Was geschieht, wenn der Mensch sich aller Moral entledigt und nur noch um sich selbst kreist? Über die Kräfte, die uns formen, sowohl die dunklen als auch die hellen.
Eine winzige Insel vor der norwegischen Küste: Kristian Hadeland, erfolgreicher Künstler mit einer Karriere in London und einer bevorstehenden Retrospektive am MoMa in New York, hat sich in die Abgeschiedenheit zurückgezogen. Er will seinem Leben ein Ende setzen. »Tod und Vergänglichkeit«, das war das große Thema seines fotografischen Werks, mit dem er sich über sämtliche Regeln hinwegsetzte und in der Kunstwelt für Furore sorgte. Für diesen Ruhm ist er einen faustischen Bund eingegangen. Jetzt steht er vor den Trümmern eines rücksichtslosen Lebens und bittet um Erlösung. Möglicherweise vergeblich.
Karl Ove Knausgårds neuester Roman »Die Schule der Nacht« ist Teil der großangelegten
Morgenstern
-Serie, die LeserInnen und KritikerInnen in der ganzen Welt begeistert. Ausgangspunkt ist das plötzliche Erscheinen eines neuen Sterns am Himmel, der unheimliche Kräfte freisetzt, sämtliche physikalische Regeln sprengt und die Menschen auf ihr Innerstes zurückwirft.
Wie bereits Teil 2 der Morgenstern-Reihe, konzentriert sich Teil 4 wieder auf den Hintergrund einer Randfigur aus der größeren Erzählung. Dieses Mal geht es um Kristian (dessen Name zuvor nur beiläufig erwähnt wird) und nach diesem 672-Seiten-Wälzer können wir erahnen, warum er so eine mysteriöse Rolle einnimmt. Denn hier geht es um nicht weniger als um einen Pakt mit dem Teufel, der als Motiv das gesamte Buch durchzieht.
Es ist unmöglich, hier kurz zusammenzufassen, was Knausgård über Hunderte Seiten mit dem Leser macht. Wie immer lässt mich der Autor mit ratternden Gedanken zurück ("mindblown" trifft es ganz gut). Wie viele Male wird er das wohl im Rahmen von "Morgenstern" noch tun? Meinetwegen könnte es ewig so weitergehen...
7. Feb. 2026
4,5
Wie bereits Teil 2 der Morgenstern-Reihe, konzentriert sich Teil 4 wieder auf den Hintergrund einer Randfigur aus der größeren Erzählung. Dieses Mal geht es um Kristian (dessen Name zuvor nur beiläufig erwähnt wird) und nach diesem 672-Seiten-Wälzer können wir erahnen, warum er so eine mysteriöse Rolle einnimmt. Denn hier geht es um nicht weniger als um einen Pakt mit dem Teufel, der als Motiv das gesamte Buch durchzieht.
Es ist unmöglich, hier kurz zusammenzufassen, was Knausgård über Hunderte Seiten mit dem Leser macht. Wie immer lässt mich der Autor mit ratternden Gedanken zurück ("mindblown" trifft es ganz gut). Wie viele Male wird er das wohl im Rahmen von "Morgenstern" noch tun? Meinetwegen könnte es ewig so weitergehen...
Daher hatte er das also. Sie hatte ihn mit Informationen gefüttert, und er hatte so getan, als zöge er sie aus dem eigenen Hut.
"The School of Night" war eine Ansammlung bedeutender Menschen im elisabethanischen England, die, nun, kontrovers war? Kann man das sagen?"
"Verborgene Oppositionelle," sagte Vivian. "Dissidenten. So ähnlich wie in der DDR. Sie behielten das, was sie wirklich dachten, für sich."
"Allerdings. An einem ihrer Abende soll Marlowe eine Vorlesung über Atheismus gehalten haben."
"Aber ist Doktor Faustus ein Audruck dafür? Darüber haben wir diskutiert". ...
- Zitat, Seite 192
Mit viel Spannung wurde der 4. Band der Morgenstern Reihe von Karl Ove Knausgård erwartet. Gerade der letzte Teil "Das dritte Königreich" hatte die Grundthematik der Serie mit viel Vitalität aufgenommen und mit den wechselnden Perspektiven und seinen (teilweise beunruhigenden) philosophischen Fragestellungen in seinen Bann gezogen.
