. Okt. 2024

  • jtk_0701
    jtk_0701

    345 Follower

    3,0

    Ich weiß nicht so recht. Ich hab das Buch zwar gut und flüssig lesen können, aber ohne Mehrwert für mich. Olga lebt mit ihrer Mutter, den zwei Tanten und drei Cousinen in einer großen Wohnung in Odessa, zusammen mit ihrem sehr herrischen Großvater. Sie studiert Medizin, zweifelt an ihrem Studium, erträgt die Uni nur dank ihrem indischen Kommilitonen Radj und Mascha, ihre beste Freundin, bringt ein wenig Abwechslung in ihrem Leben. Als David, ein Freund ihres Großvaters, zu seinem Geburtstag auftaucht, ändert sich einige Dinge. Und auch in der Stadt verändern sich einige Menschen. Klingt ziemlich spannend, aber war es für mich nicht. Erzählerisch, sehr unterhaltsam, inhaltlich nichtssagend. Ich merkte zwar, dass Olga auf der Suche ist, auf der Suche nach Selbstbestimmung, erste Liebe, aber was noch? Irgendwie war selbst die Suche so verloren, dass ich einfach nur noch Fragezeichen im Kopf hatte. Ich hatte das Gefühl, es wurden 100 Fässer geöffnet, überall kurz hineingeschaut, aber keins durchgewühlt. So hatte ich am Ende der Geschichte 100 Fässer ohne Inhalt. Das, was ich aus der Geschichte mitnehmen konnte, war die Zerrissenheit der Bewohner in Odessa im Sommer 2014. Kann man lesen, muss man nicht. S.93 „Wir dagegen hüten unsere Emotionen, verstecken sie, als wären sie unsere Schwachstellen, und achten darauf, dass Großvater so wenig wie möglich davon mitkriegt, um nicht noch mehr Macht über uns zu erlangen.“ S. 242 „Aber darüber wird sie nie reden - Vergangenheit lässt man in unserer Familie ruhen, und nur wenn es kein Ausweg gibt, weckt man sie auf und versucht dabei, sanft mit ihr umzugehen.“

    13. März 2025

  • chrissi88
    chrissi88

    14 Follower

    5,0

    Man muss es gelesen haben. Ich liebe es.

    31. Juli 2024

3 von 8 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Irina Kilimnik

Irina Kilimnik wurde 1978 in Odessa (Ukraine) geboren und kam mit fünfzehn Jahren nach Deutschland, wo sie später Humanmedizin und Mediapublishing studierte. Sie ist die Autorin zahlreicher Essays, Buchrezensionen und Kurzgeschichten, war Teilnehmerin am 18. Klagenfurter Literaturkurs und wurde beim MDR-Literaturwettbewerb mit zwei Preisen ausgezeichnet. Für ihren Debütroman »Sommer in Odessa« wurde sie mit dem Franz-Tumler-Publikumspreis ausgezeichnet. Sie lebt in Berlin.

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