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Das dritte Land

4,1(8)
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Über das Buch

»Das dritte Land« ist der zweite Roman von Karina Sainz Borgo; ihr Debüt »Nacht in Caracas« wurde zu einem Welterfolg.

Angustias Romero ist auf der Flucht vor der Seuche. Mit ihrem Mann und den siebenmonatigen Zwillingen auf dem Rücken ist sie unterwegs in die Berge, auf dem Weg ins rettende Nachbarland. Überall Beschwernis, Hitze und Staub. Die beiden Kinder überleben die Reise nicht.
An der Grenze unterhält Visitación Salazar einen illegalen Friedhof: Das dritte Land. Gegen den Widerstand von Kartellen und Todesschwadronen bietet sie den Ausgestoßenen einen Grabplatz. Hier endlich findet die Mutter für die toten Zwillinge einen Ort. Sie beschließt, bei ihnen zu bleiben und die Totengräberin in ihrem Kampf zu unterstützen.
Mit der Wucht einer antiken Tragödie erzählt Karina Sainz Borgo von Flucht und Hoffnung auf Rettung, mit ihrem Roman setzt sie der realen Totengräberin im »dritten Land« ein Denkmal.

Der Roman wurde 2023 mit dem Prix Jan Michalski ausgezeichnet.

Editionen (1)

ISBN9783103971224
VerlagS. FISCHER
Erscheinungsdatum22.02.23
Seitenzahl320

Rezensionen & Bewertungen

8 Bewertungen

3 Rezensionen

4,1

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  • kanelbolle
    kanelbolle

    22 Follower

    4,0

    Ich hab mich anfangs schwer getan mit dem Buch. Der Schreibstil ist eher nüchtern und so fiel es mir trotz heftiger Schicksalsschläge schwer einen emotionalen Zugang zu den Charakteren zu finden. Doch dann kam er, der Zugang, von völlig unerwarteter Seite: dem ständig kuschenden Bürgermeister. Seine Scham und sein Wunsch für seine Kinder ein anständiger Mensch zu sein, zu dem sie aufblicken können, hat irgendwie einen Nerv getroffen, so real und eindringlich war es beschrieben. Auch Consuelos Schicksal und die generelle Ungerechtigkeit, der sie sich ausgesetzt fand, ging mir sehr zu Herzen.

    26. Juni 2025

  • godelewa
    godelewa

    40 Follower

    3,0

    Ein Friedhof für heimatlose Tote

    Das Buch lässt mich etwas zwiegespalten zurück. Es gibt Einblick in die Grenzregion Venezuelas, wo die Migranten aus dem Osten des Landes in einer völlig regellosen Welt zwischen Guerillas und lokalen Drogenbaronen hin und her geworfen werden, während die Einheimischen leicht genervt davon vor sich hin leben. Die Schicksale, die das Buch berichtet, sind von großer Härte und die Charaktere auch eigentlich liebenswert und vielschichtig, aber der nüchterne Erzählton ließ mich seltsam unberührt zurück.

    Ein Friedhof für heimatlose Tote

    26. Aug. 2024

  • von_buch_zu_buch
    von_buch_zu_buch

    152 Follower

    4,0

    Nach „Nacht in Caracas“ war auch dieser Roman von Karina Sainz Borgo wieder heftig. Es geht um einen Friedhof und eine sehr besondere Frau, die die Toten in Würde begräbt. Ringsum fällt die Welt zusammen; Armut, Korruption und Gewalt greifen massiv um sich. Sehr eindrücklich, traurig und trotzdem sehr gut.

    16. Jan. 2024

Autorin / Autor

Über Karina Sainz Borgo

Karina Sainz Borgo wurde 1982 in Caracas geboren und lebt seit 2006 in Spanien, wo sie für die Tageszeitung ABC arbeitet. Sie schreibt außerdem Reportagen und Kolumnen für verschiedene Zeitungen und Blogs in Spanien und Lateinamerika. 2019 erschien ihr erster Roman »Nacht in Caracas«, der weltweit gefeiert und in 26 Sprachen übersetzt wurde. »Das dritte Land« ist ihr zweiter Roman, er wurde mit dem Prix Jan Michalski ausgezeichnet.

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