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Das Schicksal eines friedliebenden Tieres hinterlässt einen tiefen Hall
Das Buch "Das Wesen des Lebens", von Iida Turpeinen, regte nicht nur das Bewusstsein an, sondern ließ mich auch bewegt zurück. Der/die Leser/-in begleitet das Schicksal der friedlichen stellerschen Seekuh. 1741 begann Kapitän Vitus Bering sich auf eine Expedition mit dem Naturforscher Georg Wilhelm Steller, zwischen Sibirien und Alaska. Eines Abends erblickt er, auf See, ein Geschöpf von knapp 9 Metern Länge... Es war eine Seekuh. Auf einer Insel, auf der Füchse leben, strandet Bering mit seiner Crew und dem Naturforscher. Von Krankheit und Hunger (aber auch aus wissenschaftlichem Interesse) geplagt, fangen sie an die Füchse zu jagen, danach die Otter und danach die Seekuh etc. (eben jene Kapitän Bering im Meer gesehen hatte). Und somit beginnt das, was wir unter Artensterben verstehen, mit den dazugehörigen Konsequenzen für die Natur... nur durch die Hand der Menschen verursacht. Aus wissenschaftlichen und historischen Fakten/ Überlieferungen wurde eine berührende"Geschichte" verfasst, die eigentlich keine Geschichte in üblicher Form ist. Die Autorin hatte einen sehr guten Erzählstil und die Fakten wurden fließend umformuliert. Was ich richtig gut fand🥰. Die Erzählung ließ sich gut lesen und war auch nicht zu schwer. Hin und wieder waren gewisse Szenen etwas verstörend im Detail, nur ist es bei so einem Thema auch normal. Das Buch ist in drei Kapitel geteilt, von 1741 über 1849, bis 1950. Von der Entdeckung der stellerschen Seekuh mit ihrem schmackhaften Fleisch , über den Handel mit wertvollen Otterfellen und dem Finden eines Skeletts der Seekuh (es galt als Mythos) zu Koloniezeiten. Bis hin zum restaurieren des Skeletts 1950 im Naturhistorischen Museum in Helsinki und wie in der Zeit auch vermehrt der Artenschutz nach und nach entstand. Die Autorin zeigt an Hand von der Seekuh und ihrem Schicksal auf, dass Alles miteinander verbunden ist. Und was einen Menschen dazu antreibt... sei es aus Forschungszwecken, Krankheit, Faszination der Natur, oder dem Drang sie kontrollieren zu wollen etc... das eine Art ausstirbt. Dieses Buch ist sehr lesenswert, rüttelt auch etwas wach und hält nochmal einem Dinge vor Augen, die heutzutage nicht mehr so selbstverständlich sind.📖🥰
5. Nov. 2024
Das Schicksal eines friedliebenden Tieres hinterlässt einen tiefen Hall
Das Buch "Das Wesen des Lebens", von Iida Turpeinen, regte nicht nur das Bewusstsein an, sondern ließ mich auch bewegt zurück. Der/die Leser/-in begleitet das Schicksal der friedlichen stellerschen Seekuh. 1741 begann Kapitän Vitus Bering sich auf eine Expedition mit dem Naturforscher Georg Wilhelm Steller, zwischen Sibirien und Alaska. Eines Abends erblickt er, auf See, ein Geschöpf von knapp 9 Metern Länge... Es war eine Seekuh. Auf einer Insel, auf der Füchse leben, strandet Bering mit seiner Crew und dem Naturforscher. Von Krankheit und Hunger (aber auch aus wissenschaftlichem Interesse) geplagt, fangen sie an die Füchse zu jagen, danach die Otter und danach die Seekuh etc. (eben jene Kapitän Bering im Meer gesehen hatte). Und somit beginnt das, was wir unter Artensterben verstehen, mit den dazugehörigen Konsequenzen für die Natur... nur durch die Hand der Menschen verursacht. Aus wissenschaftlichen und historischen Fakten/ Überlieferungen wurde eine berührende"Geschichte" verfasst, die eigentlich keine Geschichte in üblicher Form ist. Die Autorin hatte einen sehr guten Erzählstil und die Fakten wurden fließend umformuliert. Was ich richtig gut fand🥰. Die Erzählung ließ sich gut lesen und war auch nicht zu schwer. Hin und wieder waren gewisse Szenen etwas verstörend im Detail, nur ist es bei so einem Thema auch normal. Das Buch ist in drei Kapitel geteilt, von 1741 über 1849, bis 1950. Von der Entdeckung der stellerschen Seekuh mit ihrem schmackhaften Fleisch , über den Handel mit wertvollen Otterfellen und dem Finden eines Skeletts der Seekuh (es galt als Mythos) zu Koloniezeiten. Bis hin zum restaurieren des Skeletts 1950 im Naturhistorischen Museum in Helsinki und wie in der Zeit auch vermehrt der Artenschutz nach und nach entstand. Die Autorin zeigt an Hand von der Seekuh und ihrem Schicksal auf, dass Alles miteinander verbunden ist. Und was einen Menschen dazu antreibt... sei es aus Forschungszwecken, Krankheit, Faszination der Natur, oder dem Drang sie kontrollieren zu wollen etc... das eine Art ausstirbt. Dieses Buch ist sehr lesenswert, rüttelt auch etwas wach und hält nochmal einem Dinge vor Augen, die heutzutage nicht mehr so selbstverständlich sind.📖🥰
5. Nov. 2024






