
5 Follower
Hab irgendwie keine Meinung zu diesem Buch und am Schluss blieben bei mir Fragezeichen hängen.....
5. Feb. 2023
Hab irgendwie keine Meinung zu diesem Buch und am Schluss blieben bei mir Fragezeichen hängen.....
5. Feb. 2023
Blick ins Buch
29 Bewertungen
8 Rezensionen
3,9
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5. Feb. 2023
5. Feb. 2023

37 Follower
Können wir dem Leben entfliehen, in das wir geboren wurden? In der sengenden Hitze des amerikanischen Südens setzt Fay einen Fuß vor den anderen. Mit abgetragenen Kleidern am Leib und einer Handtasche über dem Arm, der ihren ganzen Besitz in Form von zwei Dollarscheinen und wenigen Zigaretten enthält, läuft Fay die Straße entlang. Dort wo sie herkam, kann sie nicht mehr bleiben. Mit der familiären Bruchbude im Wald lässt sie Gewalt und Armut zurück. Zumindest für eine Weile. Fay trampt, eine Küstenstadt als Ziel, dessen Namen sie mal aufgeschnappt hat und schlittert in die verschiedenen Schicksale der Menschen, die ihr Essen und eine Übernachtung gewähren. So viel Glück wie sie hat, an einen gutherzigen Polizisten zu geraten, der sie bei sich und seiner Frau aufnimmt, so viel Pech widerfährt ihr auch. Sie kostet von einem Leben, fürsorglich umsorgt, mit einem guten Dach über dem Kopf, in einem Haus direkt am See. Doch so ausgiebig sie auch badet, sich in neue Kleider steckt und gutes Essen kostet, ihre Identität klebt an ihr und lässt seine schmutzigen Finger nicht los. Und so muss Fay wieder und wieder staubige Straßen entlang laufen, auf dem Weg zum nächsten Laden, für ein paar Bier, Zigaretten und ein Sandwich, auf der Suche nach einer neuen Bleibe. Die Männer die sie berührt zieht sie mit sich und steuert auf einen Schlusspunkt zu, der nur schwarz oder weiß enden kann. Der Roman „Fay“ des Autors Larry Brown wurde 2000 veröffentlicht. Das Cover prägt ein Getreidefeld unter blauem Himmel, ein einzelnes Farmhaus mit Pick Up am Horizont. Mehr braucht es nicht, um mich zu reizen, denn der amerikanische Süden ist mein absoluter Sehnsuchtsort, den ich in Romanen liebe zu erkunden. So haben mich auch die 650 Seiten nicht abgeschreckt – zum Glück- denn ich wurde mit einer intensiven Geschichte belohnt. Larry Brown beschreibt die einzelnen Stationen seines Handlungsstranges so ausführlich, dass ich das Gefühl habe, ich sei selbst dort gewesen. In all den Trailern, auf der Fahrt im Pick Up über den Highway, im rauchverhangenen Striplokal, draußen auf dem See in einem Boot. „Fay“ ist grandios und zermürbend zugleich und reiht sich nach Abschluss ins Regal meiner Lieblinge ein. Übersetzt von Thomas Gunkel Larry Brown starb im Alter von 53 Jahren an einem Herzinfarkt, R.I.P
8. Apr. 2023
Können wir dem Leben entfliehen, in das wir geboren wurden? In der sengenden Hitze des amerikanischen Südens setzt Fay einen Fuß vor den anderen. Mit abgetragenen Kleidern am Leib und einer Handtasche über dem Arm, der ihren ganzen Besitz in Form von zwei Dollarscheinen und wenigen Zigaretten enthält, läuft Fay die Straße entlang. Dort wo sie herkam, kann sie nicht mehr bleiben. Mit der familiären Bruchbude im Wald lässt sie Gewalt und Armut zurück. Zumindest für eine Weile. Fay trampt, eine Küstenstadt als Ziel, dessen Namen sie mal aufgeschnappt hat und schlittert in die verschiedenen Schicksale der Menschen, die ihr Essen und