Blick ins Buch

Historische Romane

Die Wölfe von Pompeji

4,2(81)
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Deutsch
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Über das Buch

»Die Wölfe von Pompeji« ist ein historischer Roman, der das lange übersehene Leben der Frauen im antiken Pompeji neu betrachtet. Perfekt für Fans von Pat Barker und Madeline Miller.

»Amara: Verkauft von ihrer Mutter. Versklavt in einem Bordell. Entschlossen für ihre Freiheit zu kämpfen.«

Amara war eine geliebte Bürgerstochter, bis der Tod ihres Vaters ihre Familie ins Elend stürzte. Jetzt gehört sie einem Mann, den sie verachtet, und ist Teil der Wölfinnen von Pompeji, eine Sklavin im berüchtigtsten Bordell der Stadt. Zusammen mit den anderen Mädchen versucht sie jeden Tag zu überleben. Trotz ihrer Ängste und Sorgen können sie sich aufeinander verlassen. Und Amaras Geist ist noch lange nicht gebrochen. Scharfsinnig und einfallsreich erkennt sie, dass die Straßen von Pompeji voller Möglichkeiten stecken und alles in dieser Stadt seinen Preis hat. Aber wie viel wird ihre Freiheit kosten?

Im antiken Pompeji, das seinem Schicksal unausweichlich entgegentritt, schildert Elodie Harper abgrundtiefe Kontraste zwischen Reichtum und Elend, Männern und Frauen, freien Bürgern und rechtlosen Sklaven.

Band eins der »Wolfshöhlen-Trilogie«

»Eine großartige Geschichte über das Schicksal und Leben mutiger Frauen, die sich den Umständen nicht beugen wollen, um das bessere Leben kämpfen und einander in jeder Hinsicht unterstützen. Beeindruckende Bilder entstehen beim Lesen dieser bewegenden Geschichte. Mit großem Vergnügen empfehle ich diesen Roman an alle Interessierten. Mir hat es ausgesprochen gut gefallen.« ((Leserstimme auf Netgalley))

»Trotz der harten Realität des Lebens als Sklavenprostituierte war dieses Buch auch mit so viel Hoffnung, Liebe und Humor zwischen den Frauen erfüllt.
Die Autorin hat einen brillanten historischen Roman geschrieben. Ich es kaum erwarten kann, zu lesen, wie Amaras Reise weitergeht.« ((Leserstimme auf Netgalley))

»Elodie Harper beschreibt das erschütternde Schicksal von Sklavinnen. Man wusste, das ihr Leben hart war, aber so entsetzlich – darüber hat man nicht nachgedacht. Die Geschichte einer starken Frau, emphatisch und doch unterhaltsam zu lesen. In einem Rutsch verschlungen!« ((Leserstimme auf Netgalley))

ISBN9783492506625
VerlagPiper
Erscheinungsdatum01.06.23
Seitenzahl460

Rezensionen & Bewertungen

81 Bewertungen

22 Rezensionen

4,2

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  • nisanur24
    nisanur24

    1194 Follower

    4,5

    Fesselnd 🧡 »Dies ist wahrlich ein Goldenes Zeitalter; denn mit Gold lassen sich hohe Ehren kaufen; mit Gold kauft man Liebe.«

