exit RACISM
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Beschreibung
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Tupoka Ogette ist Trainerin und Beraterin für Rassismuskritik und Antirassismus im deutschsprachigen Raum. Gemeinsam mit ihrem Team begleitet sie Unternehmen, Organisationen und Verbände mit individuellen Workshops, Vorträgen und Beratungen auf ihrem rassismuskritischen Weg.
Beiträge
Es sollte Pflichtlektüre in jeder Schule werden
Tupoka ist schlicht die Sprecherin zum Thema Rassismus für mich und ich bin bereits lange teil der Tupokademie. Für dieses Buch habe ich nun etwas länger gebraucht, weil ich mir bewusst die Zeit für all die Videos usw genommen habe und auch wenn es manchmal weh tat und unbequem war, ist es doch eine absolute Empfehlung! Es sollte auf den Listen auftauchen, die dir sagen, welches Buch du um kommendem Jahr unbedingt lesen solltest weil es deine Welt verändern wird.
Ein absolutes MUSS für alle Menschen! Raus aus dem happyland!
Nachdem ich auf der Arbeit darüber informiert habe, dass das N-Wort rassistisch ist, wurde ich dermaßen angegriffen, dass ich dachte mein Schwein pfeift! Alle Aussagen meiner Kolleg*innen habe ich in dem Buch wieder gefunden. Ich war wütend und traurig, aber ich musste auch ein wenig schmunzeln, weil das wohl normal ist, wenn man im „happyland“ lebt. Ich werde weiterhin auf Rassismus aufmerksam machen und fühle mich durch das sehr sehr gute und informative Buch noch gefestigter! Die verschiedenen Perspektiven und Erläuterungen sind einfach Gold wert!

Enttäuschung auf ganzer Linie.
Ich bin absolut enttäuscht von diesem Buch und der Autorin…. Rassismus ist ein so unglaublich wichtiges Thema und die Sensibilisierung und Veränderung dessen ebenso! Und das wurde in diesem Buch grandios gegen die Wand gefahren - angefangen mit dem wissenschaftlichen Anspruch - Wikipedia ist keine seriöse Quelle für irgendwas! Die Autorin stellt „weiße“ Menschen unter Generalverdacht, stellt ihre subjektive Meinung als Fakten dar, unterschlägt und verfälscht historische Zusammenhänge und Tatsachen. Sklaverei gab und gibt es in jeder Kultur. Das ist keine Erfindung der Europäer und auch vor der Maafa habe sich die Stämme in Europa gegenseitig versklavt, in der arabischen Welt ist Sklaverei durch den Koran abgesegnet und in Afrika haben sich die Afrikaner gegenseitig versklavt, auch bevor Europäer kamen. Die persönlichen Erfahrungsberichte sind keine Einzelfälle - die Darstellung bleibt subjektiv, und aus anderen Jahrzehnten… ohne Reflektoren und Einordnung. Diese Buch säht Zwietracht und stellt keinerlei Diskurs oder Sensibilisierung her, sodass Raum für Veränderung entsteht. Sehr schade und enttäuschend.
Sollte Pflichtlektüre sein, nicht nur an Schulen.
