Blick ins Buch

Romane

Eine Klasse für sich

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Über das Buch

Die Reifeprüfung Lee Fiora, Stipendiatin einer Bostoner Eliteschule, ist in der Welt der Reichen und Privilegierten nur Außenseiterin. Was anderen im Leben selbstverständlich erscheint, hinterfragt sie und stellt es in ein ganz neues Licht: intelligent, witzig und manchmal böse. Messerscharf schildert Curtis Sittenfeld die Abgründe des Teenagerdaseins und was es heißt, seinen Platz im Leben zu finden. 'Klasse!' Vanity Fair 'Ein großer Wurf!' New York Times 'Macht so süchtig wie M&Ms.' Boston Globe

Editionen (5)

ISBN9783746624136
VerlagAufbau TB
Erscheinungsdatum07.03.08
Seitenzahl532

Rezensionen & Bewertungen

40 Bewertungen

14 Rezensionen

3,6

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  • celinski
    celinski

    511 Follower

    3,0

    | Es hat immer etwas seltsam Trauriges, wenn ein anderer einen durschaut; ich schätze, die Dramatik liegt in der Seltenheit dieser Momente, die so ganz anders sind als die Begegnungen, die man sonst hat. Man wird daran erinnert, dass es auch anders sein kann, dass man nicht unerkannt durchs Leben gehen muss, auch wenn man es womöglich tun wird - und das ist das beinahe Unerträgliche daran. 💼 📖 🎓 |

    Lee Fiora ist sechzehn Jahre alt, Tochter eines Matratzenhändlers und eher introvertiert. Durch ein Stipendium erhält sie die Gelegenheit, ihre High-School-Zeit auf dem renommierten Internat Ault zu verbringen. Zwischen den Reichen und Schönen versucht sie, ihren Platz zu finden und stößt dabei nicht nur einmal an ihre Grenzen. "Prep" ist so ein Buch, bei dem man nicht wirklich weiß, wie man es schlussendlich finden soll. Während des Lesens habe ich mir bereits viele Gedanken zu meiner Bewertung gemacht und irgendwie bin ich mir nach wie vor nicht wirklich schlüssig. Curtis Sittenfeld schreibt sehr ausführlich. In ellenlangen Kapiteln - das Buch hat auf knapp vierhundert Seiten nur acht Kapitel - schildert sie oftmals übertrieben detailliert den Alltag einer Schülerin auf einem Internat. Die Kluft zwischen Reich und Arm wird hier sehr klischeehaft dargestellt. Anfangs konnte ich mich noch sehr leicht und gut mit Lee Fiora identifizieren. Wie auch ich in meiner Schulzeit war, ist sie schüchtern, unsicher und zerdenkt jedes Gespräch und gefühlt jede Lebenssituation zigtausendmal. Was anfangs noch durchaus nachvollziehbar war, entwickelte sich im Laufe des Buches zu einem regelrechten Ärgernis. Lee wird quasi mit jeder Seite unsympathischer und ihre Denkweise und ihr Verhalten unerträglicher. Sie verurteilt, bewertet und entwickelt eine fast schon krankhafte Obsession mit jedem männlichen Schüler, der sich in irgendeiner Art und Weise nett ihr gegenüber verhält. Auf Dauer wurde das wahnsinnig anstrengend. Letztendlich bin ich froh, das Buch endlich beendet zu haben, denn ab der zweiten Hälfte wurde es zunehmend öde und zäh und ich war ein paar mal drauf und dran, es abzubrechen. Würde ich "Prep weiterempfehlen? Ich würde das eher mit Nein beantworten. Aber überzeugt euch gerne selbst.

