Blick ins Buch

Liebesromane

Das geheime Glück

3,8(43)
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Über das Buch

Es ist ein Morgen wie jeder andere, als Robbie neben seiner schlafenden Frau Emily erwacht. Wie immer steht er vor ihr auf und kocht Kaffee. Doch an diesem Morgen schreibt er einen Brief und tut damit etwas, was Emily das Herz brechen wird. Robbie weiß: Er muss diesen Preis bezahlen, um ihre Liebe zu schützen. Denn niemand darf erfahren, welches Geheimnis Emily und er seit fünf Jahrzehnten hüten …

Editionen (1)

ISBN9783453359925
VerlagDiana
Erscheinungsdatum10.12.18
Seitenzahl432

Rezensionen & Bewertungen

43 Bewertungen

11 Rezensionen

3,8

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  • kath26
    kath26

    81 Follower

    3,5

    Der Anfang war so toll und auch das Postscriptum, aber zwischendrin hat mich die Geschichte verloren

    3,5 Sterne Auf das Buch „Das geheime Glück“ von Julie Cohen war ich mehr als gespannt, zum einem weil es mir mehrfach ans Herz gelegt wurde, zum anderen aber auch, weil die Liebesgeschichte von Robbie und Emily rückwärts erzählt wird. Wir beginnen also an einem Punkt in ihrer Geschichte, als Emily und Robbie schon älter sind und Robbie durch eine beginnende Demenz droht, ein langgehütetes Geheimnis zu verraten. Wir gehen dann im weiteren Verlauf in einigen Zeitsprüngen rückwärts durch ihre gemeinsames Leben bis hin zu dem Punkt, an dem sie sich kennenlernen. Dadurch wird große Spannung aufgebaut, da man Andeutungen und so manche Reaktion diverser Nebenfiguren nicht immer verstehen kann und erst zum Schluss das große Geheimnis gelüftet wird. Leider war der Spätsommer und Herbst für mich lesetechnisch nicht gerade erfolgreich verlaufen. Ich habe wenig gelesen (privat und beruflich bedingt) und die Bücher, zu denen ich gegriffen habe, waren zum größten Teil nicht wirklich packend und enttäuschend. Deshalb war ich mir auch nicht sicher, ob eine Liebesgeschichte (bei meiner „Vorliebe“ für Liebesgeschichten) jetzt das richtige für mich war, aber das Cover hat mir so unfassbar gut gefallen und die Idee war so toll – deshalb habe ich einfach angefangen. Und was soll ich sagen, ich war sofort drin in dem Buch, ich habe Robbie und Emily in ihrem Alter direkt gefühlt, ich war so nah an ihnen dran und habe Robbie beim Aufstehen und Frühstück machen beobachtet, wie er sich um die Hunde kümmert und dann … den Freitod wählt. Und die Nähe blieb auch lange Zeit erhalten, allerdings nicht bis zum Schluss. Je näher wir dem Zeitpunkt ihres Kennenlernens kommen, desto mehr haben mich Emily und Robbie und ihre Geschichte verloren. Sie waren mir zwar nie unsympathisch, aber so wirklich mit ihnen mitgefühlt habe ich nicht. Ich wurde zusehends emotionsloser. Tatsächlich war mir das Kennenlernen und die erste Verliebtheit sogar zu lang erzählt worden. Da wurde in meinen Augen an den falschen Punkten zu viel und zu lang erzählt. Mit dem Ende und dem Geheimnis, das hinter der Geschichte steht, habe ich kein Problem, ich wäre zwar nie auf diese Lösung gekommen, aber letztlich macht es nur so Sinn. Und trotzdem fühlte ich am Ende einen fahlen Beigeschmack zu der Geschichte. Vielleicht wäre es anders gewesen, wenn ich das Buch nicht für einige Tage zur Seite gelegt hätte, wenn ich mich zum Weiterlesen hätte aufraffen können, aber die lange Pause hat mir und dem Buch nicht gut getan. Grundsätzlich wirkten die meisten Figuren in diesem Roman sehr echt, ein Vierzehnjähriger benimmt sich seinem Alter entsprechend und einen Alkoholiker beim Trinken zu beobachten fühlt sich als Leser nicht gut an. Aber manche Reaktionen – gerade von Nebenfiguren – kann ich nach wie vor nicht nachvollziehen. Auch die Tatsache, dass verhältnismäßig viele Themen aufgemacht werden, finde ich schwierig, denn auch wenn ich das Geheimnis natürlich kennen wollte, hatte ich auch oft das Gefühl, dass ich in manche Themen und Szenen gerne tiefer eingedrungen wäre und lieber im jeweiligen Augenblick geblieben wäre. Gut fand ich den leicht und schnell zu lesenden Schreibstil, der trotz Liebesgeschichte in meinen Augen kitschfrei war und auch nochmal das Ende mit dem Postskriptum, als wir in die Gegenwart zu Emily als alte Frau zurückspringen. „Das geheime Glück“ hat als sehr gutes Buch begonnen, und ich wollte es auch wirklich weiter lieben, aber so richtig glücklich bin ich mit dem Buch dann doch nicht geworden.

