Blick ins Buch

Romane

Der kleine Freund

3,3(111)
Sprache
Deutsch
Sofort lieferbarKostenloser Versand
Jetzt kaufen

Über das Buch

Alexandria, eine kleine Stadt in den Südstaaten: Hier wächst Harriet Cleve in einem Zuhause voller Geborgenheit auf, und dennoch lastet ein dunkler Schatten auf ihrer Kindheit. Zwölf Jahre sind seit jenem Moment vergangen, in dem für die Familie Cleve die Welt jäh zum Stillstand kam: Eine Nachbarin fand Harriets neunjährigen Bruder Robin erhängt an einem Baum. Die Umstände seines rätselhaften Todes blieben in all der Zeit ungeklärt, und so fasst in diesem heißen Sommer die eigensinnige Harriet den Entschluss, Robins Mörder um jeden Preis ausfindig zu machen ...

Editionen (5)

ISBN9783442487325
VerlagGoldmann
Erscheinungsdatum16.10.17
Seitenzahl784

Rezensionen & Bewertungen

111 Bewertungen

15 Rezensionen

3,3

Tippen zum Filtern

  • jennaholmes
    jennaholmes

    48 Follower

    3,0

    Ich habe alle Bücher von Donna Tartt gelesen und dies mag ich am wenigsten. Es hat im Mittelteil extreme Längen und Ausschweifungen. Wenn sie sich auf das Hauptthema konzentriert hätte, wäre es eine richtig gute Story geworden.

    16. März 2026

  • t4mer
    t4mer

    16 Follower

    4,0

    Meiner Meinung nach eine sehr gelungene Familiengeschichte.

    Auch wenn sie sich an manchen Stellen etwas zieht (eher in der Mitte), z. B. durch Anekdoten, die nicht unbedingt mit der Handlung zu tun haben. Zwar muss man hier etwas Geduld mitbringen, aber auch das trägt zur Atmosphäre des Buches bei. Die Charaktere haben dadurch Zeit, sich zu entwickeln.

    1. März 2026

  • tim_schmalzbauer
    tim_schmalzbauer

    62 Follower

    3,5

    »Das war also das Geheimnis, das Captain Scott und Lazarus und Robin teilten und das sogar der Kater in seiner letzten Stunde kennengelernt hatte: Das war es — der Übergang in das Buntglasfenster. Als man Scotts Zelt acht Monate später fand, lagen Bowers und Wilson in ihren über den Köpfen geschlossenen Schlafsäcken, und Scott lag in einem offenen Schlafsack und hatte einen Arm über Wilson gelegt. Dort die Antarktis und hier ein frischer grüner Morgen im Mai, aber die Gestalt unter ihrer Handfläche war hart wie Eis. […] ›Es ist schade‹, hatte Scott mit seiner erstarrenden Hand geschrieben, als das Weiß der weißen Unendlichkeit sanft näher rückte und die matte Bleistiftschrift auf dem weißen Papier immer matter wurde, ›aber ich glaube, ich kann nicht mehr schreiben.‹«