Meine Gedanken zu diesem Hörbuch, das ich gerade beendet habe, sind noch unstrukturiert, daher bezeichne ich sie nicht als Rezension. Ich möchte aber bei meinem katastrophalen Gedächtnis mich nicht erst später dazu äußern. Kein anständiger Mensch möchte ein Rassist sein. Ich habe mich durchaus schon öfters mit Rassismus beschäftigt und bin mir bewusst, dass es in unserem Land strukturellen Rassismus gibt, den alle hier sozialisierten, auch ich, in gewissem Maße verinnerlicht haben. Es gilt, dies nicht nur zu erkennen und entsprechende Erkenntnisse nicht mehr abzuwehren, sondern auch dazuzulernen und an sich zu arbeiten, um rassistisches Verhalten zu vermeiden. Tupoka Ogettes Buch ist hierfür ein echter Schatz, der Pflichtlektüre nicht nur an Schulen sein sollte. Es klärt über die Ursprünge des Rassismus auf und darüber, warum und in welchen Erscheinungsformen er auch in unserer Gegenwart er immer noch überall zu Tage tritt. Dies geschieht häufig gar nicht bewusst, denn wie gesagt, wer will schon ein Rassist sein? Als besonders hilfreich habe ich die Fragen empfunden, die die Lesenden sich selbst stellen sollen, nicht nur in dieser Hinsicht ist das Buch interaktiv. Ich werde mir auf jeden Fall auch noch die zahlreichen weiterführenden Materialien anschauen, die auf der zugehörigen Website aufgelistet sind. Tupoka Ogette verzichtet auf umfangreiche Schilderungen ihrer eigenen rassistischen Erfahrungen, doch u. a. in Kapitel 8 erzählen Schwarze Menschen und Eltern Schwarzer Kinder von ihren Erlebnissen. Diese haben mir Tränen der Wut in die Augen getrieben. Ich hatte wirklich gedacht, dass die meisten weißen Menschen mit einer gewissen Bildung versuchen, sich nicht rassistisch zu verhalten und das auch ihren Kindern beibringen. Ich hatte gedacht, dass wir in den letzten 30 Jahren Fortschritte gemacht haben. Ich dachte, wir wären weiter. Doch das Ausmaß dessen, was Schwarze Kinder und PoC an deutschen Schulen immer noch durchmachen, hat mich extrem aufgewühlt. Erlebnisse wie das einer Mutter eines Schwarzen Kindes, das mit seiner Klasse von der Klassenfahrt zurückkommt, und als sich die Tür des Busses öffnet, hört die Mutter, dass im Bus alle außer ihrem Kind, inklusive der Lehrer, "10 kleine N..." singen. Das Schwarze Mädchen, dass deutsche Muttersprachlerin mit einem ausgezeichneten Sprachniveau ist, aber zur Sprachförderung geschickt wird, weil es "wild gestikuliere, was wohl an seiner Herkunft läge". Ich finde das unerträglich. Tupoka Ogettes Buch hat mich dazulernen lassen und mich inspiriert, mich mehr mit Rassismus zu beschäftigen. Denn ich bin sicher noch nicht am Ende des Weges. Ich spreche hier eine dringende Leseempfehlung aus. Liebe Schwarze Menschen und PoC, wie ich oben schon gesagt habe, ist mir bewusst, dass auch ich Rassismen internalisiert habe. Sollte ich verletzende Formulierungen verwenden, macht mich bitte darauf aufmerksam. Danke.
Inspirierend und erschreckend ehrlich
Ein tolles Buch insbesondere um sich erstmalig in das Thema Rassismus einzulesen. Es öffnet einem regelrecht die Augen. Die eigenen Privilegien zu erkennen und zu hinterfragen erfordert nicht nur viel Mut sondern auch Engagement. Dieses Buch zeigt jedoch, wie wichtig genau das ist. Das Leben ist für Betroffene einfach anders, die Welt ist eine andere. Empfehlenswert für jeden und jede, die sich selbst und unser System hinterfragen und verbessern möchte.
Pflicht - auch wenns unangenehm ist.
Als weißer, privilegierter Mann, der von Rassismus profitiert, tut das weh zu lesen. Aber das Bewusstsein ändert die Haltung. Das eigene scheitern und immer wieder hinhören. Wir müssen unserer Rolle klar werden und bewusst werden, dass Rassismus da ist und mit allem bekämpft werden muss!
Ein wirklich gutes Buch, das ich uneingeschränkt jeder/-m empfehle. Es ist ein Sachbuch, das gut strukturiert ist und u.a. auch die Wurzeln des Rassismus' beleuchtet. Es zeigt zudem auf, wie Weiße in ihrem "Happyland" sozialisiert wurden, in dem der alltägliche strukturelle Rassismus gar nicht wahrgenommen wird. Tupoka Ogette erklärt dies sehr gut und macht es sichtbar, u.a. auch durch Verlinkungen auf Videos (durch QR Codes), die diese Themen vertiefend erklären. Das Buch ist allerdings Recht dünn und enthält nur wenige praktische Beispiele. Eine gute Ergänzung sind daher die Bücher "Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen aber wissen sollten" von Alice Hasters, "Wir können mehr sein: Die Macht der Vielfalt" von Aminata Touré und "Schwarzes Herz" von Jasmina Kuhnke. Zudem bietet Tupoka Ogette in ihrem Instagram-Kanal immer wieder gute Denkanstöße, durch die man eigenes Denken und Handeln reflektieren kann.
Ein absolut wichtiges Thema. Sehr Augen öffnend, bildet weiter und nimmt einen an die Hand rassistische Strukturen in der Gesellschaft zu erkennen und bewusst daran zu arbeiten. Super finde ich das historische Hintergründe aufgezeigt werden, sowie Fragen, die man sich selbst stellen kann, um selbst aktiv zu werden.
