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,,Liebe keinen Montague“
Allegra verbringt einen Kurzurlaub am Gardasee und entdeckt dabei, dass ihre Familie und die der Montagues seit Jahrhunderten in einer verborgenen Fehde stecken, die an Romeo und Julia erinnert. Eigentlich hält sie das alles für alte Geschichten, bis sie merkt, dass diese Rivalität real ist und sie selbst mitten darin steht. Als sie Luca Montague begegnet, wird sie ungewollt Teil eines alten, magischen Konflikts zwischen zwei verfeindeten Familien. Zwischen ihnen entsteht eine Verbindung, die eigentlich nicht sein darf, weil sie genau das ist, was der Fluch verhindern soll. Allegra beginnt, ihre eigene Rolle in diesem Geflecht aus Vergangenheit, Magie und Schicksal zu verstehen. Dabei muss sie sich entscheiden, ob sie sich gegen die Familiengeschichte stellt oder ob sie sich von ihr bestimmen lässt. Die Idee ist eigentlich stark. Dieses Romeo-und-Julia-Setting mit zwei Familien, die sich seit Ewigkeiten nicht grün sind, plus Sommerurlaub und einem Konflikt, der unter der Oberfläche brodelt, hätte richtig viel Tiefe haben können. In der Umsetzung verliert die Geschichte aber genau diese Stärke. Sie liest sich oder besser gesagt „hört sich durch“ extrem schnell, fast schon zu glatt, ohne dass wirklich Zeit bleibt, etwas wirken zu lassen. Wenn ich es gelesen hätte statt gehört, hätte ich ehrlich gesagt vermutlich lieber zum Krimi meiner Mutter gegriffen, obwohl ich sonst gar nicht so in dieser Krimi-Ecke unterwegs bin. Das sagt schon einiges über die Sogwirkung. Problematisch wird es vor allem auf psychologischer Ebene. Die Figuren treffen Entscheidungen, die sich nicht wirklich nachvollziehbar anfühlen, weil ihre inneren Prozesse nicht klar genug aufgebaut sind. Dadurch wirken Wendungen eher konstruiert als emotional entstanden. Besonders irritierend ist der Gedanke der Protagonistin, sie könnte Gefühle für ihren Bruder haben. Selbst wenn das narrativ eine Grenzüberschreitung oder Verwirrung darstellen soll, wird es nicht so eingebettet, dass es psychologisch sauber wirkt, sondern eher abrupt und verwirrend. Auch das Ende kommt deutlich zu schnell. Konflikte werden nicht wirklich ausgearbeitet oder emotional abgeschlossen, sondern eher abgehandelt. Dadurch fehlt der Geschichte am Schluss die emotionale Nachwirkung, die sie eigentlich gebraucht hätte. Unterm Strich: starke Grundidee, aber die Umsetzung wirkt gehetzt, psychologisch unsauber und lässt einen eher distanziert zurück, statt emotional eingebunden Trotzdem habe ich dann auch das zweite Buch gehört, was ein noch grösserer Fiebertraum war. Nicht zu empfehlen.

25. Apr. 2026
,,Liebe keinen Montague“
Allegra verbringt einen Kurzurlaub am Gardasee und entdeckt dabei, dass ihre Familie und die der Montagues seit Jahrhunderten in einer verborgenen Fehde stecken, die an Romeo und Julia erinnert. Eigentlich hält sie das alles für alte Geschichten, bis sie merkt, dass diese Rivalität real ist und sie selbst mitten darin steht. Als sie Luca Montague begegnet, wird sie ungewollt Teil eines alten, magischen Konflikts zwischen zwei verfeindeten Familien. Zwischen ihnen entsteht eine Verbindung, die eigentlich nicht sein darf, weil sie genau das ist, was der Fluch verhindern soll. Allegra beginnt, ihre eigene Rolle in diesem Geflecht aus Vergangenheit, Magie und Schicksal zu verstehen. Dabei muss sie sich entscheiden, ob sie sich gegen die Familiengeschichte stellt oder ob sie sich von ihr bestimmen lässt. Die Idee ist eigentlich stark. Dieses Romeo-und-Julia-Setting mit zwei Familien, die sich seit Ewigkeiten nicht grün sind, plus Sommerurlaub und einem Konflikt, der unter der Oberfläche brodelt, hätte richtig viel Tiefe haben können. In der Umsetzung verliert die Geschichte aber genau diese Stärke. Sie liest sich oder besser gesagt „hört sich durch“ extrem schnell, fast schon zu glatt, ohne dass wirklich Zeit bleibt, etwas wirken zu lassen. Wenn ich es gelesen hätte statt gehört, hätte ich ehrlich gesagt vermutlich lieber zum Krimi meiner Mutter gegriffen, obwohl ich sonst gar nicht so in dieser Krimi-Ecke unterwegs bin. Das sagt schon einiges über die Sogwirkung. Problematisch wird es vor allem auf psychologischer Ebene. Die Figuren treffen Entscheidungen, die sich nicht wirklich nachvollziehbar anfühlen, weil ihre inneren Prozesse nicht klar genug aufgebaut sind. Dadurch wirken Wendungen eher konstruiert als emotional entstanden. Besonders irritierend ist der Gedanke der Protagonistin, sie könnte Gefühle für ihren Bruder haben. Selbst wenn das narrativ eine Grenzüberschreitung oder Verwirrung darstellen soll, wird es nicht so eingebettet, dass es psychologisch sauber wirkt, sondern eher abrupt und verwirrend. Auch das Ende kommt deutlich zu schnell. Konflikte werden nicht wirklich ausgearbeitet oder emotional abgeschlossen, sondern eher abgehandelt. Dadurch fehlt der Geschichte am Schluss die emotionale Nachwirkung, die sie eigentlich gebraucht hätte. Unterm Strich: starke Grundidee, aber die Umsetzung wirkt gehetzt, psychologisch unsauber und lässt einen eher distanziert zurück, statt emotional eingebunden Trotzdem habe ich dann auch das zweite Buch gehört, was ein noch grösserer Fiebertraum war. Nicht zu empfehlen.
25. Apr. 2026








