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Romane

Lügnerin

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Über das Buch

Es gibt Leute, die schlagen mit der Faust auf die Theke, und es gibt Leute, die stehen dahinter und fragen: »Und was darf es für Sie sein?« Die Eisverkäuferin Nuphar Schalev gehört eindeutig in die zweite Kategorie: An dem Gesicht des Mädchens bleibt kein Blick länger hängen als notwendig. Doch als sie eines Tages ein Missverständnis zu einer Lüge formt, ändert sich alles, und sie rückt ins Zentrum des öffentlichen Interesses. Im hellen Licht der Kameras blüht Nuphar auf, und mit ihr wächst und gedeiht die Lüge, und mit der Lüge wächst und gedeiht die junge Liebe zu Lavie Maimon, der im vierten Stock über der Eisdiele wohnt. Doch die Liebe ist etwas sehr Zartes, und die Wahrheit kann sie zertrampeln wie ein wildes Rhinozeros.

Editionen (3)

ISBN9783036957661
VerlagKein & Aber
Erscheinungsdatum27.09.17
Seitenzahl336

Rezensionen & Bewertungen

110 Bewertungen

16 Rezensionen

3,9

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  • dinaisy
    dinaisy

    215 Follower

    4,5

    🍦 🍦🍦

    Die Lüge zerstört, die Lüge erschafft, sie ernüchtert und sie zerbricht. Ein wirklich toll konstruiertes Gedankenspiel psychologischer Art. Der Gedanke „Das geht nicht“ zieht sich durch und lässt uns voyeuristisch teilhaben an dem, was passiert. Es hat seine Längen und vor allem wiederholen sich Gedanken etwas zu oft - insgesamt hat es mich aber länger beschäftigt…

    18. Nov. 2025

  • jtk_0701
    jtk_0701

    344 Follower

    4,0

    Eine Lüge die viele Leben verändert Das war eine besondere Leseerfahrung für mich. Ein Erzählstil, der mir sehr gut gefallen hat. Von der ersten Seite an war ich in der Geschichte und wollte (oder besser gesagt konnte) keine andere nebenbei lesen. Fein gezeichnete Figuren spannend erzählt, bin ich Zeugin des Missverständnisses, sehe zu, wie Nuphar bewusst lügt und kann absolut nachvollziehen, wie schwer es ist, die Lüge rückgängig zu machen. Anfangs denke ich sogar noch „Avischai Milner, du hast es nicht anders verdient“, aber schnell merke ich, welche Folgen die Lüge für den ehemals erfolgreichen Sänger und sein Umfeld hat. Bemerke, wie sich das unscheinbare Leben Nuphars verändert, ihre beliebte Schwester Maya in den Hintergrund rückt und wie eine Lüge die andere mit sich bringt. Durch die Lüge entwickelt sich eine komische Beziehung zu Lavie, der den Vorfall zwischen Nuphar und Avischai beobachtet hat und sehe, wie die erste Liebe der Jugendlichen wächst. Viele Figuren, die hier nicht nur Nebenfiguren bleiben, sondern das große Ganze aufzeigen. Und plötzlich kommen im zweiten Teil neue Charakteren dazu und ich frage mich erst „wie passen die jetzt in das ganze Konstrukt“ und bin begeistert, welche Verbindungen hier geknüpft werden. Bis zum Schluss verfolge ich den riesengroßen Rattenschwanz, den die Lüge nach sich zieht und frage mich, wie das nur enden soll und bin begeistert von dem für mich passenden Ende. Das war mein erster Buch dieser Autorin und ich freu mich, dass ich schon das nächste von ihr auf meinem SuB liegen habe :) S.78 „Die Schwäche, die in einer Bitte liegt, kann sich hinter einer Forderung gut verbergen : Wer bittet, legt dem anderen seine Seele in die Hand, wer fordert, zerquetscht sie. Da Lavie sein Unvermögen entdeckte, dem Mädchen zu sagen, was er auf dem Herzen hatte, marschierte er schnurstracks zur Theke und forderte Nuphar barsch auf, sich in genau einer Stunde im Hinterhof einzufinden.“ S.159 „Maya kannte die Traube nur zu gut, diese Leute waren ja vor einigen Wochen noch ihr eigenes Publikum gewesen. Warum konnten nicht zwei Sonnen an einem Himmel stehen, warum setzte der Aufgang eines großen Gestirns den Untergang des anderen voraus? Auch auf dem Schulhof galten die unabänderlichen Gesetze der Astronomie : Scharten sich die Mitschüler um Nuphar, scharten sie sich nicht um Maya“

