Blick ins Buch

Romane

Pizza Girl

3,3(98)
Sprache
Deutsch
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Über das Buch

Jane ist achtzehn, schwanger und fährt in einem Vorort von Los Angeles mit dem uralten Ford Festiva ihres Vaters Pizza aus. Nicht dass sie bessere Pläne gehabt hätte für ihr Leben ... Nachts betäubt sie sich mit Werbesendungen und Bier in dem Schuppen, wo ihr Vater sich zu Tode getrunken hat. Die Vorfreude ihrer Mutter und ihres Freundes Billy auf das Baby lösen bei Jane nichts als Fluchtinstinkte aus, und auch die Fürsorge der beiden macht die Situation nicht besser. Als eines Tages eine Frau Salamipizza mit Gürkchen für ihren Sohn bestellt, gerät Janes Leben komplett aus den Fugen: Hals über Kopf verliebt sie sich in die deutlich ältere Jenny, die als Einzige ihre Nöte zu verstehen scheint. Aus Liebesphantasien entsteht eine regelrechte Besessenheit. Ein neues Schlupfloch, durch das Jane versucht, ihren Traumata und Zukunftsängsten zu entkommen, oder ihr einziger Weg, um zu sich selbst zu finden? Die herrlich schräge, komische und immer wieder überraschende Geschichte einer vorwitzigen jungen Frau, die kein Blatt vor den Mund nimmt - scharfsinnig und bewegend.

Editionen (2)

ISBN9783311100393
VerlagKampa Verlag
Erscheinungsdatum22.02.22
Seitenzahl240

Merkmale

1 Bewertungen

LangsamMittelMinimalistischWitzigGlaubwürdigVerstörend

Rezensionen & Bewertungen

98 Bewertungen

17 Rezensionen

3,3

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  • 3,0

    Eine Geschichte mit Potential, aber zu belanglos

    Sie ist ungewollt schwanger, lebt mit Mutter und Freund unter einem Dach und fährt Pizza aus. Dabei trifft sie auf die ältere Jenny und auf einmal ist alles anders … ‚Pizza Girl‘ hat mich von der Thematik her an ‚Dein Taxi ist da‘ von Priya Guns erinnert, wenn auch Jean Kyoung Frazier vom schriftstellerischen her deutlich schwächer ist. Auch die (bis auf den Schluss) namenlose Erzählerin muss sich hier in einem prekären Arbeitsverhältnis herumschlagen und hat im Leben ziemlich viele offene Baustellen. Schließlich trifft sie auf eine Frau, die ihr Leben verändert; ob zum Guten sei mal dahingestellt. Das ist eigentlich ja eine richtig gute Ausgangslage für eine interessante Geschichte. Der kurze Roman liest sich sehr schnell weg und er wird aber vermutlich auch nicht sehr lange im Gedächtnis bleiben. Zu oberflächlich kratzt er an den wichtigen Themen wie unverarbeitete Trauer und Traumata, ungewollte Schwangerschaft oder Alkoholismus. Das liegt vor allem daran, dass die Erzählerin größtenteils einfach nur so teilnahmslos durch ihr Leben dümpelt. Da gibt es wenig Szenen, die einen emotional mit der Protagonistin verbinden, man liest halt mit, was sie so tut (was bis auf die Schlussphase nicht viel mehr als Pizza ausfahren und trinken ist) und wie sie sich nebenbei immer mehr in die ‚Liebe‘ zu Jenny hineinsteigert. Das ist für ein langfristiges Nachhallen im Endergebnis zu wenig, vor allem, wenn es nicht die geringste persönliche Entwicklung bei der Protagonistin gibt. Irgendwie kann man sich sehr gut ausmalen, wie ihr Leben weitergehen wird - um das Kind wird sich ihre Mutter kümmern, sie wird ihren Job machen und abends auf dem Sofa zu viel Bier trinken. Wozu dann darüber ein ganzes Buch schreiben? Ich kann es nach der Lektüre von ‚Pizza Girl‘ leider nicht beantworten.

