Blick ins Buch

Romane

Milchzähne

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Über das Buch

Eines Tages steht das Kind plötzlich da, die Haare feuerrot leuchtend inmitten des Kiefernwaldes, und gehört niemandem.

Skalde nimmt es mit zu sich, obwohl sie weiß, dass die anderen, die in der abgelegenen Gegend leben, das nicht dulden werden. Skalde und ihre Mutter Edith gehörten selbst nie richtig zur Gemeinschaft, seit Edith vor mehr als zwei Jahrzehnten plötzlich triefend am Ufer des Flusses stand, von dem die Anderen sich erhofft hatten, er würde sie vor der im Chaos versinkenden Welt beschützen. Mutter und Tochter lieben einander auch, weil ihnen nichts übrig bleibt: Gegen die Bedrohung müssen sie zusammenhalten. Vor allem jetzt, da immer klarer wird, dass das Leben des Kindes - und ihr eigenes – in Gefahr ist … Helene Bukowski hat einen atemberaubenden Debütroman von so zeitloser Gültigkeit wie brisanter Aktualität geschrieben, einen Bericht aus einer verrohten Welt, die irgendwo auf uns zu warten droht.

»Helene Bukowski hat ein modernes Märchen geschrieben. Warmherzig, doch nicht sentimental. Vertraut und doch geheimnisvoll. Für ein paar Tage lebte ich dort, in diesem alten Haus am Waldrand, mit Skalde, Edith und Meisis und als es vorbei war, musste man mich mit Gewalt vom Türrahmen lösen. Selten sind mir Figuren so ans Herz gewachsen.« Philipp Winkler

»Ein Roman wie ein Wachtraum aus der verbotenen Zone. Wer sich hinein begibt, verliert sich darin. Und wird mit einem Finale belohnt, das zu Tränen rührt.« Thomas Klupp

Editionen (5)

ISBN9783746637372
VerlagAufbau TB
Erscheinungsdatum15.02.21
Seitenzahl222

Rezensionen & Bewertungen

107 Bewertungen

15 Rezensionen

3,9

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  • buch_leselust
    buch_leselust

    147 Follower

    4,0

    Eine Dystopie, die nicht so viel erklärt, sondern einen direkt mitten ins Geschehen bringt. Wir erleben das Leben in einem Dorf nach einer Klimaveränderung, die weitreichende Folgen hat. Das Dorf lebt autark und die Menschen sind Fremden und Neuem gegenüber sehr misstrauisch. Es ist sehr beklemmend und man fühlt direkt mit. Grausam und hart ist die Welt, die wir hier kennenlernen. Leider ist das sehr realistisch. Die Auslassungen sind in diesem Buch sehr gut gesetzt.

    26. Apr. 2026

  • kristinaliest
    kristinaliest

    194 Follower

    4,0

    Die Geschichte von Milchzähne spielt in einem abgelegenen Dorf zu einer Zeit nicht allzu fern von unserer. Als Tochter einer Außenseiterin hat Skalde sich ihren Platz in der Dorfgemeinschaft hart erkämpft und sich dabei von ihrer Mutter Edith distanziert. Eines Tages findet Skalde ein fremdes Kind im Wald. Um es zu retten, müssen Mutter und Tochter nach Jahren der Entfremdung zusammenhalten. Für meinen Geschmack wurde die Welt, in der diese Geschichte spielt zu wenig erklärt. Trotzdem fand ich gerade durch den klaren Schreibstil sehr schnell in die Geschichte rein, auch wenn am Ende für mich einige Fragen offen blieben habe ich das Buch sehr gerne gelesen.

    23. Okt. 2025

  • 3,0

    "Wieso haben sie Angst vor mir?" fragte sie. "Weil du nicht so bist wie sie", antwortete ich. [S. 78] Skalde und ihre Mutter Edith leben gemeinsam in einem kleinen Häuschen, versorgen sich durch Kaninchenjagd und Gemüseanbau, sowie Tauschhandel, mit den Dingen, die sie zum Leben benötigen.  Die Gegend dystopisch, von einer Hitzeperiode gezeichnet, die die Ernte am wachsen hindert (komischerweise badet Edith ständig).  Insgesamt lebt die Gemeinde nach dem Abbruch einer Brücke zurückgezogen und vom Rest der Zivilisation, "den Anderen" getrennt, bis Skalde eines Tages ein kleines Mädchen - Meisis - (auf-)findet und bei sich aufnimmt. Dieses zieht den Unmut der Dorfbewohner auf sich. Wer fremd ist, wird nicht akzeptiert - bringt Schaden und Unglück. Möglicherweise ist das Kind verantwortlich für Missernten und andere Ereignisse, die die Bewohner in Aufruhr bringen, wie das Verschwinden der Bauerstöchter.  ...  "Milchzähne" ist eines dieser Bücher, die sich gut und leicht lesen lassen, konnte mich persönlich jedoch inhaltlich nicht richtig  abholen. Die Personen waren mir unsympathisch, ihre Lebensart zu fragwürdig, die dystopische Stimmung zu wenig greifbar und insgesamt läßt es mich eher ratlos zurück.

    22. Feb. 2025

3 von 15 Rezensionen

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Seitenbasierte Kommentare

Seite 8438%
szoe.c
szoe.c25. Juli 2025

Mich würde einfach Mal mehr zu dem Leben dort interessieren. Wie kommen sie an Benzin und Zigaretten zum Beispiel? Wieso wurde die Brücke gesprengt? Ich hoffe das man näheres dazu noch erfahren wird.

Autorin / Autor

Über Helene Bukowski

Helene Bukowski, geboren 1993 in Berlin, lebt heute wieder in ihrer Geburtsstadt. Sie studierte am Literaturinstitut Hildesheim und leitet neben dem Schreiben auch Kurse und Workshops für Kreatives Schreiben. 2019 erschien ihr Debütroman »Milchzähne«, für den sie u. a. für den Mara-Cassens-Preis, den Rauriser Literaturpreis und den Kranichsteiner Literaturförderpreis nominiert war. Der Roman wurde ins Französische und Englische übersetzt und eine Verfilmung ist in Vorbereitung.

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