    Als ich jugendlich war, war TV-Konsum eine ganz andere Art von Spaß und Entspannung. Ich erinnere mich so gerne an die Tage, an denen ich krank zu Hause lag und Filme erwischt habe, die ich sonst nie gesehen hätte, weil ich in der Schule gewesen wäre. Dieses Gefühl, etwas zufällig zu entdecken, wovon man null Plan hat – wie es heißt, wie alt es ist, was einen erwartet – und dann nach der ersten Werbepause zu denken: Omg, ich darf den Anfang nicht verpassen, ich muss wissen, wie das heißt! Genau dieses Gefühl hat mir dieses Buch gegeben. 👀😂 Ich weiß nicht, ob ihr das relaten könnt aber ich hoffe ja. Von Beginn an ist man mitten drin. Es ist unfassbar gut und interessant geschrieben, und es hat mir wirklich wehgetan, es wegzulegen und schlafen zu gehen. Ich wollte unbedingt wissen, was dieses Buch verbirgt: Was kommt? Was hat es auf sich? Entwickelt es sich so, wie ich denke? Wird es brutal? Wird es angesichts des Settings im Bordell zu vulgär oder zu schlimm? Was kommt auf mich zu? Das Buch war – obwohl ich nur durch den Klappentext neugierig wurde und sofort gekauft habe – eine riesige Überraschung. Und dank des lebhaften und übertrieben guten Erzählstils ist man mitten drin, wenn nicht sogar eine der Frauen (Gott bewahre natürlich 😭😂). Aber ihr versteht, was ich meine: Man glaubt, die Frauen zu kennen, man spürt die Situation, sie erdrückt einen manchmal. Man ist gespannt wie ein Bogen, wenn etwas passiert. Man fühlt. Man lebt. Man zittert mit. Wahnsinn. Hier und da kommt meine Dark-Romance-Leserseele durch – besonders, was die nicht wirklich vorhandenen „Love Interests“ betrifft. Aber ich sag’s ehrlich: Auch wenn ich weiß, dass es kein Liebesroman ist, es macht übertrieben viel Spaß, mit den Männern (bzw. für die Männer ) mitzufiebern und ein paar Szenen oder Wünsche im Kopf durchzuspielen. Wir haben einerseits Felix, den Zuhälter von Amara und den anderen Girls. Und spätestens nach seinem letzten Geständnis war ich wieder wie am Anfang: Er könnte… er wird es nie… er würde sie niemals gehen lassen… aber es könnte eine bewegende Love Story sein. Hahahahahaha und jetzt denken alle, die das Buch kennen: „Was stimmt nicht mit dir?“ 🤣🤣 Und wahrscheinlich habt ihr recht. Also scheiß auf Felix, wir haben unseren Sklavenjungen. 😬🌚Von dem wir nur ab und zu etwas lesen, aber wenn, dann ist es intensiv. Er ist verliebt.🥹 Und man fühlt das. Man fühlt mit beiden. Aber gleichzeitig hat man so ein ungutes Gefühl … könnte er ein Lügner sein? Bitte NEIN 😮‍💨 Das würde mich zerstören 🫣😂 Ich habe zu viel Hoffnung in ihn. Diese kleinen Rendezvous, ihre Treffen, diese Botschaften, die sie an die Wand kratzen … 😭😭😭 come on Girls. Er ist eine Maus. Aber da unsere Queen Amara gerissen, schlau und stark ist (ich liebe alles an ihr!!!), spielt sie ihre Karten bisher ziemlich clever aus. Und Rufus … (ich bin kein Fan von Rufus) … aber vielleicht ist er derjenige, der ihr am Ende beim letzten Sprung hilft. Ich glaube zwar nicht, aber ich lasse mich überraschen. Die Frauen, alle sind so gut getroffen und beschrieben. Man kann sie super unterscheiden. Am Anfang denkt man: „Oh je, so viele Frauen, so viele Namen“ – aber es ist wirklich nicht schwer, ihnen zu folgen. Amara ist eine Protagonistin zum Lieben. Ihre Geschichte ist spannend, fesselnd und interessant. Die Beziehungen zwischen den Frauen, ihre Beziehungen zu den Männern, was sie tut, was sie plant, wie klug sie handelt – alles ist gelungen und macht unglaublich Spaß. Ihr könnt euch vorstellen, wie happy ich war, als ich erfahren habe, dass es eine Reihe ist und noch zwei Bände auf mich warten 😂🙂‍↔️ Und jaaaa … tut euch selbst einen Gefallen und lest nicht den Klappentext von Band 2 oder 3. Ihr werdet soooo hässlich gespoilert wie ich 😂😂 Seit gestern bin ich nur so: Wie??? Was?? Warum??? Mit wem?!?! Ich bin durch. Ich hoffe auf den Sklavenjungen, aber das wird niemals Realität 😮‍💨😭 Das Ende ist ein einziger Fiebertraum für uns alle, die Band 2 nicht greifbar haben 😂 also meeeeeee. Ich freue mich viel zu sehr auf die Folgebände und darauf, wie Amara all das meistert, wie es ihr ergeht – und Rufus … Girls, ich habe immer noch einen bitteren Geschmack im Mund, wenn ich seinen Namen lese. Da kommt noch was … er ist … kosmisch. Alles in allem: eine lebhafte, bildhafte und bewegende Story über Amara und die Wölfinnen von Pompeji. Ich hätte nie gedacht, dass mich ein historischer Roman so fesseln würde, aber er hat mir zwei Nächte reines Lesefieber geschenkt. Ich kann es euch nur empfehlen.