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Der "weisse" Sport
Spätestens seit den Funden der namenlosen Gräber, wohl besser „Verscharrungsorte“ von Kinderleichen in Kanada vor einigen Jahren können wir zumindest erahnen, was für Verhältnisse in den staatlichen „Schulen“ für Kinder der First Nations herrschten. Die „Wilden“ umerziehen zu wollen, ihnen ihre Sprache und Kultur zu nehmen um sie zu gottesfürchtigen Hüllen zu machen und sie dann zu benutzen machte sich die katholische Kirche mit dem Segen des Staates zur Aufgabe. Saul berichte von seinem Aufwachsen an so einem Ort und wir werden hineingeworfen in eine Welt, die nur schwer zu ertragen ist. Aber Saul hat ein Talent, was ihm hilft zu überleben: Eishockey. Er schafft es aus eigener Kraft, sich diesen Sport beizubringen und sein Talent zu entwickeln, Eishockey wird seine Passion. Er schafft es fast zu einer Profikarriere. Aber er kann sich gegen den konstanten Rassismus der Gesellschaft nicht behaupten und zerbricht daran. Er muss einen langen Weg gehen, sich vor allem aber ganz erinnern, um sich heilen zu können und seine inneren Kämpfe zu befrieden. Richard Wagamese wirft uns rasant in eine dichte Geschichte, die zu grossen Teilen an seine eigene Kindheit und Jugend angelehnt ist. Ähnlich dem Tempo eines guten Eishockeyspiels präsentiert sich die Erzählung so dicht, so voller Wandlungen, dass sie zu eskalieren droht. Sie tut es nicht! Hier beweist Wagamese wieder einmal sein grosses Schreibtalent. Man sagt den Ojibwe nach, sie würden brillante Geschichtenerzähler sein, eine Aussage die Wagamese immer wieder und auch hier bewiesen hat. Ein überaus wichtiges Buch gegen das Vergessen, hier als grossartige Geschichte vermittelt.
16. Feb. 2025
Der "weisse" Sport
Spätestens seit den Funden der namenlosen Gräber, wohl besser „Verscharrungsorte“ von Kinderleichen in Kanada vor einigen Jahren können wir zumindest erahnen, was für Verhältnisse in den staatlichen „Schulen“ für Kinder der First Nations herrschten. Die „Wilden“ umerziehen zu wollen, ihnen ihre Sprache und Kultur zu nehmen um sie zu gottesfürchtigen Hüllen zu machen und sie dann zu benutzen machte sich die katholische Kirche mit dem Segen des Staates zur Aufgabe. Saul berichte von seinem Aufwachsen an so einem Ort und wir werden hineingeworfen in eine Welt, die nur schwer zu ertragen ist. Aber Saul hat ein Talent, was ihm hilft zu überleben: Eishockey. Er schafft es aus eigener Kraft, sich diesen Sport beizubringen und sein Talent zu entwickeln, Eishockey wird seine Passion. Er schafft es fast zu einer Profikarriere. Aber er kann sich gegen den konstanten Rassismus der Gesellschaft nicht behaupten und zerbricht daran. Er muss einen langen Weg gehen, sich vor allem aber ganz erinnern, um sich heilen zu können und seine inneren Kämpfe zu befrieden. Richard Wagamese wirft uns rasant in eine dichte Geschichte, die zu grossen Teilen an seine eigene Kindheit und Jugend angelehnt ist. Ähnlich dem Tempo eines guten Eishockeyspiels präsentiert sich die Erzählung so dicht, so voller Wandlungen, dass sie zu eskalieren droht. Sie tut es nicht! Hier beweist Wagamese wieder einmal sein grosses Schreibtalent. Man sagt den Ojibwe nach, sie würden brillante Geschichtenerzähler sein, eine Aussage die Wagamese immer wieder und auch hier bewiesen hat. Ein überaus wichtiges Buch gegen das Vergessen, hier als grossartige Geschichte vermittelt.
16. Feb. 2025