"Exit Racism" war mein zweites Buch in diesem Monat rund um das unheimlich wichtige Thema Rassismus - was es bedeutet, dass es so viel mehr ist, als die klassische Vorstellung, wie wir etwas daran ändern können. Ich glaube, dass man zu solch einem Buch keine vernünftige Rezension schreiben kann, wenn man nicht selbst gänzliches Verständnis des Themas vorweisen kann. Ich persönlich kann nur sagen, dass es genauso viel vermittelt hat, wie "Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen". Teilweise waren die Inhalte ähnlich, wurden aber gänzlich anders aufgearbeitet, ein wenig interaktiver, was den Leser zusätzlich zum Nachdenken und Auseinandersetzen mit dem Themengebiet auffordert. Wenn ich könnte, würde ich dieses Buch nicht nur als Empfehlung kennzeichnen, sondern geradeweg als Pflichtlektüre.
Sollte jede (weiße) Person gelesen haben!
Klasse Buch, wie gesagt sollte jede (weiße) Person gelesen haben. am Anfang fiel es mir etwas schwer aufgrund der sachlich formulierten Texte da ich sonst eher Roman Leserin bin aber gerade am Ende die Einblicke in die Altage von Rassismus betroffenen Person haben es mir nochmal deutlich leichter gemacht! Wie gesagt klasse Buch, teils auch zum mitmachen, schöne Formulierungen und klasse Schreibstil!
Die Autorin schafft es, einem das System Rassismus ruhig und verständlich zu erklären.
Exit Rasism ist definitiv ein Buch, welches jeder Mensch gelesen haben sollte. Kurz und knapp, worum geht´s : Was ist Rassismus eigentlich genau und wie erkenne ich ihn ? Zwischenzeitliche Reisen in die Vergangenheit aber auch Gegenwärtige Situationen und Vorfälle werden hier beleuchtet. Ich konnte viele neue Dinge mitnehmen und habe mich oft dabei ertappt, dass ich mich in manchen Alltagssituationen selber ungewollt erwischt habe. Aber genau darauf zielt dieses Buch auch ab. In jedem von uns Menschen stecken Vorurteile, Unwahrheiten und problematische Denkstrukturen. Streiten wir diese jedoch immer von uns und schieben sie „nur“ auf die anderen Menschen, dann wird sich das System wahrscheinlich niemals so richtig ändern. Die Autorin hat es geschafft, mir am Ende des Buches auch ein wenig Tränen in die Augen zu treiben. Das nächste Buch von Tupoka ist auf meiner Liste! 5/5 Sternen von mir 💕📚
Dieses Buch muss man wirklich nicht lesen...
So, nachdem mich irgendjemand gemeldet hat, weil ich dieses Buch wirklich schlecht fand, habe ich beschlossen, das hier noch mal neu zu schreiben. Aber keine Sorge, mehr Sterne werden es durch die Meldung nicht. Ich finde dieses Buch nicht gut. Ich muss mich als Deutsche Weiße nicht dafür schämen, dass ich deutsch und weiß bin. Ich lebe auch nicht in Happy Land. Mir sind Erfolge nicht in den Schoß gefallen und ich hatte es auch nicht leichter im Leben, nur, weil ich weiß bin. Um es mit den Worten meiner Schüler zu sagen: ich finde diese Unterstellung bodenlos. Aber natürlich kann man durch's Leben gehen und überall Rassismus sehen. Ob das dann zwingend auch so ist, ist fraglich. Ich bleib dabei: ich finde das Buch schlecht. Von mir aus kannst du das jetzt auch wieder melden gehen, statt dich mit mir direkt auseinander zu setzen ^^
Für mich der ideale Einstieg in das so wichtige Thema Rassismus. Sollte meiner Meinung nach Pflichtlektüre werden, vor allem in Schulen und anderen Orten der (Weiter)Bildungsvermittlung. Ich hatte mich bisher noch nicht mit anderen Büchern zum Thema befasst und habe in „Exit Racism“ einen sehr guten Zugang gefunden. Ich habe das Hörbuch gehört und die Stimmen der Sprecher*innen als sehr angenehm empfunden, allen voran die Stimme der Autorin selber. Das Buch hat mich abgeholt, mir Wissen vor allem zur Entstehungsgeschichte von Rassismus vermittelt und mich zum Reflektieren angeregt. Die Mischung aus persönlichen Erfahrungen und wissenschaftlichen / sachlichen Erkenntnissen ist sehr gut gewählt, es wird nicht angeklagt sondern Fakten und Strukturen aufgezeigt. In mir arbeitet es: Es wird sicher nicht das letzte Buch zum Thema gewesen sein.