🧡 Noch kurz etwas zum Thema Vulgarität oder „Aktszenen“: Nein. Es wird nichts beschrieben – also der Akt an sich. Vulgär ist es joa unten könnt ihr bissle reinlesen aber es ist passend und nicht übertrieben. Ja, die Begriffe sind nicht immer sanft, aber man wird weder überhäuft noch erdrückt. Es passt einfach. Alles in allem ist es sehr rund und man kann es wirklich leicht genießen und lieben. Kurze Randinfo, weil spannend. Pompeji existiert heute noch, aber nicht als lebende Stadt. Es ist eine archäologische Ausgrabungsstätte in Italien. Die antike Stadt wurde im Jahr 79 n. Chr. beim Ausbruch des Vesuvs komplett unter Asche begraben und später wieder freigelegt. Man kann Pompeji heute besuchen, aber dort lebt niemand – es sind Ruinen, Straßen und erhaltene Häuser, die wie eine eingefrorene Momentaufnahme wirken. Im Buch sehen wir Pompeji jedoch in seiner lebendigen Zeit – die Welt, in der Amara als Hure/ Sklave leben musste. ⤵️ »›Morgen fange ich an zu leben‹, sagst du, Postumus: immer morgen. Sag mir, dieses ›morgen‹, Postumus, wann kommt es? Wie weit ist dieses ›morgen‹ noch entfernt?« Martial, Epigramm 5,58 »Parfüms sind der sinnloseste aller Luxusartikel... Ihr größter Reiz besteht darin, dass eine vorbeigehende Frau damit auch diejenigen anlockt, die eigentlich beschäftigt sind.« Plinius der Ältere, Naturgeschichte Wer das Leben verachtet, weist leicht Gott zurück.« Graffiti in Pompeji ••• »Das ist eine von meinen.« Sie schaut auf. Ein Sklave beobachtet sie. Amara beeilt sich, die Lampe verlegen zurückzustellen. »Entschuldigung.« »Nein, ich meine, ich habe sie entworten.« »Besitzen tue ich keine davon.« Er ist sehr gut aussehend stellt Amara fest. Schlank, mit dunklem Haar und einem freundlichen, offenen Gesicht. Er sieht überhaupt nicht aus wie Felix, denkt sie. Dann fragt sie sich, warum der Vergleich für sie überhaupt eine Rolle spielt. Er kommt zu ihr, nimmt die Lampe wieder aus dem Regal und dreht sie um. »Das ist mein Zeichen«, sagt er und berührt ein Symbol auf der Rückseite, den griechischen Buchstaben M. ••• »Meiner Familie ging das Geld aus«, sagt er. » Und ich war das Letzte, was sie zu verkaufen hatten.« Er wirkt verlegen angesichts ihres Schweigens. »Ist das die Lampe, die du möch-test?«, fragt er. Sie errötet. Ihr Umhang verdeckt ihre bunte Toga und ihre nackten Beine. Er hat keine Ahnung, was sie ist. Und jetzt wird sie diesen schönen Fremden aus Athen um eine Ladung Schwanzlampen bitten müssen. »Mein Herr wohnt gegenüber dem Elefant«, beginnt sie langsam. Auf seinem Gesicht flackert ein Hauch von Verständnis auf. ••• »Was bist du nur für eine selbstlose Hure. Ich kann nicht glauben, dass du versuchst, mich reicher zu machen.« Er blickt auf die silbernen Ohrringe. »Du kannst nicht ernsthaft anneh-men, dass du etwas von dem zusätzlichen Geld zu Gesicht bekommen würdest. Du bist nicht so schlau, wie du aussiehst, wenn du denkst, dass ich den Gewinn mit dir teilen werde,« Mit einer verschwörerischen Geste winkt Felix sie näher heran. »Also sag mir, worum ging es dir?« Amara ist misstrauisch. »Ich weiß es nicht.« »Komm schon«, sagt Felix. »Ich werde nicht böse sein. Ich frage nur, weil es mich interessiert. Also sag es mir «»Warum hast du mich gekauft?«, fragt sie. »Ich wurde als Konkubine angeboten. Ich bin gebildet, ich spiele die Leier. Ich weiß, das hat dich mehr gekostet. Wenn du all diese Fähigkeiten nicht für dich haben wolltest, warum hast du es dann getan? Was für eine Investition bin ich, wenn ich den Rest meiner Tage da unten in den Zellen schufte?« ••• »Was für ein neuer Kunde?« »Ein Mann namens Rufus. Er wird dich darum bitten, mich für einen Abend zu kaufen.« Sie zögert, denn sie weiß, wie sehr Felix es hasst, Ratschläge zu erhalten. »Ich hoffe, dass er eine langfristige Investition ist, also denke ich, dass es besser wäre, am Anfang nicht zu viel zu verlangen, damit er auch weiterhin zahlt.« »Du leitest jetzt also das Geschäft, oder wie?« »Nein«, sagt sie. »Ich wollte nicht ...« »Amara«, erwidert Felix und grinst. »Das war ein Scherz. Das hast du gut gemacht. Der alte Mann hat einen guten Preis bezahlt.« Er nimmt eines der Kleider in die Hand »Wenn dieser neue Kunde zu einem Stammkunden wird, kannst du sie behalten und anziehen, wenn du mit ihm ausgehst. Wenn nicht, werde ich sie verkaufen.« Er winkt mit der Hand zu den Kleidern, die sie noch anhat. »Aber jetzt brauchst du sie bestimmt nicht zu tragen.« Amara hat geahnt, dass er sie dazu zwingen würde, sich umzuziehen, und ihre alte grelle Toga von unten mit heraufgebracht. Sie zieht sich aus und reicht ihm die neuen Kleider. »Du hast zugenommen«, sagt er und betrachtet sie, während sie sich anzieht. »Es steht dir.« »Dann solltest du mich mehr füttern«, sagt sie und riskiert einen Scherz. »Wenn es dir so gefällt.« Felix schüttelt den Kopf, sieht aber amüsiert aus. Eine Erinnerung an die Nacht, die sie zusammen verbracht haben, kommt ihr wieder in den Sinn. Wie er seinen Kopf an ihre Schulter gelegt hat. ••• »Und ich glaube, er liebt dich. Ich habe ihn noch nie so viel für eine andere Frau tun sehen. Nicht einmal annähernd.« »Die Liebe, die ein Herr für seinen Sklaven empfindet, ich nehme an, das ist alles, was einer von uns erhoffen kann, um sich darauf ein Leben aufzubauen.«❤️‍🩹🧡