    15. Feb. 2026

  • aygen_e
    aygen_e

    138 Follower

    5,0

    Sternebewertung fiktiv

    Prep ist das Debüt von Curtis Sittenfeld aus dem Jahr 2005 und ist jetzt im Dumontverlag neu erschienen. Obwohl es ein Teenagerroman ist, steckt darin überraschend viel Gesellschaftskritik. Im Mittelpunkt steht Lee Fiora. Sie kommt aus einer ganz normalen Mittelschichtsfamilie in Indiana. Ihr Vater ist Matratzenhändler, ihr Leben bislang ziemlich gewöhnlich. Doch dann bekommt sie mit 14 Jahren ein Stipendium für eine Elite-Internatsschule in Massachusetts. Und plötzlich ist alles anders. Der Glanz dieser Schule, die Gebäude, die Tradition, die Erwartungen, alles wirkt von außen beeindruckend. Aber sobald Lee Teil dieser Welt wird, merkt sie schnell, dass sie eigentlich nicht dazugehört. Die meisten Mitschüler kommen aus sehr wohlhabenden Familien, bewegen sich selbstverständlich in dieser Umgebung und haben ein Selbstverständnis, das Lee völlig fremd ist. Lee bleibt Beobachterin. Eine Aussenseiterin. Sie findet nur schwer Freunde, fühlt sich oft unsicher und beobachtet ihre Umgebung fast wie von außen. Es wird wirklich ausufernd und detailliert der Schulalltag geschildert, man erlebt die Dynamik dieser elitären Welt sehr genau. Status, Zugehörigkeit, soziale Codes. Mag sein, dass genau diese Gedanken dazu in dem Alter auch so ausufernd gefühlt und gelebt werden, mir war es aber teilweise wirklich einfach zu viel an Gedanken und wenig Handlung. Ich denke knapp 200 Seiten weniger hätten dem Roman gut getan. Vielleicht auch nur mein Empfinden. Ich musste beim Lesen manchmal ein bisschen an Clueless denken, diese Welt, auf der Suche nach Zugehörigkeit durch materielle Güter in Form von Designer Klamotten und Taschen. Lee ist keine klassische Heldin. Sie ist unsicher, manchmal auch widersprüchlich, aber genau deshalb wirkt sie sehr echt. Der Schluss erzeugt eine Stimme in meinem Kopf. Eine Zusammenfassung der Zukunft, wer ist wo und was geworden. Hatte so einen klassischen American Story Vibe aber für sehr junges Publikum eben:-) Für mich war Prep ein wilder Coming-of-Age-Roman a la Clueless, über das Gefühl, irgendwo zu sein, ohne wirklich dazuzugehören. Empfehlen würde ich es aber eher einer jüngeren Lesegruppe.

    15. März 2026

  • oneveganbooknerd
    oneveganbooknerd

    109 Follower

    4,0

    Lee Fiora versteht schon mit jungen Jahren, dass Ihre Familie sich nie ein großes Haus in einer wohlhabenden Gegend leisten kann. Kurzerhand entscheidet sie sich, ihr Glück selbst in die Hand zu nehmen und bewirbt sich auf verschiedene Stipendien privater Internate. Und tatsächlich wird sie an der renommierten Ault Schule angenommen. Dort angekommen, wird sie jedoch schnell merken, dass das Teenagersein einfach an jeder High School genau dasselbe ist. Auch an Ault gibt es die "Beliebten", die "Außenseiter*innen", "Streberinnen", etc. Alleine durch ihren Status als Stipendiatin fühlt sich Lee von Anfang an nicht ganz eingebunden in die Schülerschaft. Als sie Martha kennenlernt, soll sich dies jedoch ändern... "Prep" war mein zweites Buch von Curtis Sittenfeld und es hat mir wieder sehr gut gefallen. Die knapp 600 Seiten lassen sich mit viel Nostalgie und Flashbacks an die eigene Schulzeit füllen. Mir war Lee nicht immer sehr sympathisch, einige ihrer Entscheidungen konnte ich wenig nachvollziehen und habe mir dabei immer wieder vor Augen geführt, dass ich als Jugendliche vermutlich (leider) ähnlich gehandelt hätte. Was "Prep" so anders macht, ist, dass Lee als Protagonistin nicht als etwas sehr besonderes dargestellt wird. Curtis Sittenfeld beschreibt hier ein "durchschnittliches" westliches Teenagerleben. Lee ist nicht die überambitionierte Heldin der Geschichte, aber es ist ihre Geschichte. Und vielleicht reicht das auch manchmal einfach. Die anderen Mitschüler*innen sind so gut gezeichnet, ich bin mir sicher, dass jede*r Leser*in Assoziationen zur eigenen Schulzeit haben wird. Zwei Kritikpunkte habe ich aber leider dennoch. Zum einen hätte ich nichts dagegen gehabt, wenn das Buch 100 Seiten weniger gehabt hätte. Ein paar Längen gab es dann doch. Und der zweite Punkt bildet die vielen Beschreibungen, die Lee für ihre Mitschüler*innen hat. Mehr als ein Mal wurden Mitschüler*innen als "dick" oder "Klassenschwarzer" beschrieben. Das ist mir jedes Mal bitter aufgestoßen und muss wirklich nicht mehr sein. (Auch wenn das Buch aus dem Jahr 2005 ist, hätte man immerhin einen kleinen Disclaimer hinten ins Buch packen können.) Trotz der Kritik kann ich "Prep" als soliden Coming-of-Age-Roman empfehlen.

    19. März 2026

3 von 14 Rezensionen

SocialReads

Seitenbasierte Kommentare

Seite 9416%
nurnocheinkapitel
nurnocheinkapitel9. Feb. 2026

Der Schreibstil gefällt mir bis jetzt ganz gut aber was sind das bitte für lange Kapitel 🥲

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1 Kommentar verdeckt

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1 Kommentar verdeckt

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