"Wir sind in einer Welt aufgewachsen, der seit über dreihundert Jahren Rassismus tief in den Knochen steckt. So tief, dass es keinen Raum gibt, in dem er nicht zu finden ist. Und einfach nur dadurch, dass Du in dieser Welt lebst, wurdest Du Teil dieses Systems. In der Art, wie Du über Dich und über andere sprechen und denken gelernt hast: durch die Kinderbücher, die Du vorgelesen bekommen hast, die digitalen Medien, die Du von klein auf konsumiert hast, Deine Schulbücher... alles. Kurz gesagt: Du bist rassistisch sozialisiert worden. So, wie viele Generationen vor Dir, seit über dreihundert Jahren." An einer anderen Stelle im Buch erklärt Tupoka Ogette, dass es bei oben genanntem nicht um Schuld bzw. Schuldzuweisung geht, sondern um Verantwortung. Natürlich waren wir heute lebende Weiße nicht persönlich am Kolonialismus oder Sklavenhandel, etc. beteiligt - aber wir müssen uns bewusst werden, dass das über Jahrhunderte gefestigte rassistische Gedankengut immer noch vorhanden ist und uns geprägt hat. Dieses Buch hilft nicht nur dabei, Rassismus (auch in sich selbst) zu sehen und zu verstehen, sondern gibt sehr praktische Ratschläge und Erfahrungswerte mit, wie man sich eben nicht rassistisch verhält und wie man wiederum anderen Menschen ihren Rassismus aufzeigen kann. Ein Buch, von dem ich mir wünschen würde, dass es in den Schulkanon aufgenommen wird, weil es so wichtig für unsere Gesellschaft ist.
The „Dear White People“ as a book, but non-fictional
A great deconstruction of racism for white people mostly. As a Black women I was triggered sometimes while reading but it’s still rewarding to read as a BiPoC because I felt more empathy for my younger self and current self. If you are white, please read this book! The author is really good at conveying concepts of institutional racism! 100% would recommend!
Wenn man sich als sehr empathischer Mensch erstmals intensiv mit dem Thema Rassismus beschäftigt, kann das ziemlich überwältigend, schockierend und deprimierend sein. So genau vor Augen geführt zu bekommen, was man als weißer privilegierter Mensch als selbstverständlich ansieht, was für PoC aber alles andere als selbstverständlich ist, ist schrecklich und wirkte bei mir noch lange nach. Ich gehe mittlerweile noch offener durch die Welt, hinterfrage viele Dinge, die mir vorher nicht aufgefallen wären. Ich fühle mich nahezu schlecht , mich nicht eher intensiv mit dem Thema beschäftigt zu haben und schlage immer wieder einzelne Seiten des Buches nach. Interessant fand ich die kurzen „Logbuch“ Auszüge, in denen andere Menschen ihre Gedanken zu dem Buch anonym verschriftlichen. Hilfreich finde ich die weiterführenden Links bzw QR Codes zu kurzen YouTube Videos oder ganzen Dokumentationen, um das gesamte Thema noch weiter vertiefen zu können. Ein ganzes starkes Buch, das einem sehr viel Input mitgibt, über das man noch lange nachdenkt und das lange nachwirkt. Dieses Buch sollte in jeder Schule als Pflichtlektüre gelesen werden. Zum teufel mit gedichtanalysen: das hier ist ein wirklich wichtiges Thema, was es zu verstehen gilt und wofür ein Bewusstsein geschaffen werden muss - damit alle Menschen happyland endgültig verlassen!
Bereichernd!
Dieses Buch bereichert einen auf jeder Ebene. Man lernt unfassbar viel dazu und bekommt Hilfen, wie man gegen den Rassismus in sich selbst und im Alltag bekämpfen kann. Ich hätte mir nur eventuell noch mehr Beispiele aus dem Leben gewünscht, da ich finde, dass dadurch der Rassismus noch deutlicher wurde. Also Hörbuch würde ich es nicht unbedingt empfehlen 🙈 die Autorin gibt auch Methoden an die Hand, die man "ausfüllen" kann & das funktioniert bei einem Hörbuch ziemlich schlecht. Insgesamt eine absolute Empfehlung!