    ————— Leseerfahrung: ⭐️⭐️⭐️✨ In einem Song: You’re Gonna Go Far — Noah Kahan In einem Wort: unvollendet Inhaltliches: Harriet saß »angeschnallt in ihrer Wippe und starrte ihre Mutter mit großen, ernsten Augen an«, als ihr großer Bruder Robin ermordet wurde, ihre Schwester Allison »saß auf dem Gehweg und hatte den Daumen im Mund« (S.22). Robin »hing mit dem Hals an einem Strick, der über einen niedrigen Ast des Tupelobaums geschlungen war, der an der ausgewucherten Lingusterhecke zwischen Charlottes und Mrs. Fountains Haus stand« (S.27). »Obwohl sie nicht einmal sechs Monate alt gewesen war, als Robin starb, sagte Harriet, sie könne sich an ihn erinnern, und Allison und die übrigen Cleves glaubten, dass dies wahrscheinlich der Wahrheit entsprach« (S.41) und im Alter von zwölf Jahren beschließt Harriet, den noch immer ungeklärten Mord an ihrem Bruder Robin aufzuklären. Persönliches: Es bereitete mir große Lesefreude, Harriet und ihren besten Freund Hely auf der Jagd nach dem Mörder ihres Bruders Robin zu folgen und sie auf ihren kindlichen Abenteuern zu begleiten, wenn sie »im Werkzeugschuppen hinter Harriets Haus [saßen], in den sie sich seit Kindheitstagen zurückzogen, wenn sie unter vier Augen miteinander reden wollten«, Wasser gossen auf die von »Chester versteckte[n] ›Kool‹-Zigaretten (einmal hatte Hely in einem Anfall von Niedertracht darauf gepinkelt)« und Tee füllten in seine Flaschen mit ›Kentucky Tavern‹-Whiskey. »Chester hatte sie nie verpetzt, weil er die Zigaretten und den Whiskey gar nicht haben durfte« (S.195f), wenn sie eine Kobra jagten oder sich mit den gefährlichsten Brüdern der County anlegen, die in ihrem Camper Methamphetamin kochten. Und ich musste lachen, wenn Donna Tartt davon erzählt, dass Hely »nicht gut in Baseball [war], er wurde immer als Letzter von denen, die nicht schwul oder behindert waren, in ein Team gewählt« (S.468). Doch im Gegensatz zur ›Geheimen Geschichte‹ und zum ›Distelfink‹ fühlt sich das gesamte Buch an wie unnötig in die Länge gezogene Folgen einer Serie, die zu Beginn einer Staffel ein großes Abenteuer ankündigt, das nie kommt. Denn — Spoilerwarnung —, Harriet weiß auf der letzten Seite des Buchs über den Mörder ihres Bruders genauso viel wie auf der ersten Seite. Und im Nachhinein fühlen sich Harriets und Helys Abenteuer für mich an wie Filler-Folgen einer Geschichte, die überhaupt nicht erzählt wurde. — Gibt noch eine ganz schöne Stelle zum Ende des Buches, die das Zitat oben ganz gut abrundet und die ich deswegen hier gern kontextlos noch anfügen möchte: »Am Ende — ganz am Ende, als der Wind die Zeltwand blähte und eindrückte, als eine einzelne Kerzenflamme auf dem verlorenen Kontinent blakte —, hatte Captain Scott mit tauben Fingern in einem kleinen Notizbuch von seinem Scheitern geschrieben. Ja, er hatte tapfer das Unmögliche in Angriff genommen, hatte den toten, nie bereisten Mittelpunkt der Welt erreicht: aber umsonst. Alle Tagträume hatten ihn im Stich gelassen. Und ihr wurde klar, wie traurig er gewesen sein musste, dort draußen in der antarktischen Nacht, Evans und Titus Oates schon verloren unter endlosem Schnee, Birdie und Dr. Wilson still und stumm in ihren Schlafsäcken, wo sie davontrieben und von grünen Wiesen träumten.« — Ähnliche Leseerfahrungen: Hard Land (Benedict Wells)

    »Das war also das Geheimnis, das Captain Scott und Lazarus und Robin teilten und das sogar der Kater in seiner letzten Stunde kennengelernt hatte: Das war es — der Übergang in das Buntglasfenster. Als man Scotts Zelt acht Monate später fand, lagen Bowers und Wilson in ihren über den Köpfen geschlossenen Schlafsäcken, und Scott lag in einem offenen Schlafsack und hatte einen Arm über Wilson gelegt. Dort die Antarktis und hier ein frischer grüner Morgen im Mai, aber die Gestalt unter ihrer Handfläche war hart wie Eis. […] ›Es ist schade‹, hatte Scott mit seiner erstarrenden Hand geschrieben, als das Weiß der weißen Unendlichkeit sanft näher rückte und die matte Bleistiftschrift auf dem weißen Papier immer matter wurde, ›aber ich glaube, ich kann nicht mehr schreiben.‹«

    18. Sept. 2024

3 von 15 Rezensionen

SocialReads

Seitenbasierte Kommentare

Seite 304%
chantalluisa
chantalluisa23. Feb. 2026

Oh man… Nach dem Prolog bin ich auf jeden Fall bereits gefesselt, finde das Setting super, aber das N-Wort, welches auf den wenigen Seiten schon echt oft gedroppt wurde, verdirbt es einem irgendwie 😑 Dabei ist die Autorin und die Bucherscheinung doch gar nicht so alt?? Check ich nicht

Seite 6111%

1 Kommentar verdeckt

Seite 689%

1 Kommentar verdeckt

2 weitere SocialReads-Kommentare in der App, sortiert nach deinem aktuellen Fortschritt.

Autorin / Autor

Über Donna Tartt

Donna Tartt ist eine amerikanische Autorin, die für ihre in vierzig Sprachen übersetzten Romane stets von Kritik und Publikum gefeiert wurde. Ihr erster Roman, »Die geheime Geschichte«, wurde 1992 veröffentlicht. Im Jahr 2003 erhielt sie den WH Smith Literary Award für ihren Roman »Der kleine Freund«, der auch für den Orange Prize for Fiction nominiert war. Für ihren zuletzt geschriebenen Roman, »Der Distelfink«, wurde sie mit dem Pulitzer-Preis und der Andrew Carnegie Medal for Fiction ausgezeichnet.

Lesen ist schöner mit der READO App.

Bücher entdecken, tracken, gemeinsam lesen.

Bibliothek

Behalte den Überblick