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Romane

Penelope und die zwölf Mägde

3,7(176)
Sprache
Deutsch
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Über das Buch

Penelope – die spartanische Prinzessin gilt als Sinnbild der treu liebenden Ehefrau und Mutter, die jahrzehntelang geduldig die Heimkehr des heldenhaften Ehemanns erwartet. So erzählt es die »Odyssee«, aber ist es auch die Geschichte, die Penelope selbst erzählen würde? Nein, findet Margaret Atwood. Ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen hält ihre Penelope Rückschau auf ihr Leben, berichtet von der gnadenlosen Konkurrenz mit der hübschen Cousine Helena, von der Zwangsverheiratung mit Odysseus, einem Mann, dem der Ruf vorauseilte, ein Aufschneider zu sein, und den Intrigen und Skandalen am Hofe Ithakas. Ergänzt wird Penelopes Erzählung vom Chor ihrer Mägde, die ihren Dienst mit dem Leben bezahlten und nun nach Gerechtigkeit verlangen.

Editionen (5)

ISBN9783442316809
VerlagGoldmann
Erscheinungsdatum13.10.22
Seitenzahl192

Rezensionen & Bewertungen

176 Bewertungen

36 Rezensionen

3,7

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  • conny.liest
    conny.liest

    74 Follower

    4,0

    Eine neue Seite einer alten Geschichte.

    Ein antiker Sagenstoff, eine Frauenperspektive, die Frage nach Gerechtigkeit – eine super Mischung.

    18. Apr. 2026

  • tumbleread
    tumbleread

    47 Follower

    3,0

    In Penelope und die zwölf Mägde von Margaret Atwood erleben wir die Geschichte der Odyssee aus weiblicher Perspektive. Penelope lebt nun im Hades und erzählt ihre Sicht auf die Geschehnisse während Odysseus’ Abwesenheit. Verquirlt mit Anekdoten aus der Gegenwart erfahren wir von ihrem Leidensweg, dem Konkurrenzkampf mit Helena und ihrem Kampf gegen die Freier bis zur Rückkehr ihres Ehemannes. Alles gespickt mit „Theatereinlagen“ der zwölf Mägde, also Liedern, nachgespielten Szenen mit Regieanweisungen und zum Schluss einem Schauprozess gegen Odysseus selbst. (Wer die Odyssee nicht kennt: Odysseus ließ die Mägde am Ende aufhängen, da er sie für treulos hielt, obwohl sie nur auf Geheiß seiner Gattin handelten.) Mein erstes Buch von Margaret Atwood und ich hätte schlechter kaum starten können. Ich bin ein großer Fan der griechischen Mythologie, aber dieses Buch hat mir vieles an der Odyssee verleidet. Falls das Buch einen feministischen Touch haben sollte, ist dieser bei mir nicht angekommen. Penelope kommt wirklich nicht gut weg: farblos und bieder wirkt sie. Auch wenn sie ihr Verhalten während ihres Lebens teils kritisch betrachtet, wird sie nicht müde, für alles eine Entschuldigung zu finden. Dass sie ihre Mägde erst ausgenutzt und dann ins offene Messer hat laufen lassen, findet bei ihr gar keine Erwähnung. Stattdessen werden die armen Frauen im Hades von ihr noch angeschrien, sie sollten den armen Odysseus doch endlich in Ruhe lassen. Irgendwann müsse es ja auch mal gut sein mit der Rache, oder? Von den Mägden selbst erfährt man in den kurzen Abschnitten ebenfalls nicht viel. Natürlich das Übliche über das Leben als Sklavinnen und die harte Arbeit und bitte nicht falsch verstehen: Ich will keineswegs sagen, dass das nicht grausam war. Frau, Sklavin, Freiwild. Aber es fehlt an persönlichen oder konkreten Einblicken. Durch die Textpassagen der Mägde, die an eine Theateraufführung erinnern sollen, wirken diese für mich zudem vom restlichen Text entkoppelt. Ich hatte ständig das Gefühl, zwei Geschichten zu lesen, die nicht wirklich zusammengehören. Vielleicht sollte das eine Art Klassengegensatz darstellen, Monarchie vs. Dienerschaft, aber das kam bei mir nicht wirklich an. Auch sprachlich fühlte ich mich überhaupt nicht abgeholt. Penelopes moderne Sprache passte für mich nicht in den Kontext und wirkte stellenweise einfach nur albern und überzogen. Man muss eine Geschichte ja nicht verstauben lassen, aber das war mir einfach zu viel. Am Ende weiß ich nicht genau, was mir das alles geben sollte. Gerade die alten Sagen und Mythen bieten großartiges Material für feministische Literatur – das haben uns zum Beispiel Jennifer Saint und Madeline Miller bewiesen. Aber dieses Buch verfehlt leider vieles von dem, was es hätte sein können. Schade.

    19. Apr. 2026

  • herbsteule
    herbsteule

    300 Follower

    4,0

    Eine wirklich unterhaltsame Geschichte aus der Sicht Penelopes, Ehefrau von Odysseus. Damit bekommt die Odyssee einen ganz anderen Blickwinkel😉

    4. Okt. 2023

3 von 36 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Margaret Atwood

Margaret Atwood, geboren 1939 in Ottawa, gehört zu den bedeutendsten Autorinnen unserer Zeit. Sie schreibt Romane, Erzählungen, Gedichte und Essays. Ihr dystopischer Roman „Der Report der Magd“ wird als Kultbuch verehrt. Atwood wurde vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Man Booker Prize und dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Sie lebt in Toronto.

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