Ich finde es in gewisser Weise immer schwierig einem Buch mit persönlicher Geschichte und viel Wissen eine Bewertung zu geben. Ich kann nicht anders als diesem Buch 5 Sterne zu geben, weil es einem die Augen öffnet und einem den richtigen Weg zeigt auch wenn ich noch am Anfang stehe. Mir ist vieles viel bewusster geworden auch wenn ich manches schon genauso wahrgenommen habe wie es ist und mich dieses Buch darin bestärkt hat. Ich weiß das es ein langer Weg und ein schwieriger Weg ist, aber er ist deshalb umso wichtiger weil ich im Gegensatz zu vielen anderen Menschen die Wahl habe, weil ich weiß und dadurch privilegiert bin. Das Buch ist in keinster Weise beschuldigend, aber ehrlich, es zeigt unsere Fehler aber auch wie wir es besser machen können. Deshalb sage ich Danke, ein großes Dankeschön an die Autorin, die ihre Geschichte mit uns allen teilt und die vieler anderer Menschen auch.
Am Anfang kam ich mir als Leser fehl am Platz vor, denn dieses Buch richtet sich eher an Menschen, die sich mit dem Thema Alltagsrassismus und White Privilige noch nie auseinander gesetzt haben. Ich bin mir der Privilegien und auch Biases bewusst und genau deswegen habe ich dieses Buch gelesen, um mich weiter damit auseinander zu setzen. Die Autorin geht aber erstmal von null Reflektion aus. Das ist auch ok, man will ja Leute, die "neu" im Thema sind nicht direkt verlieren und verschrecken. Ihre Fragen wie "Bist du jetzt wütend wenn du das liest, möchtest du das Buch wegwerfen?", haben mich dann aber ein bisschen genervt. Aber ok, es ist ein emotionales Thema und sie will, dass die Leute ihre Emotionen auch wahrnehmen. Ich verstehe das Vorgehen. Alles in allem reisst das Buch von Kolonialgeschichte bis zu persönlichen Berichten von Alltagsrassismus viele Themen an und betrachtet sie aus verschiedenen Perspektiven. Ich denke um sich mit dem Thema vertraut zu machen, ist das Buch gut. Mir persönlich hat der nächste Schritt gefehlt. Aber ich habe durchaus etwas gelernt.
Als Hörbuch gehört. Dieses Buch sollte das Erste sein, dass man liest, wenn man gerade anfängt sich mit Rassismus zu beschäftigen. Es holt einen an allen nur erdenklichen Stellen ab und nimmt jede Perspektive ein. Ich habe mich unglaublich gut verstanden gefühlt, was dann auch dazu führt, dass man zugänglicher ist um sich selbst zu hinterfragen. Wenn man dieses Buch gelesen hat, kann man nur bereit sein, sich weiter mit Rassismus zu beschäftigen. Zumindest geht es mir so. Ich denke das Buch hat nicht den Anspruch zu sehr in die Tiefe zu gehen, sondern viel mehr, Anreize zu setzen sich weiter mit dem Thema zu beschäftigen. Mich entlässt es mit dem Gefühl viel verstanden zu haben und dem Drang noch viel mehr verstehen zu wollen.
Ein guter Augenöffner, vor allem für Einsteiger
Ich habe mich mit dem Buch anfangs etwas schwergetan. Ein guter Einstieg für alle, die sich noch nie mit Rassismus beschäftigt haben – genau das Buch, das ich meiner Familie in die Hand drücken möchte. Für Fortgeschrittene stellenweise etwas langatmig, aber das Kapitel über Perspektivwechsel am Ende hat mich wirklich bereichert.
Alles Grundlegende zum Thema Rassismus in einem schmalen Buch versammelt. Wer sich nur ein bisschen und mit wenig Aufwand mit dem Thema befassen möchte, hat hier die perfekte Gelegenheit. Voller Erklärungen, echter Beispiele und Links zu Videos bleibt es nah am Leben. Außerdem mit unendlicher Geduld mit weißen Menschen, an die sich das Buch in erster Linie richtet. Der optimale Beginn deiner rassismuskritischen Reise.