    24. Sept. 2024

  • laura1mue
    laura1mue

    153 Follower

    2,0

    "Manche Menschen werden durch die Wahrheit schön, andere durch die Lüge."

    Ich möchte gleich vorab sagen, möglicherweise ist diese Bewertung nicht ganz fair. Meine Kritikpunkte sind eng mit eigenen Erfahrungen verknüpft und daher höchst subjektiv. Dennoch konnte ich nicht anders, als beim Lesen ständig daran zu denken. Und so gingen bei mir besonders im Bezug auf die Protagonistin und ihr Verhalten Wut und (möglicherweise leichte) Agression Hand in Hand. Mehr als einmal hatte ich das starke Bedürfnis, sie einfach nur zu schütteln und zu fragen, wann verdammt sie endlich gedenkt, zur Vernunft zu kommen. Nicht mal, als eine Mitschülerin ihr dankt für Ihren "Mut" und ihr ihre eigene Geschichte erzählt denkt sie ernsthaft nicht einmal länger als 5 min. darüber nach. Dafür gefällt ihr die ganze Aufmerksamkeit dann doch ein bisschen zu gut. Schlechtes Gewissen, geschweige denn Empathie?? Konnte ich nicht entdecken. Dies war eine Schlüsselszene für mich. Eine so große und unbändige Abneigung und Unverständnis gegenüber einer Romanfigur habe ich bisher selten verspürt. Rational betrachtet verstehe ich zwar durchaus warum die Autorin ihre Figuren so angelegt, warum die Handlung so konstruiert wurde. (Mit Betonung auf "konstruiert") Und ja, ich verstehe schon die Hauptfigur ist ein Teenager, der schwer an den eigenen Unsicherheiten und Komplexen zu knabbern hat. Ja ja wer kennt es nicht. 😒Aber das , was sie daraus macht, war einfach zu viel des Guten. Aber auch mit den Nebenfiguren tat ich mich sehr schwer. Oft war ich mir nicht wirklich sicher, ob deren Handlungen und Reaktionen auf das Geschehen wirklich realistisch waren oder ob diese der Konstruiertheit der Geschichte geschuldet waren. Das selbe "Problem" hatte ich aber auch schon bei einem anderen Buch der Autorin. Die Art und Weise, wie sie ihre Figuren schreibt ist wohl einfach nicht für mich gemacht. Die grundsätzliche Prämisse und was damit gezeigt werden soll, ist durchaus interessant. Dennoch frage ich mich ob es, wie es hier im Roman dargestellt wird, wirklich der sinnvollste Weg ist. Für mich definitiv nicht.👎

    22. Juli 2024

3 von 16 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Ayelet Gundar-Goshen

Ayelet Gundar-Goshen, geboren 1982, studierte Psychologie in Tel Aviv, später Film und Drehbuch in Jerusalem. Für ihre Kurzgeschichten, Drehbücher und Kurzfilme wurde sie bereits vielfach ausgezeichnet. Ihrem ersten Roman, »Eine Nacht, Markowitz« (2013), wurde der renommierte Sapir-Preis für das beste Debüt Israels zugesprochen, 2015 folgte mit »Löwen wecken« ihr zweiter Roman, der zurzeit für NBC als TV-Serie verfilmt wird.

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