Blick ins Buch

Romane

Das Wesen des Lebens

4,1(121)
Sofort lieferbarKostenloser Versand
Jetzt kaufen

Über das Buch

Drei Jahrhunderte, ein mächtiges, friedliebendes Geschöpf und die Lebenswege der Menschen, die von ihm angezogen sind. Iida Turpeinen erzählt in Das Wesen des Lebens ausgehend von der ausgestorbenen Stellerschen Seekuh von obsessiven Sammlern und rastlosen Wissenschaftlern, von begeisterten Naturschützern und den Frauen, die an Naturerforschungen immer schon beteiligt waren. Sie zeigt, wie wir Menschen vom unbedingten Begehren nach Erkenntnis angetrieben werden - und wie wir dafür die unwiderrufliche Zerstörung der Natur in Kauf nehmen. Ob auf Großer Nordischer Expedition in der Beringsee im 18. Jahrhundert, 100 Jahre später in der russisch-amerikanischen Kompanie in Nowo-Archangelsk in Alaska oder Mitte des 20. Jahrhunderts auf den Vogelinseln vor Helsinki: Turpeinen lässt uns mit ihrer berührenden Erzählkunst unsere Welt und das Wunder des Lebens mit neuen Augen sehen und verstehen, wie alles mit allem verbunden ist.

Editionen (3)

ISBN9783732475322
VerlagArgon Verlag
Erscheinungsdatum28.08.24

Rezensionen & Bewertungen

121 Bewertungen

37 Rezensionen

4,1

Tippen zum Filtern

  • buchentdeckerin
    buchentdeckerin

    497 Follower

    5,0

    Das Schicksal eines friedliebenden Tieres hinterlässt einen tiefen Hall

    Das Buch "Das Wesen des Lebens", von Iida Turpeinen, regte nicht nur das Bewusstsein an, sondern ließ mich auch bewegt zurück. Der/die Leser/-in begleitet das Schicksal der friedlichen stellerschen Seekuh. 1741 begann Kapitän Vitus Bering sich auf eine Expedition mit dem Naturforscher Georg Wilhelm Steller, zwischen Sibirien und Alaska. Eines Abends erblickt er, auf See, ein Geschöpf von knapp 9 Metern Länge... Es war eine Seekuh. Auf einer Insel, auf der Füchse leben, strandet Bering mit seiner Crew und dem Naturforscher. Von Krankheit und Hunger (aber auch aus wissenschaftlichem Interesse) geplagt, fangen sie an die Füchse zu jagen, danach die Otter und danach die Seekuh etc. (eben jene Kapitän Bering im Meer gesehen hatte). Und somit beginnt das, was wir unter Artensterben verstehen, mit den dazugehörigen Konsequenzen für die Natur... nur durch die Hand der Menschen verursacht. Aus wissenschaftlichen und historischen Fakten/ Überlieferungen wurde eine berührende"Geschichte" verfasst, die eigentlich keine Geschichte in üblicher Form ist. Die Autorin hatte einen sehr guten Erzählstil und die Fakten wurden fließend umformuliert. Was ich richtig gut fand🥰. Die Erzählung ließ sich gut lesen und war auch nicht zu schwer. Hin und wieder waren gewisse Szenen etwas verstörend im Detail, nur ist es bei so einem Thema auch normal. Das Buch ist in drei Kapitel geteilt, von 1741 über 1849, bis 1950. Von der Entdeckung der stellerschen Seekuh mit ihrem schmackhaften Fleisch , über den Handel mit wertvollen Otterfellen und dem Finden eines Skeletts der Seekuh (es galt als Mythos) zu Koloniezeiten. Bis hin zum restaurieren des Skeletts 1950 im Naturhistorischen Museum in Helsinki und wie in der Zeit auch vermehrt der Artenschutz nach und nach entstand. Die Autorin zeigt an Hand von der Seekuh und ihrem Schicksal auf, dass Alles miteinander verbunden ist. Und was einen Menschen dazu antreibt... sei es aus Forschungszwecken, Krankheit, Faszination der Natur, oder dem Drang sie kontrollieren zu wollen etc... das eine Art ausstirbt. Dieses Buch ist sehr lesenswert, rüttelt auch etwas wach und hält nochmal einem Dinge vor Augen, die heutzutage nicht mehr so selbstverständlich sind.📖🥰

    5. Nov. 2024

  • tina71
    tina71

    151 Follower

    4,0

    Sehr interessantes und auch trauriges Buch das auf Tatsachen basiert. Die Autorin beschreibt hier in verschiedenen Jahrhunderten die Entwicklung der Wissenschaft und Technik. Die Autorin beschreibt anhand dieser Entwicklung, wie der Mensch es innerhalb sehr kurzer Zeit schafft, ganze Populationen die schon zuvor einiges überlebt haben, auszurotten und sich zunächst keine Schuld einzugestehen und auch die Schwere der Folgen nicht abzusehen. Sehr berührend und traurig hier am Beispiel der Stellerschen Seekuh die menschliche Gier zu verfolgen und welche weitreichende Folgen sie hat. Dabei schreibt die Autorin eher nüchtern, auch wenn die Daten und Fakten in Romanform daherkommen . Der Erzählstil ist nicht anklagend oder sonstwie emotional, eher beschreibend und dennoch fesselnd. Hat mir gut gefallen und war mal etwas anderes.

    25. Juli 2025

  • melurian
    melurian

    266 Follower

    4,0

    Mit forscherischem Blick beschreibt die Autorin die schnelle Ausrottung der Stellerschen Seekuh und den langen Weg der Bewahrung ihres Andenkens sowie den gedankenlosen Eingriff des Menschen in die Natur und die Erkenntnis, das Verlorenes nicht wiederkommt. Einmalige Naturbeschreibungen, abenteuerliche Forschungsreisen, beeindruckende Biografien und die Mahnung, dass jedes Leben wertvoll ist, vereint dieses Buch für mich und lässt mich nachdenklich zurück.

    22. Nov. 2024

3 von 37 Rezensionen

Lesen ist schöner mit der READO App.

Bücher entdecken, tracken, gemeinsam lesen.

Bibliothek

Behalte den Überblick