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Romane

Pizza Girl

3,3(97)
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Über das Buch

Jane ist achtzehn, schwanger und fährt in einem Vorort von Los Angeles mit dem uralten Ford Festiva ihres Vaters Pizza aus. Nicht dass sie bessere Pläne gehabt hätte für ihr Leben ... Nachts betäubt sie sich mit Werbesendungen und Bier in dem Schuppen, wo ihr Vater sich zu Tode getrunken hat. Die Vorfreude ihrer Mutter und ihres Freundes Billy auf das Baby lösen bei Jane nichts als Fluchtinstinkte aus, und auch die Fürsorge der beiden macht die Situation nicht besser. Als eines Tages eine Frau Salamipizza mit Gürkchen für ihren Sohn bestellt, gerät Janes Leben komplett aus den Fugen: Hals über Kopf verliebt sie sich in die deutlich ältere Jenny, die als Einzige ihre Nöte zu verstehen scheint. Aus Liebesphantasien entsteht eine regelrechte Besessenheit. Ein neues Schlupfloch, durch das Jane versucht, ihren Traumata und Zukunftsängsten zu entkommen, oder ihr einziger Weg, um zu sich selbst zu finden? Die herrlich schräge, komische und immer wieder überraschende Geschichte einer vorwitzigen jungen Frau, die kein Blatt vor den Mund nimmt - scharfsinnig und bewegend.

Editionen (2)

ISBN9783311703051
VerlagKampa Verlag
Erscheinungsdatum22.02.22
Seitenzahl240

Rezensionen & Bewertungen

97 Bewertungen

16 Rezensionen

3,3

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  • 3,0

    Eine Geschichte mit Potential, aber zu belanglos

    Sie ist ungewollt schwanger, lebt mit Mutter und Freund unter einem Dach und fährt Pizza aus. Dabei trifft sie auf die ältere Jenny und auf einmal ist alles anders … ‚Pizza Girl‘ hat mich von der Thematik her an ‚Dein Taxi ist da‘ von Priya Guns erinnert, wenn auch Jean Kyoung Frazier vom schriftstellerischen her deutlich schwächer ist. Auch die (bis auf den Schluss) namenlose Erzählerin muss sich hier in einem prekären Arbeitsverhältnis herumschlagen und hat im Leben ziemlich viele offene Baustellen. Schließlich trifft sie auf eine Frau, die ihr Leben verändert; ob zum Guten sei mal dahingestellt. Das ist eigentlich ja eine richtig gute Ausgangslage für eine interessante Geschichte. Der kurze Roman liest sich sehr schnell weg und er wird aber vermutlich auch nicht sehr lange im Gedächtnis bleiben. Zu oberflächlich kratzt er an den wichtigen Themen wie unverarbeitete Trauer und Traumata, ungewollte Schwangerschaft oder Alkoholismus. Das liegt vor allem daran, dass die Erzählerin größtenteils einfach nur so teilnahmslos durch ihr Leben dümpelt. Da gibt es wenig Szenen, die einen emotional mit der Protagonistin verbinden, man liest halt mit, was sie so tut (was bis auf die Schlussphase nicht viel mehr als Pizza ausfahren und trinken ist) und wie sie sich nebenbei immer mehr in die ‚Liebe‘ zu Jenny hineinsteigert. Das ist für ein langfristiges Nachhallen im Endergebnis zu wenig, vor allem, wenn es nicht die geringste persönliche Entwicklung bei der Protagonistin gibt. Irgendwie kann man sich sehr gut ausmalen, wie ihr Leben weitergehen wird - um das Kind wird sich ihre Mutter kümmern, sie wird ihren Job machen und abends auf dem Sofa zu viel Bier trinken. Wozu dann darüber ein ganzes Buch schreiben? Ich kann es nach der Lektüre von ‚Pizza Girl‘ leider nicht beantworten.