Die Autorin zeigte mir in diesem Buch, wo ich selbst noch an mir arbeiten muss und kann. Dies ist ein vorbildliches “Mitmachbuch”, in das man in sich gehen und seine Denke sezieren muss. Absolute Lese- und Hörempfehlung mit Beispielen, die den Weg aus dem weißen “Happyland” weisen, um die Augen, Ohren und alle weiteren Sinne für Rassismus zu öffnen und dagegen anzugehen. Die Welt muss revolutioniert werden!
Es ist ein ausgezeichnetes Buch darüber, was Rassismus wirklich ist und natürlich auch darüber, wie man ihn überwinden kann. Es geht unter anderem darauf ein, wie Rassismus in unserer Welt präsent ist und welche Geschichte er hat. Da Tupoka Ogette eine Anti-Rassismus-Trainerin ist, weiß sie wirklich, wie man Menschen helfen kann, das Thema zu verstehen. Sie geht auf die einzelnen Schritte des Prozesses und die Emotionen ein, mit denen man umgehen muss, um die Reise aus dem Happyland zu beginnen, in das weiße Menschen hineingeboren werden. Dieses Buch von Tupoka ist ein Segen. Ich habe das Gefühl, dass mir die Augen geöffnet wurden, und bin dankbar, dass ich auf so verständliche und doch zugängliche Weise mehr über Rassismus und seine Formen gelernt habe. Rassismus ist wirklich tief verwurzelt und in jedem einzelnen Aspekt des Lebens verankert. Es gibt so viel Unwissenheit. Und das ist es, was dieses Buch tut: Es zerrt alles ans Licht und macht es einem bewusst. Überbewusst. Und das ist auch nötig. Tupoka erklärt das Thema auf eine Art und Weise, dass man es "einfach versteht", vor allem diejenigen, die sich selbst nicht für rassistisch halten und diejenigen, die "es besser machen wollen", aber nicht das nötige Wissen haben. Dieses Buch ist den eigenen antirassistischen Workshops von Tupoka nachempfunden, und als solches informiert es nicht nur, sondern regt den Leser auch aktiv dazu an, darüber nachzudenken, wie die Informationen mit seinem eigenen Leben zusammenhängen. Ich habe das Kapitel über die Geschichte des Rassismus sehr geschätzt, vor allem weil es sehr gut erklärt, wie der Rassismus eine Erfindung war, um die Sklaverei zu legitimieren (was sehr deutlich macht, wie er als "soziales Konstrukt" funktioniert, ohne dass man den Begriff überhaupt verwenden muss), und auch den besonderen Fokus auf die deutsche Kolonialgeschichte, die so absolut aus unserem kollektiven Bewusstsein gelöscht wurde und über die ich in der Schule fast nichts gelernt habe (was unbedingt geändert werden muss). Es wird auch viel auf die psychologischen Aspekte des Weges zum Antirassismus eingegangen und auf die Phasen, die man typischerweise durchläuft (von Wut und Verleugnung über Scham bis hin zu Verantwortung). Mir gefiel die Art und Weise, wie das Buch einen dazu ermutigt, diese Emotionen tatsächlich zu erleben und mit ihnen zu leben, wenn man mit ihnen konfrontiert wird, sie dann aber in produktives Handeln umzusetzen. Insgesamt hat mir die Sprache dieses Buches sehr gut gefallen - es verwendet eine hochstehende Terminologie und so weiter, aber gleichzeitig wirkte es auf mich nie unzugänglich - es fühlte sich sehr geerdet an, wie ein echter Workshop. Daher scheint mir dieses Buch eine hervorragende Möglichkeit zu sein, eine Brücke zu Menschen zu schlagen, die sich vielleicht noch nie mit dem Thema Rassismus beschäftigt haben, und sie dennoch mit dem theoretischen Niveau vertraut zu machen, das sie brauchen, um zu verstehen, wie er funktioniert. Indem es die Mechanismen des Rassismus verständlich macht und dann dazu anregt, diese Mechanismen im Alltag, im Verhalten anderer und im eigenen Verhalten zu sehen und zu erkennen, gibt einem dieses Buch die Werkzeuge an die Hand, die man braucht, um aktiv antirassistisch zu werden, was natürlich immer eine Reise und ein Prozess ist, der nie ganz abgeschlossen ist. Tupoka Ogettes "Exit racism" ist eine ausgezeichnete Grundlage über die Funktionsweise von Rassismus, seine Wurzeln und die Auswirkungen auf die Menschen, die darunter leiden. Zu jedem Kapitel gibt es zusätzliches Material wie Videos und weitere Artikel, die ihr auch auf ihrer Website finden können. Und ich lege es wirklich jedem ans Herz.
