Blick ins Buch

Krimis

Die rote Frau

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Über das Buch

»Alex Beer, der neue spannende Stern am österreichischen Krimi-Himmel.« Kronen Zeitung

Wien, 1920: Während die Stadt immer noch mit den Folgen des Krieges zu kämpfen hat, wird August Emmerich endlich in die AbteilungLeib und Leben versetzt. Doch während seine Kollegen dort den aufsehenerregenden Mordfall an dem beliebten Stadtrat Richard Fürst bearbeiten, müssen Emmerich und sein Assistent Ferdinand Winter den Babysitter für die berühmte Schauspielerin Rita Haidrich spielen, die um ihr Leben fürchtet. Dabei stoßen sie jedoch nicht nur auf eine ominöse Verbindung zu Fürst, sie kommen einem perfiden Mordkomplott auf die Spur, das bis in die höchsten Kreise reicht. Und Rita soll das nächste Opfer sein …

Vielstimmig und typisch wienerisch gelesen von Cornelius Obonya.

(6CDs, Laufzeit: ca. 7h 59)

Editionen (4)

ISBN9783837141306
VerlagRandom House Audio
Erscheinungsdatum21.05.18

Rezensionen & Bewertungen

75 Bewertungen

16 Rezensionen

4,2

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  • beajayy
    beajayy

    433 Follower

    3,5

    Alex Beer entführt den Leser wieder ins Wien der Zwischenkriegszeit, atmosphärisch dicht, historisch fesselnd, aber spannungstechnisch mit Durchhängern. Wer Lokalkolorit schätzt, wird belohnt, wer knackige Krimispannung sucht, muss Geduld mitbringen.

    Als ich die erste Seite von „Die rote Frau” aufschlug, war es, als würde ich durch ein altes Tor in ein Wien treten, das längst vergangen ist und doch erschreckend nah wirkt. Die Gassen der Zwischenkriegszeit, die Schatten an den Hauswänden, die Stimmen einer Stadt im Umbruch. Alex Beer hat mich wieder in ihre Welt gezogen. Ich bin gerne mit Kommissar Emmerich durch dieses Wien gestreift. Im zweiten Band der Reihe begleitete ich ihn durch einen neuen Fall, der mich tiefer in die Abgründe der 1920er Jahre geführt hat. Die Atmosphäre ist greifbar, das Lokalkolorit sitzt wie ein maßgeschneiderter Mantel. Beer versteht es, historische Details so einzuweben, dass man das Kopfsteinpflaster unter den Füßen spürt und den Rauch der Kaffeehäuser riecht. Der Fall selbst ist vielschichtig konstruiert, die Spannung baut sich behutsam auf manchmal vielleicht etwas zu behutsam. Die Stärke des Buches liegt eindeutig in seiner Atmosphäre und den historischen Bezügen. Beer schafft es, das Wien der 1920er Jahre lebendig werden zu lassen, ohne in bloße Geschichtsstunden zu verfallen. Emmerich bleibt eine facettenreiche Figur, deren innere Konflikte nachvollziehbar sind. Besonders beeindruckend ist die Verbindungen zur Gegenwart. Themen wie politische Radikalisierung, gesellschaftliche Spaltung und die Mechanismen von Propaganda fühlen sich beklemmend aktuell an. Man liest Geschichte und denkt unweigerlich an heute. So atmosphärisch das Buch ist, so sehr fehlt ihm stellenweise der Biss. Die Handlung plätschert über weite Strecken dahin, die Spannung kommt erst spät in Fahrt. Manche Wendungen waren vorhersehbar, andere wirkten etwas konstruiert. Auch die Nebencharaktere bleiben teilweise blass, Schatten statt vollständiger Personen. Für einen Krimi hätte ich mir mehr Tempo und schärfere Kontraste gewünscht. Am Ende fühlte sich „Die rote Frau” an wie ein Spaziergang durch ein Museum bei Dämmerlicht, faszinierend in seiner Detailtreue, aber nicht immer packend genug, um einen vollständig in den Bann zu ziehen. Trotzdem ist es ein solides, atmosphärisches Wiedersehen mit Emmerich, das vor allem durch seine historischen Parallelen zum Nachdenken anregt.

    20. Nov. 2025

  • lillith_or_eva
    lillith_or_eva

    201 Follower

    5,0

    So eine tolle Reihe!

    Alex Beer hat es auch diesmal geschafft, mich vollkommen in die Zeit zurückzuziehen. Die rote Frau ist nicht nur spannend erzählt, sondern überzeugt vor allem durch die sorgfältig eingearbeiteten historischen Hintergründe, die dem Roman Tiefe und Glaubwürdigkeit verleihen. Besonders beeindruckt hat mich, wie feinfühlig die Figuren entwickelt werden. August Emmerich bleibt für mich eine der faszinierendsten Ermittlerfiguren, voller Ecken und Kanten – und sein Assistent Winter steht ihm in nichts nach, wenn auch auf ganz andere Art und Weise. Er ist der perfekte Kontrast zu Emmerich, ohne, dass es zu gewollt wirkt. Gemeinsam bilden die beiden ein Duo, dem man einfach gern folgt, gerade weil sie so menschlich, verletzlich und zugleich entschlossen sind. Das Buch ist fesselnd und hat mich bis zur letzten Seite begeistert. Für alle, die historische Krimis lieben und Wert auf lebendige Charaktere legen, ist Die rote Frau ein echtes Highlight.

    20. Aug. 2025

  • alex_loves_books
    alex_loves_books

    130 Follower

    5,0

    Ganz großes Kino...bin absolut begeistert von dieser Reihe..hat mir richtig gut gefallen. Wien in den 20igern ein schrulliger Kriminalbeamten und sein junger Kollege lösen spannende Fälle. Absolute Leseempfelung...

    7. Apr. 2025

3 von 16 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Alex Beer

Alex Beer, geboren in Bregenz, hat Archäologie studiert und lebt in Wien. Nach »Der zweite Reiter«, der von der Presse hochgelobt und mit dem Leo-Perutz-Preis ausgezeichnet wurde, erscheint mit »Die rote Frau« der zweite Band der spannenden Reihe um Kriminalinspektor August Emmerich, nominiert für den renommierten Friedrich-Glauser-Preis 2019.

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