Doch diese Geschichte ist (leider) ganz anders. Zwar werden Bilder und Elemente aus den vorherigen Büchern aufgegriffen und das Thema Tod (und Teufel), welches bereits eine Rolle spielte, wird hier zum Fokus. Aber dieses zentrierte Schreiben, welches sich wie verrückte Kreise in unsere Lesehirne schraubte, fehlt hier schmerzhaft und das liegt hauptsächlich an der einseitigen, sehr konzentrierten, Erzählperspektive.
Denn dieser Ich-Erzähler Kristian mit dem schönen Gesicht und dem weichen Haar ist ein richtiger Kotzbrocken. Nun sind Geschichten mit Antihelden nicht unbedingt uninteressant und am Anfang verfolgen wir den 20jährigen Studenten aus Norwegen, der sich mit viel Ehrgeiz und Engagement in London der 1980er Jahre einen Namen als berühmter Fotograf machen möchte, mit Spannung. Die Begegnung mit einem älteren Künstler namens Hans, der ihm den Auftrag für das Programmheft der anstehenden Theateraufführung von "Doktor Faustus" von Marlowe, verleiht seiner Kreativität neuen Schwung. Aber als es nicht nur bei einem Raub eines Tierkadavers aus den Müllsäcken einer Tierpraxis (eine makaber amüsante Szene) bleibt, sondern eine öffentliche Fahndung zum Mord an einem Obdachlosen mit seiner Person in Verbindung gebracht wird, stellt sich für den angehenden Künstler die Frage, ob er nicht unbedacht einen teuflischen Pakt eingegangen ist ...
Ohne Frage versteht es der Autor packende Szenen zu entwerfen und gekonnt Elemente aus der Zeitgeschichte, Mystik, Religion und Kunst in eine sehr aktuell wirkende Geschichte einzubauen. Aber dieser amoralische Antiheld ist auf Dauer einfach zu eindimensional und fast schon langweilig. Da die Menschen in seinem Umfeld ja nur durch seine Brille gesehen werden, bleiben sie leider auch ziemlich flach, was vor allem bei Hans, der ja eigentlich eine geheimnisvolle und charismatische Figur sein soll, total schade ist.
Frauen sind im Prinzip nur vögelbar und vielleicht sollte diese Reduzierung aufs Objekt ein gewisser Kunstgriff sein, aber das jeweilige Eindringen in die Weiblichkeit war irgendwann dann auch ein abgenutzter Vorgang.
Im hinteren Teil wird es dann noch einmal etwas interessanter, als sich Kristian nicht nur mit Hamlet auseinandersetzt, sondern auch den Familienvater mimt. Aber auch hier verrät der Autor uns leider nicht, wie es dazu kommen konnte, dass unserem unsozialen Erzähler plötzlich eine zauberhafte Ehefrau und ein wundervolles Kind beschieden war. Aber natürlich kennen wir unsere Klassiker und wissen, diese Geschichte wird kein rosiges Ende nehmen, oder doch?
Die Verbindung mit den anderen Morgenstern Büchern ist so lose, dass man den Roman auch sehr gut als eigenständiges Werk lesen kann. Die Insel, auf der Kristian schließlich strandet und ein gewisser junger Mann können vertraut erscheinen, aber das ist eher unwesentlich. Wesentlich spannender ist die Frage, ob der Autor im kommenden Band das eine oder andere Rätsel lösen wird, oder ob Personen dann in der Handlung wieder auftauchen, die hier manchmal so plötzlich von der Bildfläche verschwanden.
Was wieder vollends überzeugt, ist die geschmeidige Übersetzung von Paul Berf.
FAZIT
Obwohl mich die Lektüre (bei der sehr hohen Erwartung) etwas enttäuscht hat, ist das Ganze natürlich irgendwo auch Meckern auf hohem Niveau. Vielleicht hat es dem Autor einfach dazu gedrängt, mal einen konsequent amoralischen und egozentrischen Charakter in Szene zu setzen - mit allen Konsequenzen. Und das hat er durchgezogen - zu 100 Prozent.