Tupoka Ogette [sie/ihr] hat mit “Exit Racism” ein tolles Buch geschrieben, das insbesondere für weiße Menschen eine gute Möglichkeit ist, um sich zum ersten Mal mit dem Thema “Rassismus” zu beschäftigen. Das Buch ist auch explizit an weiße Menschen gerichtet, aber für Bi_PoC wird direkt am Anfang eine Triggerwarnung ausgesprochen, was ich echt wichtig finde. Denn es werden rassistische Aussagen und Begriffe reproduziert. Ich bin zwar nicht weiß, aber ich wollte das Buch trotzdem zuerst selbst lesen, bevor ich das empfehle. Fazit: Große Leseempfehlung! Besonders gefallen hat mir, dass es ein “Mitmach-Buch” ist. Die Lesenden bekommen zuerst Input zu dem jeweiligen Themenabschnitt, dann kommt ein interaktiver Teil, wie bei einem Workshop eben. Es wird dazu angeregt einen Perspektivwechsel vorzunehmen und selbst im eigenen Umkreis Gespräche anzufangen. Für mich selbst am spannendsten war aber der “Logbuch-Teil”. Da haben frühere Workshopteilnehmenden Auszüge aus ihren Logbüchern freigegeben und das war teilweise erschreckend zu lesen, was weiße Menschen so denken, aber gleichzeitig auch erleichternd zu sehen, dass es dann so nach und nach doch ein Umdenken gab. Klar, ein sofortiges Umdenken nach dem ersten Themenabschnitt wäre wahrscheinlich auch sehr utopisch. Es werden Begriffe auch erklärt, wenn die erstmals vorkommen, wie die Schreibweise von weiß (kursiv) und Schwarz (mit großem S), aber auch Begriffe, die für viele, die sich mit aktivistischen Inhalten auseinandersetzen evtl. bereits kennen, wie “Empowerment” und “Ismen”, und geht dann später auch auf Fremdbezeichnungen und Selbstbezeichnungen ein. Wenn ihr Ogette bereits kennt, kennt ihr bestimmt auch den Begriff “Happyland”. Ein Wort, das ein Manager eines Kommunikationsunternehmens am Ende eines ihrer Workshops geprägt hatte und ich finde, dass das wirklich perfekt beschreibt, wie das so ist, wenn eine Person ohne Rassismuserfahrungen aufwächst und sich bis zum “Aufwachen” eben nicht mit Rassismus beschäftigt und sich reflektiert hat. Ogette stellt auch ein Phasenmodell für den Umgang mit dem eigenen Rassismus vor (1. Happy Land, 2. Abwehr, 3. Scham, 4. Schuld, 5. Anerkennung) und ich denke, dass dieses Phasenmodell auch für andere Ismen anwendbar ist. Zumindest habe ich das bei mir selbst wiedererkannt. Es ist unangenehm aus diesem Happyland aufzuwachen. Es war schließlich so viel angenehmer für einen, als wir von gewissen Dingen nicht wussten, nicht mit ihnen konfrontiert wurden und schlichtweg ignorant sein konnten. Aber das ist ein mega großes Privileg. Negativbetroffene haben gar nicht die Wahl, ob sie sich damit beschäftigen möchten. Etwas, womit auch ich mich nicht beschäftigt hatte, war der deutsche Kolonialismus. Ich wusste tatsächlich nur, dass Qingdao eine deutsche Kolonie war. Eben, weil ich Chinesiche Deutsche bin und mich nur mit diesem Teil auseinandergesetzt habe, weil teilweise wildfremde Menschen mich darauf angesprochen haben, sodass ich das Gefühl hatte, dass es in meiner Verantwortung liegt herauszufinden, was damals geschah. Dabei habe ich mich wirklich nur auf diese eine ehemalige Kolonie fokussiert. Ich hatte keine Ahnung von den Kolonien in Afrika. Es wird sowohl auf Rassismus auf individueller Ebene durch bspw. Mikroaggressionen eingegangen, aber auch struktureller Rassismus und deren Auswirkungen erklärt. Das einzige, was ich einerseits gut fand, aber auch kritisieren möchte: Die QR Codes/Links im Buch, die einen zu Videos führen, die einem noch mehr Infos liefern. Gut, weil wir dadurch einfach zu weiteren Videos und Infos kommen, aber leider sind die meistens auf Englisch, sodass das leider für einige evtl. eine Hürde sein könnte. Es ist schade, dass es auf Deutsch noch nicht so viel zum Thema “Rassismus” gibt. Das merke ich vor allem auch daran, dass wir vieles aus dem englischen Sprachraum übernehmen und gar keine deutschen Begriffe haben. Beispiele hierfür sind “X Blaming” und “mixed race”. Da müssen definitiv noch mehr Diskussionen geführt werden. Ganz am Ende sind nochmal konkrete Tipps für einen rassismuskritischen Alltag, die sehr hilfreich ist, sodass Lesenden am Ende einiges an Werkzeugen in die Hand gegeben wird und mehr zum Handeln angeregt werden.