    19. Nov. 2025

  • sarahsophie
    sarahsophie

    262 Follower

    4,0

    Das geheime Glück hat mich zu allererst mit seinem wunderschönen Cover angesprochen. Es ist aber auch inhaltlich schnell zu einem Favoriten geworden unter den Liebesgeschichten der letzten Jahre in meinem Buchregal. Julie Cohen war eine für mich neue Autorin und sie besticht durch eine leicht zu lesende und flüssige Schreibweise, die sprachlich manchmal schon ins poetische geht ohne kitschig zu werden. Die Geshichte von Robbie und Emily wird hier rückwärts erzählt und beginnt mit dem Schluss. Eines Morgens steht Robbie auf und macht wie gewohnt Kaffee für seine noch schlafende Frau Emily, schreibt ihr dann einen Brief und verlässt das Haus in der Absicht nicht mehr wieder zu kommen. Warum er das tut? Aus Liebe- und um ein Geheimnis zu schützen, dass die beiden seit 50 Jahren hüten. Wir springen nach dieser Szene nicht zurück ins Jahr 1962 wo alles begann... nein, in mehreren Stationen des Lebens der zwei wird ihr Weg rückwärts erzählt. Das hält einen Spannungsbogen aufrecht und man kann nur so durch die Seiten fliegen. Erst ganz am Ende des Buches versteht man die Reaktionen der Beiden, die Reaktionen der Familienmitglieder und so manches, was einem vorher Fragezeichen bereitet hat. Die Protagonisten wachsen einem sehr ans Herz und sind sehr facettenreich. Die Nebenfiguren blieben für meinen Geschmack eher zu blass. Das geheimnis der beiden ist für mich ab dem letzten Viertel vorhersehbar gewesen, die Umsetzung der Enthüllung hat mir allerdings sehr gut gefallen. Ich würde das Buch bedenkenlos jedem empfehlen, der eine Liebesgeschichte lesen möchte, die verwoben mit einem spannenden Roman ist. 4 Sterne von mir.

    20. Okt. 2023

  • daniliest
    daniliest

    120 Follower

    3,0

    Bei meinem letzten Buch in 2019 gab es nichts zu lachen. Es beschäftigt sich mit der Frage, welcher Preis für das eigene Glück akzeptabel ist. Das Besondere an diesem Roman ist, dass er rückwärts erzählt wird. Es beginnt also mit dem Ende und springt immer weiter zurück bis zum Ursprung. Diese Erzählweise ist mal etwas anderes, für mich hat sie den Lesefluss allerdings erschwert. Wenn ein neuer Abschnitt begann, musste ich mir immer wieder vor Augen halten, dass wir uns jetzt chronologisch vor dem soeben gelesenen befinden. Auch endete es immer so abrupt, dass mir die Geschichte lückenhaft erschien und ich das Gefühl hatte, dass zu viel ungesagt bleibt. Der Vorteil dieser Rückwärtserzählung war jedoch, dass ich Robbie und Emily als nettes älteres Ehepaar kennenlernte. Es hat mich berührt, dass er am Ende seines Lebens keinen anderen Ausweg sah und bis zur Hälfte habe ich mit den beiden mitgefiebert. Je weiter wir in der Handlung zurück gingen, desto unsympathischer wurde mir insbesondere Robbie. In jungen Jahren war er ein von sich selbst überzeugter Casanova und das Kennenlernen der beiden war für mich längst nicht so romantisch, wie ich es mir vorgestellt hatte. Das „Highlight“ war hier: „Er roch nach Schweiß, Bier, Zigaretten, Gras, Minze und Teakholz“. Na, wenn das kein Kerl zum verlieben ist... Von der ersten Seiten an wird ein schreckliches Geheimnis immer wieder in den Raum geworfen. Im letzten Drittel hatte ich meine eigene Theorie entwickelt, die dann genauso eingetroffen ist. Hm. „Das geheime Glück“ fing für mich als 5 Sterne Buch an und kam am Ende bei 3,5 Sterne an.

    4. Sept. 2023

3 von 11 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Julie Cohen

Julie Cohen wurde in Maine, USA, geboren und verbrachte ihre Kindheit zwischen Büchern in der Bibliothek. Sie studierte Literatur an der Brown und der Cambridge University, und wenn sie nicht gerade an ihren Romanen arbeitet, leitet sie Schreibworkshops. Sie lebt mit ihrer Familie und ihrem Hund in Berkshire, England.

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