    30. März 2026

  • sabbilitschi
    sabbilitschi

    43 Follower

    5,0

    Für mich eine positive Überraschung , völlig abgedreht aber stimmig

    Ich hätte mir eine ganz andere Story vorgestellt. Diese Story ist absolut mitreißend , spannend , ganz anders als gedacht , und oft möchte man einfach nur " nein" schreihen und die Protagonistin in den Arm nehmen. Und ich finde die Bücher vom kampa Verlag auch so schön wertig und Stilvoll. Also wenn ihr es mal seht , schnappt es euch. Es lohnt sich.

    Für mich eine positive Überraschung , völlig abgedreht aber stimmig

    19. Okt. 2025

  • littera
    littera

    116 Follower

    2,5

    Eine junge Frau, schwanger mit 18, gefangen zwischen Überforderung und der Überfürsorglichkeit ihrer eigenen Liebsten – das ist die Ausgangslage in „Pizza Girl“. Während ihre Mutter und ihr Freund sich auf das Kind freuen, zieht sie sich innerlich immer weiter zurück. Ihr einziger Lichtblick wird eine über 40-jährige Kundin, die bei ihr regelmäßig Salami-Pizza mit Gewürzgurken bestellt. In die Beziehung zu dieser Frau steigert sie sich regelrecht hinein, flüchtet in Gefühle, die sie von ihrer eigenen Realität ablenken sollen. Mich hat die Lektüre leider sehr angestrengt und eher runtergezogen. Obwohl ich anfangs Mitleid mit der Protagonistin hatte, empfand ich es als schwierig, dass sie nie den Mund aufmacht, selbst als ihr Freund sein Herz öffnet. Man möchte sie schütteln und rufen: „Red doch mit ihm!“ Auch die thematische Aufarbeitung der Schwangerschaft fand ich unzureichend; der Gedanke an eine Abtreibung oder die schlichte Erkenntnis, noch nicht bereit für ein Kind zu sein, wird gar nicht erst zugelassen. Nachdem die Protagonistin über das gesamte Buch hinweg ihre Impulse so diszipliniert unterdrückt hat, hätte ich mir für das Finale einen befreienden Paukenschlag, eine Eskalation oder einen emotionalen Ausbruch gewünscht. Zunächst hat die steigende Spannung in der letzten Phase das auch angedeutet. Leider verpuffte das aber für mein Empfinden viel zu schnell wieder. Stattdessen hinterließ mich das Ende eher frustriert und genervt. Was besonders schade ist, da das Thema "frühe Schwangerschaft" und die damit verbundenen ambivalenten Gefühle wichtig und erzählenswert sind.

    1 Tage vor

3 von 17 Rezensionen

SocialReads

Seitenbasierte Kommentare

Seite 2310%
sabbilitschi
sabbilitschi13. Okt. 2025

Einfacher Schreibstil, das finde ich irgendwie passend. Mal sehen was noch passiert.

Seite 5523%

1 Kommentar verdeckt

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Autorin / Autor

Über Jean Kyoung Frazier

Jean Kyoung Frazier, geboren 1993, wuchs als Tochter einer koreanischen Einwanderin in Torrance, Kalifornien auf. Schon als Kind war sie eine begeisterte Leserin. Auf der Highschool entwickelte sie eine Leidenschaft für Rap – und für Basketball, den sie als wichtige Inspiration für ihr Schreiben nennt. Nach der Schule begann Frazier ein Wirtschaftsstudium an der University of Southern California – das sie schrecklich unglücklich gemacht habe, wie sie sagt –, sattelte bald auf Englisch um und absolvierte nach ihrem Abschluss noch einen Master in Kreativem Schreiben an der Columbia University, New York. Heute lebt Frazier in L. A.

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