    Fesselnd 🧡 »Dies ist wahrlich ein Goldenes Zeitalter; denn mit Gold lassen sich hohe Ehren kaufen; mit Gold kauft man Liebe.«

    19. Nov. 2025

  • niloreads
    niloreads

    52 Follower

    4,5

    „Nichts gehört einem nicht einmal das Glück.“🏛️

    Wow was ein Buch! Das Buch zog mich von Anfang an in eine andere Welt, die mich wirklich umgehauen hat. Fünf starke Frauen, denen jegliche Würde, Lebensfreude und Selbstbestimmung genommen wurden, um bitter versklavt zu werden. Das Buch nimmt uns mit in eine Welt, in der die Hoffnung auf ein besseres Leben fast wie ein unerreichbarer Traum wirkt. 🍂 Ein selbstbestimmtes Leben ist purer Luxus. Ein Leben mit riesigen Hunger nach Anerkennung und gefangen in der Wolfshöhle, kämpfen sie sich durch, und genau dieser Hunger entfacht in einigen von ihnen einen unglaublich fesselnden Kampfgeist für die Freiheit. Kurz gesagt war es eine emotionale Achterbahnfahrt. Denn die Geschichte steckt voller Liebe, voller Hoffnung, voller Mut, aber auch voller Hass. 🫂 Das Buch hat mich einfach so süchtig gemacht, dass ich das es einfach nicht mehr aus der Hand legen wollte.

    18. Feb. 2026

  • charis
    charis

    188 Follower

    5,0

    My Roman Empire 😊

    Dieses Buch nimmt uns mit nach Pompeij vor dem großen Ausbruch des Vesus. Es geht um Frauenfreundschaft und Überleben in schwierigen Zeiten als Sklavin in einem Bordell. Elodie Harper schreibt so lebendig, dass Pompeij vor Deinem inneren Auge entstehen.

    20. Juli 2024

3 von 22 Rezensionen

SocialReads

Seitenbasierte Kommentare

Seite 7917%
maraju
maraju6. Dez. 2025

Das Buch ist ganz anders, als ich es erwartet habe. Bisher empfinde ich es eher ist es derbe und flach und die weiblichen Figuren tun mir leid. Starke Frauen, im Sinne von Role Models sehe ich nicht wirklich. Der Umgang untereinander mag okay sein, aber doch sind alle Opfer eines beschissenen Systems, das man mit so einem Roman ja irgendwie reproduziert a la "Ach die hatten ja untereinander als Sklavinnen und Huren im Bordell zusammen gehalten, ist ja gar nicht so schlimm. Mit fiebern tut man dann doch und es liest sich leicht weg.

Autorin / Autor

Über Elodie Harper

Elodie Harper ist Journalistin und preisgekrönte Kurzgeschichtenautorin. Ihre Geschichte »Wildes Schwimmen« gewann 2016 den Kurzgeschichtenwettbewerb »Bazaar of Bad Dreams«, unter der Jury von Stephen King. Derzeit ist sie Reporterin bei ITV News Anglia und arbeitete zuvor als Produzentin für Channel 4 News. Elodie Harper studierte in Oxford neben englischer Literatur auch lateinische Poesie, seither hat sie ein Faible für die Antike. »Die Wölfe von Pompeji« ist ein #1 London Times Bestseller.

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