Schwarze Schwäne
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Beschreibung
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Rosemarie Tietze studierte Theaterwissenschaft, Slawistik und Germanistik und arbeitet als Übersetzerin, Dolmetscherin und Dozentin. Für ihre Arbeit wurde sie mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Voß-Preis der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung und dem Paul-Celan-Preis. 2009 erschien bei Hanser ihre vielgelobte Übersetzung von Lew Tolstois Anna Karenina. Rosemarie Tietze lebt in München.
Beiträge
Leider hat mich bei diesem Erzählband das ewig gleiche Sujet nicht so recht mitgerissen. Immer berichtet ein Ich-Erzähler von einer außergewöhnlichen Person, die irgendwie zu Tode kam (Freitod, Revolutionstod, ungewollt kurzes Leben dank Krankheit, etc.) und sobald die Geschichte etwas mehr Fahrt aufnahm, verpuffte das Erzählte irgendwo im Nichts. Sprachlich war es wunderschön und alles war sehr gekonnt beobachtet und beschrieben, aber das reicht irgendwie nicht, wenn der Rest in Ödnis versinkt. Schade.
Obwohl sich diese Geschichten für mich alle sehr russisch anfühlten, so ist dies laut des Nachwortes gar nicht der Fall. Der junge Gasdanow, von welchem die gesammelten Texte stammen, wurde in der Szene der russischen Exilanten in Paris als kleine Merkwürdigkeit betrachtet. Auf jeden Fall haben die meisten Geschichten einen starken Eindruck bei mir hinterlassen, was ich aber erst nach Beendigung des Buches so richtig merke. Die Texte müssen ein wenig nachwirken, ein wenig ziehen lassen. Ich hoffe sehr, dass ich die Szenen aus diesen Geschichten noch lange in Erinnerung behalten werde. Wir betreten hier eine dunkle, nächtliche Welt. Gasdanow beschäftigt sich mit Kriegstraumata, persönlichen Verlusten, dem Sterben an sich. Nachdem ich die Kurzbiographie im Nachwort gelesen habe, ist dies überaus verständlich und vielleicht vieles auch autobiographisch angehaucht. Gasdanow hat bereits als junger Mann vieles mitgemacht. Dies schlägt sich auch in der Tiefe und der Qualität seiner Texte nieder. Wer sich für russische Literatur interessiert, dieser Person sei Gaito Gasdanow ans Herz gelegt. Auch dessen Romane bzw. Novellen sind stimmungsvoll, atmosphärisch und dicht. Dies schafft der Autor auch in die kürzeren Texte einzuarbeiten. Ich konnte mich voll und ganz in diese Trauer, diese Melancholie versenken, in der doch immer der Hoffnungsschimmer durchdringt. Irgendwo treibt das Leben stets seine Knospen. Auch bei Gaito Gasdanow.
Beschreibung
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Rosemarie Tietze studierte Theaterwissenschaft, Slawistik und Germanistik und arbeitet als Übersetzerin, Dolmetscherin und Dozentin. Für ihre Arbeit wurde sie mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Voß-Preis der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung und dem Paul-Celan-Preis. 2009 erschien bei Hanser ihre vielgelobte Übersetzung von Lew Tolstois Anna Karenina. Rosemarie Tietze lebt in München.
Beiträge
Leider hat mich bei diesem Erzählband das ewig gleiche Sujet nicht so recht mitgerissen. Immer berichtet ein Ich-Erzähler von einer außergewöhnlichen Person, die irgendwie zu Tode kam (Freitod, Revolutionstod, ungewollt kurzes Leben dank Krankheit, etc.) und sobald die Geschichte etwas mehr Fahrt aufnahm, verpuffte das Erzählte irgendwo im Nichts. Sprachlich war es wunderschön und alles war sehr gekonnt beobachtet und beschrieben, aber das reicht irgendwie nicht, wenn der Rest in Ödnis versinkt. Schade.
Obwohl sich diese Geschichten für mich alle sehr russisch anfühlten, so ist dies laut des Nachwortes gar nicht der Fall. Der junge Gasdanow, von welchem die gesammelten Texte stammen, wurde in der Szene der russischen Exilanten in Paris als kleine Merkwürdigkeit betrachtet. Auf jeden Fall haben die meisten Geschichten einen starken Eindruck bei mir hinterlassen, was ich aber erst nach Beendigung des Buches so richtig merke. Die Texte müssen ein wenig nachwirken, ein wenig ziehen lassen. Ich hoffe sehr, dass ich die Szenen aus diesen Geschichten noch lange in Erinnerung behalten werde. Wir betreten hier eine dunkle, nächtliche Welt. Gasdanow beschäftigt sich mit Kriegstraumata, persönlichen Verlusten, dem Sterben an sich. Nachdem ich die Kurzbiographie im Nachwort gelesen habe, ist dies überaus verständlich und vielleicht vieles auch autobiographisch angehaucht. Gasdanow hat bereits als junger Mann vieles mitgemacht. Dies schlägt sich auch in der Tiefe und der Qualität seiner Texte nieder. Wer sich für russische Literatur interessiert, dieser Person sei Gaito Gasdanow ans Herz gelegt. Auch dessen Romane bzw. Novellen sind stimmungsvoll, atmosphärisch und dicht. Dies schafft der Autor auch in die kürzeren Texte einzuarbeiten. Ich konnte mich voll und ganz in diese Trauer, diese Melancholie versenken, in der doch immer der Hoffnungsschimmer durchdringt. Irgendwo treibt das Leben stets seine Knospen. Auch bei Gaito Gasdanow.