eine Übernachtung gewähren. So viel Glück wie sie hat, an einen gutherzigen Polizisten zu geraten, der sie bei sich und seiner Frau aufnimmt, so viel Pech widerfährt ihr auch. Sie kostet von einem Leben, fürsorglich umsorgt, mit einem guten Dach über dem Kopf, in einem Haus direkt am See. Doch so ausgiebig sie auch badet, sich in neue Kleider steckt und gutes Essen kostet, ihre Identität klebt an ihr und lässt seine schmutzigen Finger nicht los. Und so muss Fay wieder und wieder staubige Straßen entlang laufen, auf dem Weg zum nächsten Laden, für ein paar Bier, Zigaretten und ein Sandwich, auf der Suche nach einer neuen Bleibe. Die Männer die sie berührt zieht sie mit sich und steuert auf einen Schlusspunkt zu, der nur schwarz oder weiß enden kann. Der Roman „Fay“ des Autors Larry Brown wurde 2000 veröffentlicht. Das Cover prägt ein Getreidefeld unter blauem Himmel, ein einzelnes Farmhaus mit Pick Up am Horizont. Mehr braucht es nicht, um mich zu reizen, denn der amerikanische Süden ist mein absoluter Sehnsuchtsort, den ich in Romanen liebe zu erkunden. So haben mich auch die 650 Seiten nicht abgeschreckt – zum Glück- denn ich wurde mit einer intensiven Geschichte belohnt. Larry Brown beschreibt die einzelnen Stationen seines Handlungsstranges so ausführlich, dass ich das Gefühl habe, ich sei selbst dort gewesen. In all den Trailern, auf der Fahrt im Pick Up über den Highway, im rauchverhangenen Striplokal, draußen auf dem See in einem Boot. „Fay“ ist grandios und zermürbend zugleich und reiht sich nach Abschluss ins Regal meiner Lieblinge ein. Übersetzt von Thomas Gunkel Larry Brown starb im Alter von 53 Jahren an einem Herzinfarkt, R.I.P
8. Apr. 2023

289 Follower
!!!VORSICHT SPOILER!!! ...nach knapp 400 Seiten abgebrochen... Der Fokus, der hier auf sexuellen Handlungen wirklich jeglicher Art liegt geht für mich einfach nicht mehr, alle 2,3 Seiten kommt in der Hinsicht wieder so eine Szene, meist Vergewaltigung etc. ... die Handlungen der Protagonisten sind oft nicht nachvollziehbar und Charaktertiefe könnte ich ebenfalls nicht finden ... Sehr schade ...
19. Sept. 2022
!!!VORSICHT SPOILER!!! ...nach knapp 400 Seiten abgebrochen... Der Fokus, der hier auf sexuellen Handlungen wirklich jeglicher Art liegt geht für mich einfach nicht mehr, alle 2,3 Seiten kommt in der Hinsicht wieder so eine Szene, meist Vergewaltigung etc. ... die Handlungen der Protagonisten sind oft nicht nachvollziehbar und Charaktertiefe könnte ich ebenfalls nicht finden ... Sehr schade ...
19. Sept. 2022
3 von 8 Rezensionen
Autorin / Autor
Larry Brown, geboren 1951 in Oxford, Mississippi, begann seine Schriftstellerkarriere als schreibender Feuerwehrmann. Nachdem er jahrelang erfolglos versucht hatte, seine Kurzgeschichten und Romane veröffentlicht zu bekommen, erschien 1988 unter dem Titel Facing The Music seine erste Kurzgeschichtensammlung. Weitere Short Storys und fünf Romane komplettieren das Werk des Mannes aus Mississippi, der auch außerhalb der Südstaaten Kultstatus besaß und vielfach ausgezeichnet wurde. Mit seinem Werk beeinflusste er viele Songwriter, von denen einige ihm nach seinem Tod infolge eines Herzinfarkts im November 2004 mit dem Tribute-Album Just One More die Ehre erwiesen. Fay war 2017 der erste ins Deutsche übersetzte Roman.
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