    30. März 2026

  • sabbilitschi
    sabbilitschi

    43 Follower

    5,0

    Für mich eine positive Überraschung , völlig abgedreht aber stimmig

    Ich hätte mir eine ganz andere Story vorgestellt. Diese Story ist absolut mitreißend , spannend , ganz anders als gedacht , und oft möchte man einfach nur " nein" schreihen und die Protagonistin in den Arm nehmen. Und ich finde die Bücher vom kampa Verlag auch so schön wertig und Stilvoll. Also wenn ihr es mal seht , schnappt es euch. Es lohnt sich.

    Für mich eine positive Überraschung , völlig abgedreht aber stimmig

    19. Okt. 2025

  • librovore
    librovore

    161 Follower

    3,0

    🍕 [Werbung. Selbstgekauft.] Das Debüt der US-amerikanischen Autorin ist ein interessanter coming of age-Roman. Die 240 Seiten lassen sich zwar schnell weglesen, aber es ist trotzdem keine allzu leichte Thematik - das große Ganze entfaltet sich am Ende. Bis es zum großen Knall kommt, begleiten wir die achtzehnjährige Jane, die mit ihrem Leben nicht wirklich glücklich ist und keinerlei Zukunftsperspektiven sieht. Dazu kommt, dass sie ungewollt schwanger von ihrem Freund Billy ist, mit dem sie zusammen bei ihrer Mutter wohnt. Ihren Job in der Pizzeria findet sie alles andere als spannend, hier heitern sie nur die lustigen Momente mit ihrem Kollegen auf. Was Jane noch aufheitert, oder besser gesagt, was ihr ein wenig Halt gibt in ihrem unperfekten Leben: Nachts im Schuppen ihres verstorbenen Vaters sitzen, Bier trinkend und Fernsehen schauend. Sind das die Momenten, in denen sie sich ihrem Vater am nächsten fühlen kann? Aus der Starre ihres Daseins wird sie durch einen Anruf von Jenny Hauser befreit: Sie bestellt für ihren Sohn eine Pizza - aber die muss unbedingt mit Gürkchen sein. Als Jane die Pizza bei Jenny ausliefert ist sie sofort verzaubert, Liebe auf den ersten Blick. Und hier beginnt der Roman erst richtig, denn Jane verfällt in eine komplette Obsession. Die Autorin Jean Kyoung Frazier hat einen Roman geschrieben über ein fremdbestimmtes Leben, bei der die Protagonistin von außen in eine Rolle gedrängt wird, aus der sie versucht auszubrechen. Kann Jane ihre auferlegten Ketten brechen oder geht sie unter an ihrem Unglück? Es geht um Sexualität, ungewollte Schwangerschaft, Besessenheit, nicht verarbeitete Traumata. Mir hat das Buch ganz gut gefallen, es eignet sich hervorragend zum „weg snacken“ - aber komplett überzeugen konnte es mich leider nicht. Mir war das Ende ein bisschen zu glatt und zu Jane als Protagonistin konnte ich keinen wirklichen Zugang finden. 🍕

    17. Aug. 2022

3 von 16 Rezensionen

SocialReads

Seitenbasierte Kommentare

Seite 2310%
sabbilitschi
sabbilitschi13. Okt. 2025

Einfacher Schreibstil, das finde ich irgendwie passend. Mal sehen was noch passiert.

Seite 5523%

1 Kommentar verdeckt

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Autorin / Autor

Über Jean Kyoung Frazier

Jean Kyoung Frazier, geboren 1993, wuchs als Tochter einer koreanischen Einwanderin in Torrance, Kalifornien auf. Schon als Kind war sie eine begeisterte Leserin. Auf der Highschool entwickelte sie eine Leidenschaft für Rap – und für Basketball, den sie als wichtige Inspiration für ihr Schreiben nennt. Nach der Schule begann Frazier ein Wirtschaftsstudium an der University of Southern California – das sie schrecklich unglücklich gemacht habe, wie sie sagt –, sattelte bald auf Englisch um und absolvierte nach ihrem Abschluss noch einen Master in Kreativem Schreiben an der Columbia University, New York. Heute lebt Frazier in L. A.

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