Blick ins Buch

Romane

La Hija de la española

3,5(51)
Sprache
Spanisch
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Über das Buch

Venezuela: El día que su madre muere, Adelaida de treinta y ocho años se queda sola en medio de una ciudad donde la violencia es el único pan de cada día. Para colmo, su casa es tomada por un grupo de mujeres al mando de La Mariscala. Son intocables. Son Hijas de la Revolución
ISBN9788466350426
VerlagDEBOLSILLO
Erscheinungsdatum12.03.20
Seitenzahl219

Rezensionen & Bewertungen

51 Bewertungen

12 Rezensionen

3,5

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  • dinaisy
    dinaisy

    217 Follower

    2,5

    🇻🇪🇻🇪🇻🇪

    Es fällt mir nicht leicht einen Beitrag zu schreiben, weil ich das Thema des Romans so wichtig finde. Der Klappentext hat mich angesprochen, weil ich mehr Literatur aus/über Südamerika lesen wollte. Nach ungefähr der Hälfte des Buches habe ich es erstmal zur Seite gelegt. Die Protagonistin blieb mir fremd, ich konnte die Handlung zeitlich schlecht einordnen. Jetzt, nach Trumps Schachzug gegen Marduro habe ich das Buch wieder zur Hand genommen und weitergelesen. Adelaida ist eine starke Frau, ihr Schicksal furchtbar, einsam. Die Brutalität, mit der die Gegenwart beschrieben wird, ist ekelhaft, grausam und egoistisch. Jeder ist sich selbst der nächste. Der Kontrast zur Vergangenheit, der durch die Rezitation alter Lieder aufgezeigt wird, ist hart. Ja. Ich habe das gesehen, ja, ich finde das interessant, ja, ich mag die Grundstory, ja, es ist super wichtig 🚨. Hat es mich berührt. Leider nein. 😢

    14. Jan. 2026

  • 2,0

    📌 "Wir ertappten uns dabei, dem Unschuldigen wie dem Henker Böses zu wünschen. Wir waren nicht imstande, sie zu unterscheiden." - S. 61 Vom erschütternden Leben in Venezuela, in dem es Tag für Tag gilt zu überleben. Nachdem Adelaida ihre Mutter beerdigt hat versucht sie sich alleine durchzuschlagen. Gewalt ist in den Straßen von Caracas an der Tagesordnung, das Leben geprägt von Verlusten, Leid und Kummer. Hoffnung gibt es kaum, diesem Elend zu entfliehen, doch Adelaida gibt nicht auf. Als sich ihr die Gelegenheit zur Flucht bietet, nutzt sie ihre Chance. ... Ich bin ehrlich, ich hatte wenig bis keine Vorstellung vom Leben in Venezuela und fand die dortigen im Buch beschriebenen Verhältnisse erschütternd. Trotzdem hat mir dieser Roman leider nur mäßig gefallen, da die Protagonistin für mich unnahbar geblieben ist, was vielleicht am teilweise sehr sachlichen Erzählstil lag. Wäre das Buch nicht so dünn gewesen, hätte ich es wohl nicht beendet.

    25. Sept. 2024

  • buchstabe
    buchstabe

    24 Follower

    4,5

    Einleitung vertraut, steigernd beängstigend , mittig hängend, zum Ende hin verschreckend

    Kennt man sich in der venezolanischen Geschichte und Politik etwas aus, hat man eine diffuse Ahnung, über welche Themen die Autorin schreiben möchte. Doch anders als journalistische Texte wie Reportagen (die Autorin ist eigentlich Journalistin) kann ein solcher Roman die Leserschaft tiefer in psychischer und emotionaler Hinsicht berühren und aufwühlen. Der Einstieg, wenn man solche Art Bücher kennt, wirkt vertraut. Man begleitet die Protagonistin Adelaida zur Beerdigung ihrer Mutter. Schon da sieht man wie durch einen zarten Vorhang die Schrecken Caracas und des Landes. Noch bewegt man sich wie die Hauptfigur in einer fragilen Sicherheit, die schlagartig zerstört wird. Immer mehr versinkt man in der Trostlosigkeit, Hoffnungslosigkeit und Ohnmacht einer Nation in ständiger Revolution und Diktatur. Schrecken, Gewalt und der Tod sind durchweg präsent und Adelaida droht zu ertrinken und ersticken. In Erinnerungen wird ihr selbst klar und der Leserschaft vor Augen geführt, wie Venezuela einst war. Welche Schönheit, Kultur und trügerische Prosperität. Und während ihre Gegenwart immer verzweifelter wird, verdüstern sich auch die Erinnerung einer alten Zeit - bis sie schließlich eine Andere wird. Interessant fand ich, dass Mutter und Tochter den gleichen Vornamen haben. Immer wieder im Text erwähnt die Hauptfigur, dass sie so tot ist wie ihre Mutter. Für mich ist dies ein Spiegelbild. Sie waren eine Einheit, eine Symbiose, welche Stück um Stück starb. Eine neue Person wurde „geboren“ (aus einer weiteren Toten geschaffen), um schließlich mit dem letzten Funken der Macht in der Ohnmacht zu fliehen. Die Sprache ist nicht einfach. So gibt es äußerst poetische Stellen, wenn man sich im Gedankenstrom befindet. Diese wechseln zu fast schon sterilen und vulgären Beschreibungen, um schließlich mit erzählerischen Abschnitten ergänzt zu werden. Sicherlich ist es EINE Geschichte einer fiktiven Person, welche sich im gehobenen Bildungsbürgertum bewegt - aufgestiegen durch Bildung. Andere Lebenswelten werden nur am Rande sichtbar, wie sie dies auch für die Hauptfigur nur sind. Es ist ein gutes, erschütterndes und wichtiges Buch - aus einer Region, die zu häufig von Europa übersehen wird.

    21. Aug. 2024

3 von 12 Rezensionen

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