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Macht

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Über das Buch

Liv ist Pflegerin, Mitte dreißig und führt ein scheinbar perfektes Leben in einem Osloer Einfamilienhaus. Sie liebt ihren Mann Terje und ihre beiden Kinder Rosa und Johannes. Aber was kaum jemand weiß, nicht einmal ihr Mann: Liv ist vor Jahren vergewaltigt worden. Der Gang zum Zahnarzt ist für sie eine Herausforderung; wenn sie nachts von der Bushaltestelle nach Hause läuft, muss sie Terje anrufen. Überall lauert die Angst. Liv bemüht sich, die Oberfläche frei von Kratzern zu halten. Auch wenn sie hinter der Fassade damit beschäftigt ist, ihr Trauma zu bewältigen: Sie will die Opferrolle nicht annehmen. Der Vorfall liegt ein halbes Leben zurück, warum soll er immer noch bestimmen, was sie im Hier und Jetzt tut? ›Macht‹ ist ein Buch mit großer Schlagkraft. Eindringlich schildert Heidi Furre das Nebeneinander von Zweifel und Selbstbestimmtheit, Mut und Wut.

Editionen (2)

ISBN9783832167288
VerlagDuMont Buchverlag
Erscheinungsdatum13.02.24
Seitenzahl176

Rezensionen & Bewertungen

198 Bewertungen

54 Rezensionen

3,7

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  • anette_liest
    anette_liest

    139 Follower

    4,5

    Sehr intensiv und schonungslos. Eine ganz klare Leseempfehlung.

    29. März 2026

  • whatabout_nadine
    whatabout_nadine

    297 Follower

    Wichtiges Thema für mich aber leider irgendwie nicht greifbar

    In dem Roman "Macht" erzählt Heidi Furre von den stillen Folgen sexualisierter Gewalt und davon, wie tief sich Angst, Scham und Kontrollverlust in den Alltag eines Menschen eingraben können. Im Mittelpunkt steht eine junge Frau, die nach einem traumatischen Erlebnis versucht, irgendwie weiterzumachen, obwohl innerlich längst nichts mehr funktioniert wie vorher. Der Klappentext verspricht kein leichtes Buch, sondern eines, das sich intensiv mit psychischen Belastungen, gesellschaftlichen Erwartungen und dem Gefühl beschäftigt, im eigenen Leben plötzlich fremd geworden zu sein. Deshalb fällt es mir ehrlich gesagt sogar ein bisschen schwer, diese Rezension zu schreiben. Nicht, weil das Buch schlecht wäre. Überhaupt nicht. Das Thema dahinter ist unglaublich wichtig und relevant. Gerade weil Bücher über Traumata und deren Nachwirkungen oft entweder zu oberflächlich oder unnötig dramatisiert erzählt werden. Hier hatte ich schon das Gefühl, dass Heidi Furre bewusst eher leise erzählt und teilweise fast nüchtern. Aber genau das war gleichzeitig auch mein größtes Problem. Ich kam einfach nicht richtig in die Geschichte hinein. Die Sätze wirkten auf mich oft sehr abgehackt, fast wie lose Gedankenfragmente, die nebeneinander stehen, ohne wirklich zu fließen. Natürlich verstehe ich, dass dieser Stil vermutlich genau das Innenleben der Protagonistin widerspiegeln soll. Dieses Zerrissene, die Unsicherheit und die ständige innere Anspannung. Und ja, das konnte ich auch durchaus herauslesen. Man merkt, was sie beschäftigt, wovor sie Angst hat und wie sehr dieses Erlebnis ihr Denken und ihren Alltag beeinflusst. Aber emotional hat mich das Ganze trotzdem nicht erreicht. Irgendwann hatte ich beim Lesen ständig dieses Gefühl von „Und wohin führt das jetzt eigentlich?“. Nicht einmal unbedingt im klassischen Sinn von Handlung, sondern eher emotional. Ich konnte lange nicht greifen, welche Richtung das Buch einschlagen möchte oder welche Botschaft letztlich transportiert werden soll. Vieles blieb für mich zu lose, zu fragmentiert, zu weit weg. Dadurch entstand leider keine richtige Verbindung zur Geschichte. Deshalb habe ich das Buch letztlich bei 42 % abgebrochen und vergebe daher auch keine Sterne. Am Ende bleibt für mich ein Buch mit einer wichtigen Grundlage und sicher auch literarischer Stärke, das mich persönlich aber leider nicht erreichen konnte.

    Wichtiges Thema für mich aber leider irgendwie nicht greifbar

    24. Mai 2026

  • elarama
    elarama

    215 Follower

    4,0

    Emotional intensiv

    Eigentlich ist „Macht“ ein recht stilles und recht kurzes Buch. Aber irgendwie ist der Inhalt doch teils heftig, so dass es einige Zeit nachhallt. Es geht um Machtstrukturen, Schmerz und wie man mit etwas umgehen kann, dass eigentlich gar nicht passieren dürfte. Die Protagonistin selbst versucht sich manchmal so weit von allem zu distanzieren, dass es für so gewirkt hat als würde sie bewusst Mauern bauen und ganz nüchtern agieren, um ja nicht zu zerbrechen.

    27. Mai 2025

3 von 54 Rezensionen

SocialReads

Seitenbasierte Kommentare

Seite 85%
ninschii
ninschii24. Apr. 2025

Ich bin sooo gespannt, der Schreibstil und die Erzählung kriegt mich sofort

Seite 2017%

1 Kommentar verdeckt

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Autorin / Autor

Über Heidi Furre

HEIDI FURRE, geboren 1985, hat bereits mehrere Romane veröffentlicht. ›Macht‹, ein NORLA-Empfehlungstitel 2021, ist der erste, der auf Deutsch erscheint. Heidi Furre arbeitet als Fotografin und lebt in Oslo.

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