Blick ins Buch

Historische Romane

Shinwa. Stimmen der Nebelwälder

3,8(23)
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Über das Buch

Eine weibliche Samurai und der Kampf um ein gerechtes Japan: Auftakt des historischen Epos aus dem 18. Jahrhundert

Japan, um 1780: Während der Kaiser kaum seinen Palast verlässt, regieren der Shogun und die Fürsten das Land mit harter Hand. Die junge Aoi träumt davon, eines Tages als Geschichtenerzählerin die Menschen zu inspirieren. Das Schreiben muss die Tochter eines Bauern jedoch heimlich lernen. Als der Vulkan Asama ausbricht, leidet bald auch Aois Dorf unter Missernten. Korrupte Beamte verschlimmern die einsetzende Hungersnot, bis schließlich Aois kleine Schwester am Hunger stirbt. Nur wenig später verliert sie auch ihren Bruder und die Mutter, die sich der Obrigkeit widersetzten. Erst die abtrünnige Samurai Himari bringt den Dorfbewohnern neue Hoffnung. Zwischen Himari und Aoi entsteht eine Freundschaft, die das Leben von beiden für immer verändern wird.

Für Leser*innen epischer historischer Romane, Japan-Begeisterte und die Fans von Shogun.

Der Autor Christian Gerhard (@author.japan) erreicht auf TikTok regelmäßig bis zu 200.000 Japan-Fans.

Die Geschichte von Aoi wird im historischen Roman »Shinwa. Das Echo der Worte« fortgesetzt.

Editionen (1)

ISBN9783426562086
VerlagKnaur
Erscheinungsdatum01.04.25
Seitenzahl496

Merkmale

2 Bewertungen

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Rezensionen & Bewertungen

23 Bewertungen

10 Rezensionen

3,8

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  • 4,0

    Historisch inspirierter Roman über die Edo-Zeit, Rebellion und Weibliche Samurai

    „ Eine bestimmte Tat kann legendär werden. Sie wird zum SHINHWA. Zum Mythos.“ (S. 160) „Es sind Geschichten, die Imperien erbauen. Die Geschichte von einem Kaisergrab und einer Kriegerin, die sich erhob, die Menschen zu ermächtigen. So würde die Geschichte beginnen. Es sollte eine Geschichte werden, eine Legende, die den Titel Shinwa verdient hatte. Und die Legende nahm ihren Anfang.“ (S.491) Neben meinem generellen Interesse an Romanen über Japan, hat mich der Hintergrund des Autors Christian Gerhard auch sehr angesprochen. Er hat Ostasienwissenschaften studiert und selbst 10 Jahre in Japan gelebt. Das Wandern in den Japanischen Alpen, das Denkmal einer berühmten Samurai-Kriegerin und ein historischer Bauernaufstand, an dem auch eine Frau beteiligt gewesen sein soll, haben ihn zu diesem Roman inspiriert und zu viel Recherche geführt. Christian Gerhard möchte in dieser Dilogie die weiblichen Samurai ins Rampenlicht rücken, die es so auch wirklich gegeben hat und die bis heute verehrt werden. So führt uns der Autor nach Japan ins 18.Jahrhundert in die Edo-Zeit. Das Land wird vom Shogunat der Familie Tokugawa und den Daimyos regiert, die durch strenge Regeln und soziale Hierarchien (ein Vier-Klassen-System, keine Vermischung der Klassen) bestimmt wird. Als der Vulkan Asama ausbricht, versinkt das umliegende Land unter einer Aschewolke und die Ernten der Bauern sind zerstört, die Felder nicht mehr zu bestellen. Die Bauerntochter Aoi ist mir ihrer Familie und dem Dorf in dem sie lebt, von dem Unglück stark betroffen. Der dort herrschende Daimyo lässt sein Volk aber komplett im Stich, sendet keine Hilfe zum Wiederaufbau, geschweige denn Nahrungsmittel. Während seine eigenen Vorratsspeicher voll sind, verhungert das Volk. Aus dieser Not geboren schließen sich die Überlebenden der Hungersnot zusammen und wollen gegen den Daimyo rebellieren. Schon bald nehmen sie eine Samurai-Kriegerin des Daimyo gefangen, die die Misstände erkennt und den Feudalismus beenden will. Denn:„Ein Herrscher muss das Herz seiner Untertanen gewinnen. Das darf nicht in Vergessenheit geraten, doch das ist es leider. Als ich gesehen habe, dass die Menschen einander vor Hunger aufgefressen haben und der Daimyo nicht geholfen hat, habe ich gespürt, dass es so nicht weitergehen kann. Dass wir Mitmenschlichkeit brauchen, so, wie es der Kodex der Samurais fordert.“ (S.256) Sie schlägt sich auf die Seite der Rebellen und nimmt Aoi unter ihre Fittiche. Eigentlich wollte Aoi Geschichtenerzählerin werden, doch nun ist ihre Zukunft geprägt von Kampf und Überleben. Wird es ihnen gelingen? Man merkt dem Roman an, dass Christian Gerhard weiß wovon er schreibt; die Atmosphäre ist toll eingefangen, es lässt sich flüssig lesen, und ich konnte in meiner Fantasie wunderbar ins Historische Japan reisen. Wir haben hier starke Frauenfiguren, die sich weiterentwickeln und für sich und ihre Überzeugungen einstehen. Ich mochte, das Aoi ihre Leidenschaft des Geschichten-Erzählens trotzdem weiterverfolgt und wir hier hin und wieder eine ´Geschichte in der Geschichte ´ bekommen. Einzig die doch recht einseitige Darstellung der Charaktere hat mir nicht so gut gefallen; es gibt hier wenig Grauschattierungen, „die Guten“ sind gut, „die Bösen“ durchweg böse. Auch waren mir manche Konflikte zu unglaubhaft und schnell heraufbeschworen, was auch mit einer gewissen Leichtgläubigkeit einherging. Abgesehen davon hat mich das Buch aber sehr gut unterhalten und nach diesem Ende möchte ich den zweiten Band auch unbedingt lesen - der erscheint ja glücklicherweise schon im Juni! Für Alle, die sich für Japanische Geschichte interessieren, auf jeden Fall eine Leseempfehlung.

