Blick ins Buch

Romane

Das weite Herz des Landes

4,4(52)
Sprache
Deutsch
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Über das Buch

Als der sechzehnjährige Franklin Starlight herbeigerufen wird, um seinen Vater Eldon, den er kaum kennt, zu besuchen, trifft er auf einen vom Alkohol gezeichneten, dem Tode geweihten Mann. Die beiden machen sich auf den Weg durch das raue Herzland British Columbias und auf die Suche nach einer letzten Ruhestätte, wo Eldon nach Art der indianischen Krieger beerdigt werden will.

Auf der Reise erzählt der Vater dem Sohn seine Lebensgeschichte, die Momente der Verzweiflung genauso wie die Tage der Hoffnung und des Glücks - und so entdeckt Franklin eine Welt, die er nicht kannte, eine Geschichte, die ihm fremd war, und ein Erbe, das er hüten kann.

Mit einem Nachwort von Katja Sarkowsky, Professorin für Amerikanistik an der Universität Augsburg.

Editionen (2)

ISBN9783453426337
VerlagHeyne
Erscheinungsdatum10.08.22
Seitenzahl288

Rezensionen & Bewertungen

52 Bewertungen

16 Rezensionen

4,4

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  • kath26
    kath26

    80 Follower

    4,5

    Großer Geschichtenerzähler, aber es hat mich nicht zu 100% emotional berühren können. Muss vermutlich noch ein wenig sacken

    4,5 Sterne „Einmal halb tot ist bestimmt besser als für immer halb lebendig.“ Dieses eine kurze Zitat aus dem Buch „Das weite Herz des Landes“ von Richard Wagamese zeigt sicherlich schon, dass man es hier mit keiner einfachen Geschichte zu tun hat. Mir hat dieses Buch eine liebe Lesefreundin (eigentlich mehr als eine) wärmstens empfohlen und deshalb auf meine „12 Books für 2025“-Liste gesetzt. Und auch ich konnte mich dem sehr ruhigen, aber auch sehr atmosphärischen Erzählstil des Autoren nicht entziehen und mochte dieses Buch sehr. Am Highlight ist es bei mir allerdings knapp vorbeigeschrammt. Was mir letztlich am Highlight gefehlt hat, kann ich gar nicht genau sagen. Es ist wohl eher ein Gefühl im Nachhinein, gerade im (eigentlich verbotenen) Vergleich mit anderen Büchern, die mich in diesem Jahr noch mehr begeistern konnten. Vielleicht muss ich mich aber auch erst an die Art und Weise, wie Richard Wagamese Geschichten erzählt, gewöhnen. Er wäre nicht der erste Autor, den ich mit jedem weiteren Werk, das ich von ihm lese, mehr ins Herz schließe. Sprachlich fand ich das Buch aber wirklich großartig erzählt. Die Bilder, die Atmosphäre waren sofort da bzw. zu spüren. Allerdings fehlt mir ein Hinweis, in welcher Zeit das Buch spielt, es gibt schon Autos, aber irgendwie wirken manche Bilder, manche Szenen wie aus der Zeit gefallen. Vielleicht ist aber auch gerade das die Kunst des Autoren. Die äußerst rauen und wortkargen Dialoge waren äußerst passend zu den Figuren, von denen ich vor allem „den Alten“ von Anfang an in Herz geschlossen habe. Die Erzählkunst von Richard Wagamese hat mich völlig in eine andere Kultur und Welt entführt und so war es für mich ein Buch, an dem ich mich mit entsprechender Muße und Ruhe richtig festlesen, reinsinken lassen konnte, auch wenn das Buch wirklich nicht immer einfach war. Und auch wenn es für mich knapp am Highlight vorbeigeschrappt ist, so möchte ich es dennoch als Leseempfehlung jedem ans Herz legen, der sich für solche Geschichten interessiert.

    30. März 2025

  • nane278
    nane278

    16 Follower

    5,0

    Mein 1. Buch von Richard Wagamese und ich fand es großartig. Eine ruhige Geschichte, mit wunderbaren Naturbeschreibungen und kantigen Charakteren. Der atmosphärische Schreibstil hatte mich von der 1. Seite an. Für mich ein Highlight und eine absolute Leseempfehlung.

    21. Aug. 2024

  • bucherfuellt
    bucherfuellt

    76 Follower

    4,0

    Ein unverhofftes Lesevergnügen

    Ganz zufällig bin ich über diesen Roman gestoßen und muss zu meiner Schande gestehen, dass ich vorher noch nie von diesem Autor gehört hatte - Gott sei Dank hat sich das jetzt geändert. Das Buch las sich mit einer ruhigen, unaufgeregten Stimme, die es aber umso deutlicher schaffte, einen Eindruck zu hinterlassen. Ganz überzeugend schilderte mir der Autor von einer aufwühlenden Vater-Sohn-Dynamik, von Schuld und Ohnmacht, von Tradition und gefühlter Verbundenheit und einer authentischen Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte und deren Auswirkungen auf nächste Generationen. Das Buch hat mich tief gerührt, zum Nachdenken angeregt und es geschafft, ein abgerundetes Ende zu bieten, das mich trotz auswegloser Gegebenheiten nicht ganz hoffnungslos hinterlassen hat. Eine absolute Leseempfehlung!

    15. Okt. 2023

3 von 16 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Richard Wagamese

Richard Wagamese, geboren 1955 im Nordwesten Ontarios, gehört zu den bedeutendsten Schriftstellern Kanadas und indigenen Stimmen der First Nations. Er veröffentlichte 15 Bücher, für die er vielfach ausgezeichnet wurde, u.a. mit dem Publikumspreis des Canada-Reads-Programms des staatlichen Rundfunks für den Roman "Der gefrorene Himmel", dessen von Clint Eastwood produzierte Verfilmung ebenfalls preisgekrönt wurde. Als Kind von seinen Eltern getrennt, aufgewachsen in Heimen und bei Pflegefamilien, die ihm eine Beziehung zu seinen indigenen Wurzeln verboten, wurde Wagamese erst im Alter von 23 Jahren wieder mit seiner Familie vereint. Er ließ sich in Kamloops, British Columbia, nieder, wo ihm später von der Thompson Rivers University die Ehrendoktorwürde verliehen wurde. Richard Wagamese verstarb im Jahr 2017.

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