Die Rückkehr des Buddha

Die Rückkehr des Buddha

Taschenbuch
3.77
WahnvorstellungenBettlerPsychothrillerZwischenkriegszeit

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Beschreibung

Ein subtiles Spiel mit Sein und Schein

Eigentlich ist der Student aus Russland ein vielversprechender junger Mann, doch neigt er zu seltsamen Wahnvorstellungen. Ist der gepflegte ältere Herr in dem Pariser Café wirklich der Bettler, dem er vor zwei Jahren ein Almosen gab? Die beiden freunden sich an, und der Student besucht Pawel Alexandrowitsch und seine junge Geliebte fortan regelmäßig. Eines Abends überlegt er, ob es für seinen Freund nicht das Beste wäre, genau jetzt zu sterben, da er offenbar rundum glücklich ist. Am nächsten Tag wird der Freund ermordet aufgefunden. Und der einzige Zeuge, ein goldener Buddha, ist verschwunden …

Buchinformationen

Haupt-Genre
Romane
Sub-Genre
Klassiker
Format
Taschenbuch
Seitenzahl
224
Preis
11.30 €

Autorenbeschreibung

Gaito Gasdanow wurde 1903 in St. Petersburg geboren und wuchs in Sibirien und der Ukraine auf. Nach der russischen Revolution nahm er in General Wrangels Weißer Armee am Bürgerkrieg teil und gelangte schließlich 1923 nach Paris, wo er zunächst unter anderem in den Renault-Werken und als Taxifahrer arbeitete. Dort begann er auch regelmäßig literarische und journalistische Texte zu veröffentlichen. Wegen der existentialistischen Prägung seines Werks wurde Gasdanow wiederholt als der »russische Camus« bezeichnet. Sein Werk umfasst neun Romane und fünfzig Erzählungen, er gilt als einer der wichtigsten russischen Exilautoren. Von 1953 bis zu seinem Tod 1971 lebte und arbeitete er in München.

Beiträge

1
Alle
3

Nachdem mich schon das Phantom um Alexander Wolf fasziniert hat, war ich gespannt auf meinen nächsten Gasdanov. Und auch im Buddha geht es um ein Phantom, zumindest fühlte ich mich oft an Alexander Wolf erinnert, ohne dass hier die Geschichte nacherzählt wird. Dass die beiden Bücher tatsächlich als Geschwister gehandhabt werden, verrät das Nachwort. Dieses fand ich persönlich übrigens sehr aufschlussreich und half mir, den Inhalt des Buddhas und auch des Alexanders besser zu verstehen. Ich rate deshalb dazu, nach der Lektüre sich auch noch das Nachwort zu Gemüte zu führen. Aber ich greife vor. Denn vor dem Nachwort kommt logischerweise das Buch und das ist genauso speziell wie der Alexander Wolf. Oftmals sogar richtig kafkaesk, aber eben auf eine russische Weise. Wer aufgrund des Rückentextes einen Krimi erwartet, der wird jedoch enttäuscht werden. Einerseits tritt der erwähnte Mord erst in der zweiten Hälfte der Handlung auf, andererseits ist dieser eher Zweck zur Erfüllung als eigentliches Thema. Worum es wirklich geht? Um die Innenansichten eines jungen Mannes, der zwischen Realität und Traumwelt hin und her pendelt. Der sich verzweifelt an etwas festzuhalten versucht, kein Phantom werden will. Geschrieben eher anspruchsvoll, kein Werk für ungeübte Leser. Aber sprachlich sehr schön ausgearbeitet. Ich kann mir vorstellen, dass es nicht einfach ist, Gasdanov zu übersetzen. Auch deshalb immer wieder gerne, bin schon auf das nächste Buch dieses Autoren gespannt, das mir in die Hände fallen wird.

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