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Graue Bienen

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Über das Buch

Der Bienenzüchter Sergej lebt im Donbass, wo ukrainische Kämpfer und prorussische Separatisten Tag für Tag aufeinander schießen. Er überlebt nach dem Motto: Nichts hören, nichts sehen – sich raushalten. Ihn interessiert nur das Wohlergehen seiner Bienen. Denn während der Mensch für Zerstörung sorgt, herrscht bei ihnen eine weise Ordnung. Eines Frühlings bricht er auf: Er will die Bienen dorthin bringen, wo sie in Ruhe Nektar sammeln können.

Editionen (3)

ISBN9783257245547
VerlagDiogenes
Erscheinungsdatum24.02.21
Seitenzahl448

Rezensionen & Bewertungen

102 Bewertungen

20 Rezensionen

4,3

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  • beatknete
    beatknete

    42 Follower

    5,0

    Fesselndes Buch zum aktuellen Zeitgeschehen

    Ein Buch direkt aus dem Kriegsgebiet zwischen Russland und der Ukraine. Es ist gut geschrieben und durchgehend fesselnd. Die Bienen stehen beim Lesen als Symbol der Hoffnung. 😇🐝

    Fesselndes Buch zum aktuellen Zeitgeschehen

    1. März 2026

  • lui26.9
    lui26.9

    782 Follower

    4,0

    Der Bienenzüchter Sergej

    Sergej lebt im Donbass, in der grauen Zone, mit seinen Bienen, dort herrscht Krieg. Aber Sergej interessiert sich nur für das Wohlergehen seiner Bienen. Die erinnern ihn an gute Zeit, als es keinen Krieg gab, er seine Frau und seine Tochter bei sich hatte. Eines Tages macht er sich mit seinen Bienen auf den Weg, um einen Ort zu finden, an dem seine Bienen in Ruhe Nektar sammeln können. Unterwegs trifft er immer wieder auf neue Personen, die ihn mal mögen, mal nicht oder ihn für ihre eigene Sache benutzen. Das Buch ist gut geschrieben, aber eher trist, was zu Sergejs ganzen Grundstimmung passte. Ich fand den Einstieg eher schwer, aber das lesen lohnt sich.

    10. Juli 2025

  • veranschaulicht_
    veranschaulicht_

    63 Follower

    4,0

    Andreï Kurkow hat mit „Graue Bienen“ einen Roman geschrieben, der mich in seiner stillen Wucht sehr beeindruckt hat. Keine großen politischen Parolen, kein lautes Anklagen – und gerade das macht die Geschichte so eindrücklich. Normalerweise bin ich für langsame Erzählungen nicht unbedingt zu haben - hier war das anders. Sergej lebt in der sogenannten „Grauen Zone“ in der Ostukraine, einem Niemandsland zwischen den Fronten. Er kümmert sich um seine Bienen, während um ihn herum die Welt zerfällt. Die Kämpfe sind weit genug weg, um den Alltag nicht völlig zu verschlingen, aber nah genug, um jede Normalität auszuhöhlen. Sergej klammert sich an seine Routinen, und doch ist klar, dass Neutralität in einem Krieg nur eine trügerische Idee ist. Der Roman entfaltet seine Kraft in den Zwischentönen, in den beiläufigen Gesprächen, in Sergejs Blick auf die Welt, in der Art, wie er sich selbst fremd wird, je weiter er reist. Er sucht Frieden, aber wo soll er ihn finden, wenn er schlichtweg nirgends ist? Besonders gefallen hat mir die nüchterne, aber dennoch feinsinnige Darstellung seiner Beziehung zu Paschka, seinem letzten verbliebenen Nachbarn. Anfangs herrscht eher vorsichtige Koexistenz, doch mit der Zeit entwickeln sie eine Art stilles Einverständnis – eine pragmatische Nähe, die nicht viel Worte braucht. Kurkow schreibt ohne Pathos, aber mit einer Intensität, die lange nachwirkt. Ein Buch, das nicht belehrt, sondern beobachtet – und gerade deshalb so viel erzählt. Hier und da hätte man für meinen Geschmack etwas Länge wegkürzen können. Beeindruckt und bewegt bin ich trotzdem.

    28. März 2025

3 von 20 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Andrej Kurkow

Andrej Kurkow, geboren 1961 in St. Petersburg, lebt seit seiner Kindheit in Kiew und schreibt in russischer Sprache. Er studierte Fremdsprachen, war Zeitungsredakteur und während des Militärdienstes Gefängniswärter. Danach schrieb er zahlreiche Drehbücher. Seit seinem Roman ›Picknick auf dem Eis‹ gilt er als einer der wichtigsten zeitgenössischen ukrainischen Autoren. Sein Werk erscheint in 45 Sprachen. Kurkow lebt als freier Schriftsteller mit seiner Familie in der Ukraine. 2023 wurde er als Ehrenmitglied in die American Academy of Arts and Letters aufgenommen.

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