Aber für das nächste Buch erhoffe ich mir wieder mehr Perspektiven mit all den menschlichen Ambivalenzen. Der Zauber des Morgensterns - gibt es ihn noch?
15. Mai 2025
3,0
Daher hatte er das also. Sie hatte ihn mit Informationen gefüttert, und er hatte so getan, als zöge er sie aus dem eigenen Hut.
"The School of Night" war eine Ansammlung bedeutender Menschen im elisabethanischen England, die, nun, kontrovers war? Kann man das sagen?"
"Verborgene Oppositionelle," sagte Vivian. "Dissidenten. So ähnlich wie in der DDR. Sie behielten das, was sie wirklich dachten, für sich."
"Allerdings. An einem ihrer Abende soll Marlowe eine Vorlesung über Atheismus gehalten haben."
"Aber ist Doktor Faustus ein Audruck dafür? Darüber haben wir diskutiert". ...
- Zitat, Seite 192
Mit viel Spannung wurde der 4. Band der Morgenstern Reihe von Karl Ove Knausgård erwartet. Gerade der letzte Teil "Das dritte Königreich" hatte die Grundthematik der Serie mit viel Vitalität aufgenommen und mit den wechselnden Perspektiven und seinen (teilweise beunruhigenden) philosophischen Fragestellungen in seinen Bann gezogen.
Doch diese Geschichte ist (leider) ganz anders. Zwar werden Bilder und Elemente aus den vorherigen Büchern aufgegriffen und das Thema Tod (und Teufel), welches bereits eine Rolle spielte, wird hier zum Fokus. Aber dieses zentrierte Schreiben, welches sich wie verrückte Kreise in unsere Lesehirne schraubte, fehlt hier schmerzhaft und das liegt hauptsächlich an der einseitigen, sehr konzentrierten, Erzählperspektive.
Denn dieser Ich-Erzähler Kristian mit dem schönen Gesicht und dem weichen Haar ist ein richtiger Kotzbrocken. Nun sind Geschichten mit Antihelden nicht unbedingt uninteressant und am Anfang verfolgen wir den 20jährigen Studenten aus Norwegen, der sich mit viel Ehrgeiz und Engagement in London der 1980er Jahre einen Namen als berühmter Fotograf machen möchte, mit Spannung. Die Begegnung mit einem älteren Künstler namens Hans, der ihm den Auftrag für das Programmheft der anstehenden Theateraufführung von "Doktor Faustus" von Marlowe, verleiht seiner Kreativität neuen Schwung. Aber als es nicht nur bei einem Raub eines Tierkadavers aus den Müllsäcken einer Tierpraxis (eine makaber amüsante Szene) bleibt, sondern eine öffentliche Fahndung zum Mord an einem Obdachlosen mit seiner Person in Verbindung gebracht wird, stellt sich für den angehenden Künstler die Frage, ob er nicht unbedacht einen teuflischen Pakt eingegangen ist ...
Ohne Frage versteht es der Autor packende Szenen zu entwerfen und gekonnt Elemente aus der Zeitgeschichte, Mystik, Religion und Kunst in eine sehr aktuell wirkende Geschichte einzubauen. Aber dieser amoralische Antiheld ist auf Dauer einfach zu eindimensional und fast schon langweilig. Da die Menschen in seinem Umfeld ja nur durch seine Brille gesehen werden, bleiben sie leider auch ziemlich flach, was vor allem bei Hans, der ja eigentlich eine geheimnisvolle und charismatische Figur sein soll, total schade ist.
Frauen sind im Prinzip nur vögelbar und vielleicht sollte diese Reduzierung aufs Objekt ein gewisser Kunstgriff sein, aber das jeweilige Eindringen in die Weiblichkeit war irgendwann dann auch ein abgenutzter Vorgang.
Im hinteren Teil wird es dann noch einmal etwas interessanter, als sich Kristian nicht nur mit Hamlet auseinandersetzt, sondern auch den Familienvater mimt. Aber auch hier verrät der Autor uns leider nicht, wie es dazu kommen konnte, dass unserem unsozialen Erzähler plötzlich eine zauberhafte Ehefrau und ein wundervolles Kind beschieden war. Aber natürlich kennen wir unsere Klassiker und wissen, diese Geschichte wird kein rosiges Ende nehmen, oder doch?