    Historisch inspirierter Roman über die Edo-Zeit, Rebellion und Weibliche Samurai

    8. Apr. 2025

  • 5,0

    Spannend und außergewöhnlich! 💫

    Japan im 18. Jahrhundert. Die junge Bauerstochter Aoi träumt davon, eine große Geschichtenerzählerin zu werden. Doch in einer Zeit, in der Mädchen und Frauen kaum Zugang zu Bildung haben, scheint das nahezu unmöglich. Als eine Naturkatastrophe das Dorf und die Gegend, in der Aoi lebt, in Mitleidenschaft zieht, kann sie ihren Traum fast begraben. Die Bevölkerung wird komplett im Stich gelassen, Verzweiflung und Hunger regieren. Da taucht die abtrünnige Samurai Himari auf, die selbst schon einiges durchgemacht hat. Die Dorfbewohner hoffen, dass sich nun wieder alles zum Guten wendet. Auch Aoi. Und so entwickelt sich mit der Zeit zwischen Aoi und Himari eine Freundschaft, die die Zukunft der beiden für immer verändert… „Shinwa - Stimmen der Nebelwälder“ bietet alles, was eine gute Geschichte braucht. Ein Mädchen, das bereits im Kopf rebelliert, indem es einen Beruf ergreifen möchte, der hauptsächlich Männern vorbehalten wird. Eine weibliche Samurai, die ebenso eine Seltenheit ist. Ein Volk in Angst und Verzweiflung. Der Versuch, starre Machthierachien aufzubrechen und dabei für etwas Gutes zu kämpfen. Und eine Freundschaft, die ihresgleichen sucht. Der Autor nimmt einen hier bildlich mit in das alte Japan, lässt die Figuren lebendig werden, lässt sie einen spüren mit all ihren Emotionen. Ich habe mich beim Lesen gefühlt, als wäre ich direkt vor Ort. Dabei ist das Buch keines, das man mal so nebenbei liest. Zwar nicht unnötig kompliziert geschrieben, aber doch durchaus anspruchsvoll. Das liegt aber eher an Ort und Zeit, in der die Geschichte angesiedelt ist. Mir hat es Spaß gemacht, darin abzutauchen. Schön, dass es noch einen zweiten Band gibt. Von mir bekommt der erste Band „Shinwa - Stimmen der Nebelwälder“ volle ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️. - Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar erhalten. Meine Meinung ist davon unabhängig. -

    Spannend und außergewöhnlich! 💫

    7. Sept. 2025

  • vanilope
    vanilope

    40 Follower

    4,5

    Historisches Japan, weibliche Samurai und Revolution

    Unterwegs im historischen Japan, hat mich das Buch sehr gut unterhalten. Vieles habe ich neu dazu gelernt, habe immer wieder Gegenstände oder Worte nachgeschlagen. es war mir eine Freude an der Geschichte teilzuhaben. Leider waren die Charaktere zu stark, schwarz oder weiß, es gab keine Grautöne, und manchmal waren die emotionalen Verhaltensweisen recht unglaubwürdig. Zusätzlich fand ich es sprachlich nicht ganz so meins, es war desöfteren recht einfach geschrieben.  Habe in jedem Fall Lust, den zweiten Teil zu lesen, denn ich will ja schließlich wissen, wie es mit Aoi und Akanka weitergeht. 

    24. Apr. 2026

3 von 10 Rezensionen

SocialReads

Seitenbasierte Kommentare

Seite 8217%
vanilope
vanilope6. Apr. 2026

Oh oh, das riecht nach Problemen … Shinya ist wohl heißbegehrt. Doch vermutlich wird er das naive, übermoralische kleine Mädchen vorziehen.

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1 Kommentar verdeckt

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Autorin / Autor

Über Christian Gerhard

Christian Gerhard wurde 1982 geboren. Nach dem Studium der Ostasienwissenschaften arbeitete er in Tokyo in der Technikbranche.Die Inspiration für seine Geschichten schöpft der Autor von den Menschen und Mythen der Metropolen ebenso wie aus den ländlichen Gegenden. Insgesamt lebte Christian Gerhard knapp zehn Jahre in Japan.Der Autor Christian Gerhard erreicht auf Social Media regelmäßig bis zu 200.000 Japan-Fans.

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