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| Es hat immer etwas seltsam Trauriges, wenn ein anderer einen durschaut; ich schätze, die Dramatik liegt in der Seltenheit dieser Momente, die so ganz anders sind als die Begegnungen, die man sonst hat. Man wird daran erinnert, dass es auch anders sein kann, dass man nicht unerkannt durchs Leben gehen muss, auch wenn man es womöglich tun wird - und das ist das beinahe Unerträgliche daran. 💼 📖 🎓 |
Lee Fiora ist sechzehn Jahre alt, Tochter eines Matratzenhändlers und eher introvertiert. Durch ein Stipendium erhält sie die Gelegenheit, ihre High-School-Zeit auf dem renommierten Internat Ault zu verbringen. Zwischen den Reichen und Schönen versucht sie, ihren Platz zu finden und stößt dabei nicht nur einmal an ihre Grenzen. "Prep" ist so ein Buch, bei dem man nicht wirklich weiß, wie man es schlussendlich finden soll. Während des Lesens habe ich mir bereits viele Gedanken zu meiner Bewertung gemacht und irgendwie bin ich mir nach wie vor nicht wirklich schlüssig. Curtis Sittenfeld schreibt sehr ausführlich. In ellenlangen Kapiteln - das Buch hat auf knapp vierhundert Seiten nur acht Kapitel - schildert sie oftmals übertrieben detailliert den Alltag einer Schülerin auf einem Internat. Die Kluft zwischen Reich und Arm wird hier sehr klischeehaft dargestellt. Anfangs konnte ich mich noch sehr leicht und gut mit Lee Fiora identifizieren. Wie auch ich in meiner Schulzeit war, ist sie schüchtern, unsicher und zerdenkt jedes Gespräch und gefühlt jede Lebenssituation zigtausendmal. Was anfangs noch durchaus nachvollziehbar war, entwickelte sich im Laufe des Buches zu einem regelrechten Ärgernis. Lee wird quasi mit jeder Seite unsympathischer und ihre Denkweise und ihr Verhalten unerträglicher. Sie verurteilt, bewertet und entwickelt eine fast schon krankhafte Obsession mit jedem männlichen Schüler, der sich in irgendeiner Art und Weise nett ihr gegenüber verhält. Auf Dauer wurde das wahnsinnig anstrengend. Letztendlich bin ich froh, das Buch endlich beendet zu haben, denn ab der zweiten Hälfte wurde es zunehmend öde und zäh und ich war ein paar mal drauf und dran, es abzubrechen. Würde ich "Prep weiterempfehlen? Ich würde das eher mit Nein beantworten. Aber überzeugt euch gerne selbst.
15. Feb. 2026
| Es hat immer etwas seltsam Trauriges, wenn ein anderer einen durschaut; ich schätze, die Dramatik liegt in der Seltenheit dieser Momente, die so ganz anders sind als die Begegnungen, die man sonst hat. Man wird daran erinnert, dass es auch anders sein kann, dass man nicht unerkannt durchs Leben gehen muss, auch wenn man es womöglich tun wird - und das ist das beinahe Unerträgliche daran. 💼 📖 🎓 |
Lee Fiora ist sechzehn Jahre alt, Tochter eines Matratzenhändlers und eher introvertiert. Durch ein Stipendium erhält sie die Gelegenheit, ihre High-School-Zeit auf dem renommierten Internat Ault zu verbringen. Zwischen den Reichen und Schönen versucht sie, ihren Platz zu finden und stößt dabei nicht nur einmal an ihre Grenzen. "Prep" ist so ein Buch, bei dem man nicht wirklich weiß, wie man es schlussendlich finden soll. Während des Lesens habe ich mir bereits viele Gedanken zu meiner Bewertung gemacht und irgendwie bin ich mir nach wie vor nicht wirklich schlüssig. Curtis Sittenfeld schreibt sehr ausführlich. In ellenlangen Kapiteln - das Buch hat auf knapp vierhundert Seiten nur acht Kapitel - schildert sie oftmals übertrieben detailliert den Alltag einer Schülerin auf einem Internat. Die Kluft zwischen Reich und Arm wird hier sehr klischeehaft dargestellt. Anfangs konnte ich mich noch sehr leicht und gut mit Lee Fiora identifizieren. Wie auch ich in meiner Schulzeit war, ist sie schüchtern, unsicher und zerdenkt jedes Gespräch und gefühlt jede Lebenssituation zigtausendmal. Was anfangs noch durchaus nachvollziehbar war, entwickelte sich im Laufe des Buches zu einem regelrechten Ärgernis. Lee wird quasi mit jeder Seite unsympathischer und ihre Denkweise und ihr Verhalten unerträglicher. Sie verurteilt, bewertet und entwickelt eine fast schon krankhafte Obsession mit jedem männlichen Schüler, der sich in irgendeiner Art und Weise nett ihr gegenüber verhält. Auf Dauer wurde das wahnsinnig anstrengend. Letztendlich bin ich froh, das Buch endlich beendet zu haben, denn ab der zweiten Hälfte wurde es zunehmend öde und zäh und ich war ein paar mal drauf und dran, es abzubrechen. Würde ich "Prep weiterempfehlen? Ich würde das eher mit Nein beantworten. Aber überzeugt euch gerne selbst.
15. Feb. 2026