Die Verbindung mit den anderen Morgenstern Büchern ist so lose, dass man den Roman auch sehr gut als eigenständiges Werk lesen kann. Die Insel, auf der Kristian schließlich strandet und ein gewisser junger Mann können vertraut erscheinen, aber das ist eher unwesentlich. Wesentlich spannender ist die Frage, ob der Autor im kommenden Band das eine oder andere Rätsel lösen wird, oder ob Personen dann in der Handlung wieder auftauchen, die hier manchmal so plötzlich von der Bildfläche verschwanden.
Was wieder vollends überzeugt, ist die geschmeidige Übersetzung von Paul Berf.
FAZIT
Obwohl mich die Lektüre (bei der sehr hohen Erwartung) etwas enttäuscht hat, ist das Ganze natürlich irgendwo auch Meckern auf hohem Niveau. Vielleicht hat es dem Autor einfach dazu gedrängt, mal einen konsequent amoralischen und egozentrischen Charakter in Szene zu setzen - mit allen Konsequenzen. Und das hat er durchgezogen - zu 100 Prozent.
Aber für das nächste Buch erhoffe ich mir wieder mehr Perspektiven mit all den menschlichen Ambivalenzen. Der Zauber des Morgensterns - gibt es ihn noch?
"Wer tot ist ist tot und kann auch nicht errettet werden." ... "Er schreibt darüber den Tod im Leben zu wählen, und das ist es ja, was Faust tut."
Ich habe mich in den letzten Wochen durch über Zweitausend Seiten der Morgensternserie gelesen von denen dies der vierte Teil ist. Was tut dieser Knausgård in seinen Büchern mit uns? Fast alle seine Charaktere sind unsympathisch und Kristian ist der abstoßendste von allen. Der Roman beginnt damit, das der Protagonist sich suizidieren will, wenn er seine Lebensgeschichte fertig aufgeschrieben hat. Knausgård nimmt uns mit in den Kopf von diesem Mann und das ist wirklich kein Ort an dem man sein möchte. Saugt uns ein in dessen Gedankenwelt und lässt uns nicht mehr raus, bevor das Buch nicht zu Ende ist. Aber auch dann nicht so wirklich. Man grübelt und, in meinem Fall, fängt man gleich noch mal bei Seite eins an und blättert sich durch die Markierungen.
"Zwanzig Jahre war ich geblendet gewesen, aber dann kam die Dunkelheit und jeglicher Sinn ging verloren. "
Kristian wird an der Kunsthochschule in London angenommen. Sein Fach ist die Fotografie. Doch seine Bilder sind nichtssagend, ihnen fehlt die Tiefe. Sie wecken keine Emotionen und keinerlei Empathie geht von ihnen aus. So ist auch die Gefühlswelt von Kristian, alle seine Gedanken drehen sich um ihn selbst. Als er mit anhört wie ihn sein Vater als Narzisst beschreibt, bricht er mit seiner Familie. Dann begegnet er Hans, einem Künstler dessen Werke wir nicht zu fassen bekommen, der Kristian aber mehr und mehr beeinflusst und immer wieder auf mysteriöse Weise in seinem Leben auftaucht und ihn auch vor "bösen" Konsequenzen bewahrt. In diesem Zusammenhang taucht die Geschichte von Faust und Mephisto auf und gibt uns einen Wink hin zu dem wie Kristian agiert. Denn dieser will nichts mehr, als als Künstler berühmt zu werden. Dafür geht er sprichwörtlich über Leichen. Die erste ist eine tote Katze, doch es folgen weitere Serien und damit entsetzt und begeistert er die Kunstwelt. Hans hat er da schon lange nicht mehr gesehen.
Jahre später, er ist inzwischen verheiratet und hat einen kleinen Sohn, den vielleicht einzigen Menschen, außer sich selbst, den er liebt, taucht Hans wieder auf.
Wir sind erneut auf der kleinen Insel in Norwegen auf der das Buch begann. "Doch nun sitze ich hier. Auch wenn ich es nicht geplant habe, so als wäre ich einer Loipe gefolgt, die ein anderer gespurt hat. Das ist dann wohl das Gefühl, das man Schicksal nennt."
