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Heimkehren

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Über das Buch

›Heimkehren‹ spannt einen kühnen Bogen vom Ghana des 18. Jahrhunderts bis in die USA der Gegenwart. Die Geschichte setzt mit Effia und Esi ein – Schwestern, deren Lebenswege von Anfang an getrennt verlaufen. Es ist Effias Stamm, die Fante, der Hand in Hand mit den Briten das Geschäft der Versklavung Tausender betreibt. Über Jahrhunderte profitieren Effias Nachkommen davon oder verzweifeln daran, so wie ihr Enkel James. Dessen Urenkel wiederum, der kluge Yaw, muss erkennen, dass man in diesem gnadenlosen Spiel als Schwarzer nur verlieren kann, weil am Ende stets die Weißen profitieren. Esi, ihre Kinder und Kindeskinder kämpfen vom ersten Tag an in Amerika ums Überleben. Ihre willensstarke Tochter Ness nimmt jedes Leid auf sich, um ihr Kind zu retten. Ihr Enkel schuftet in den Kohleminen Alabamas für ein besseres Leben in Freiheit, das jedoch selbst noch seiner Tochter Willie im Harlem der Sechzigerjahre verwehrt bleibt. Hat die vorerst letzte Generation schließlich die Chance, einen Platz in der Gesellschaft zu finden, den sie Heimat nennen kann und wo man nicht als Menschen zweiter Klasse angesehen wird? New-York-Times-Bestseller

Editionen (5)

ISBN9783832164607
VerlagDuMont Buchverlag
Erscheinungsdatum08.10.18
Seitenzahl416

Merkmale

1 Bewertungen

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Rezensionen & Bewertungen

491 Bewertungen

88 Rezensionen

4,5

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  • peschma
    peschma

    12 Follower

    5,0

    Beeindruckende Geschichte(n)

    Die beiden (sich nie begegnenden) Halbschwestern Effia und Esi leben in Westafrika in unterschiedlichen Lebensumständen. Während die eine als Ehefrau eines Briten, der unmittelbar mit dem Sklavenhandel zu tun hat, an der Goldküste (heutiges Ghana) lebt, wird die andere gefangen genommen und als Sklavin nach Amerika verschifft. Diese zwei Stränge der Geschichte werden von Generation zu Generation parallel weitergeführt und umfassen eine Spanne von ca. 1760 bis in die 2000er Jahre. Ein Stammbaum im Anhang erleichtert die Verortung. Der leicht zu lesende Roman konnte einen guten Spannungsbogen halten, da man neugierig war, wie die Geschehnisse der vorangegangenen Episoden sich in der nächsten Generation auflösen werden. Direkt, brutal, aber auch einfühlsam wird anhand der Protagonisten die grausame Geschichte der Sklaverei (in Afrika und Amerika), der Ausbeutung, des Kolonialismus, des alltäglichen Rassismus und Colorismus, später auch der Befreiung eindrucksvoll nacherzählt. Die Autorin macht den Sadismus und die Menschenverachtung spürbar, damals wie auch heute - heftig und schonungslos. Auch Aspekte, die mir nicht so geläufig waren, werden von der Autorin beschrieben: „James wusste, dass die Briten seit Jahren Stammeskriege schürten, da ausnahmslos alle Kriegsgefangenen an sie verkauft wurden.“ (S. 128) Das Buch hat mich dazu gebracht, einzelne Aspekte zu recherchieren und nachzulesen. Trotzdem strahlt die Geschichte auch Hoffnung aus, wenn die Protagonisten sich von Kolonialherren und im Laufe der Erzählung auch von anderen Zwängen befreien können oder für ihre Rechte kämpfen. Nach sieben Generationen mit unterschiedlichen Lebenswegen kommt es am Ende zu einer Verbindung der beiden Stränge, deren Symbolik schön gewählt war: Feuer und Wasser (auf dem Cover der Ausgabe von Dumont zu sehen), die unterschiedliche Traumata darstellen, welche tief in der Historie der beiden Linien vergraben waren.

    Beeindruckende Geschichte(n)

    6 Stunden vor

  • sulalu
    sulalu

    53 Follower

    5,0

    Sklaverei - Missbrauch - Systemische Unterdrückung - Verlust - Trauma über Generationen hinweg. Das war harte Kost, manchmal kaum auszuhalten. Beschrieben ist es dennoch eher leise, aber tiefgehend und nachhaltig erschütternd – man merkt, wie sich Gewalt über Jahrhunderte fortsetzt. Sicher ein sehr wichtiges Buch das zur Aufklärung und Erinnerung beiträgt. Ein „Mahnmal“ für Menschlichkeit und Würde.

    29. Apr. 2026

  • charly93
    charly93

    126 Follower

    4,5

    Wow! Das war ein langer, harter Weg! Dieses Buch ist so wichtig, es ging mir unter die Haut, es hat mich zum Weinen gebracht , mich zerrissenen und zerstört. Aber so wichtig! Wenn ich mir eines hätte wünschen können- ich wäre gerne ein wenig tiefer in die Leben der einzelnen Personen eingestiegen. Aber dann wäre es wohl ein mega Wälzer geworden. Leseempfehlung!

    23. Juli 2025

3 von 88 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Yaa Gyasi

YAA GYASI, 1989 in Ghana geboren, ist im Süden der USA aufgewachsen. Sie hat Englische Literatur an der Stanford University studiert und einen Abschluss des Iowa Writers‘ Workshop. Ihr Debüt ›Heimkehren‹ (DuMont 2017), das in den USA und England wochenlang auf den Bestsellerlisten stand, wurde in über 20 Sprachen übersetzt und ist mit mehreren Preisen ausgezeichnet worden, u. a. dem Pen/Hemingway Award. Yaa Gyasi lebt in Brooklyn/New York.

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