Absolute Leseempfehlung und völlig unabhängig von den anderen Bänden zu lesen!
10. Mai 2025
4,5
"Wer tot ist ist tot und kann auch nicht errettet werden." ... "Er schreibt darüber den Tod im Leben zu wählen, und das ist es ja, was Faust tut."
Ich habe mich in den letzten Wochen durch über Zweitausend Seiten der Morgensternserie gelesen von denen dies der vierte Teil ist. Was tut dieser Knausgård in seinen Büchern mit uns? Fast alle seine Charaktere sind unsympathisch und Kristian ist der abstoßendste von allen. Der Roman beginnt damit, das der Protagonist sich suizidieren will, wenn er seine Lebensgeschichte fertig aufgeschrieben hat. Knausgård nimmt uns mit in den Kopf von diesem Mann und das ist wirklich kein Ort an dem man sein möchte. Saugt uns ein in dessen Gedankenwelt und lässt uns nicht mehr raus, bevor das Buch nicht zu Ende ist. Aber auch dann nicht so wirklich. Man grübelt und, in meinem Fall, fängt man gleich noch mal bei Seite eins an und blättert sich durch die Markierungen.
"Zwanzig Jahre war ich geblendet gewesen, aber dann kam die Dunkelheit und jeglicher Sinn ging verloren. "
Kristian wird an der Kunsthochschule in London angenommen. Sein Fach ist die Fotografie. Doch seine Bilder sind nichtssagend, ihnen fehlt die Tiefe. Sie wecken keine Emotionen und keinerlei Empathie geht von ihnen aus. So ist auch die Gefühlswelt von Kristian, alle seine Gedanken drehen sich um ihn selbst. Als er mit anhört wie ihn sein Vater als Narzisst beschreibt, bricht er mit seiner Familie. Dann begegnet er Hans, einem Künstler dessen Werke wir nicht zu fassen bekommen, der Kristian aber mehr und mehr beeinflusst und immer wieder auf mysteriöse Weise in seinem Leben auftaucht und ihn auch vor "bösen" Konsequenzen bewahrt. In diesem Zusammenhang taucht die Geschichte von Faust und Mephisto auf und gibt uns einen Wink hin zu dem wie Kristian agiert. Denn dieser will nichts mehr, als als Künstler berühmt zu werden. Dafür geht er sprichwörtlich über Leichen. Die erste ist eine tote Katze, doch es folgen weitere Serien und damit entsetzt und begeistert er die Kunstwelt. Hans hat er da schon lange nicht mehr gesehen.
Jahre später, er ist inzwischen verheiratet und hat einen kleinen Sohn, den vielleicht einzigen Menschen, außer sich selbst, den er liebt, taucht Hans wieder auf.
Wir sind erneut auf der kleinen Insel in Norwegen auf der das Buch begann. "Doch nun sitze ich hier. Auch wenn ich es nicht geplant habe, so als wäre ich einer Loipe gefolgt, die ein anderer gespurt hat. Das ist dann wohl das Gefühl, das man Schicksal nennt."
Absolute Leseempfehlung und völlig unabhängig von den anderen Bänden zu lesen!
10. Mai 2025
3 von 8 Rezensionen
Autorin / Autor
Über Karl Ove Knausgård
Karl Ove Knausgård wurde 1968 geboren und gilt als einer der wichtigsten norwegischen Autoren der Gegenwart. Die Romane seines sechsbändigen, autobiographischen Projektes "Min Kamp" wurden weltweit zur Sensation. Sein großer »Morgenstern«-Romankosmos um das plötzliche Auftauchen eines neuen Sterns am Himmel lotet die Abgründe menschlichen Lebens aus und fasziniert mit seiner Soghaftigkeit auf ähnliche Weise. Das Essayistische ist eine treibende Kraft in Knausgårds schriftstellerischem Werk, das in 35 Sprachen übersetzt ist und vielfach preisgekrönt. 2015 erhielt Karl Ove Knausgård den WELT-Literaturpreis, 2017 den Österreichischen Staatspreis für Europäische Literatur, 2022 nahm er in Kopenhagen den Hans-Christan-Andersen-Literaturpreis entgegen. Er lebt in London.