Beschreibung
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Tupoka Ogette ist Trainerin und Beraterin für Rassismuskritik und Antirassismus im deutschsprachigen Raum. Gemeinsam mit ihrem Team begleitet sie Unternehmen, Organisationen und Verbände mit individuellen Workshops, Vorträgen und Beratungen auf ihrem rassismuskritischen Weg.
Beiträge
Es sollte Pflichtlektüre in jeder Schule werden
Tupoka ist schlicht die Sprecherin zum Thema Rassismus für mich und ich bin bereits lange teil der Tupokademie. Für dieses Buch habe ich nun etwas länger gebraucht, weil ich mir bewusst die Zeit für all die Videos usw genommen habe und auch wenn es manchmal weh tat und unbequem war, ist es doch eine absolute Empfehlung! Es sollte auf den Listen auftauchen, die dir sagen, welches Buch du um kommendem Jahr unbedingt lesen solltest weil es deine Welt verändern wird.
Ein absolutes MUSS für alle Menschen! Raus aus dem happyland!
Nachdem ich auf der Arbeit darüber informiert habe, dass das N-Wort rassistisch ist, wurde ich dermaßen angegriffen, dass ich dachte mein Schwein pfeift! Alle Aussagen meiner Kolleg*innen habe ich in dem Buch wieder gefunden. Ich war wütend und traurig, aber ich musste auch ein wenig schmunzeln, weil das wohl normal ist, wenn man im „happyland“ lebt. Ich werde weiterhin auf Rassismus aufmerksam machen und fühle mich durch das sehr sehr gute und informative Buch noch gefestigter! Die verschiedenen Perspektiven und Erläuterungen sind einfach Gold wert!

Enttäuschung auf ganzer Linie.
Ich bin absolut enttäuscht von diesem Buch und der Autorin…. Rassismus ist ein so unglaublich wichtiges Thema und die Sensibilisierung und Veränderung dessen ebenso! Und das wurde in diesem Buch grandios gegen die Wand gefahren - angefangen mit dem wissenschaftlichen Anspruch - Wikipedia ist keine seriöse Quelle für irgendwas! Die Autorin stellt „weiße“ Menschen unter Generalverdacht, stellt ihre subjektive Meinung als Fakten dar, unterschlägt und verfälscht historische Zusammenhänge und Tatsachen. Sklaverei gab und gibt es in jeder Kultur. Das ist keine Erfindung der Europäer und auch vor der Maafa habe sich die Stämme in Europa gegenseitig versklavt, in der arabischen Welt ist Sklaverei durch den Koran abgesegnet und in Afrika haben sich die Afrikaner gegenseitig versklavt, auch bevor Europäer kamen. Die persönlichen Erfahrungsberichte sind keine Einzelfälle - die Darstellung bleibt subjektiv, und aus anderen Jahrzehnten… ohne Reflektoren und Einordnung. Diese Buch säht Zwietracht und stellt keinerlei Diskurs oder Sensibilisierung her, sodass Raum für Veränderung entsteht. Sehr schade und enttäuschend.
Sollte Pflichtlektüre sein, nicht nur an Schulen.
Meine Gedanken zu diesem Hörbuch, das ich gerade beendet habe, sind noch unstrukturiert, daher bezeichne ich sie nicht als Rezension. Ich möchte aber bei meinem katastrophalen Gedächtnis mich nicht erst später dazu äußern. Kein anständiger Mensch möchte ein Rassist sein. Ich habe mich durchaus schon öfters mit Rassismus beschäftigt und bin mir bewusst, dass es in unserem Land strukturellen Rassismus gibt, den alle hier sozialisierten, auch ich, in gewissem Maße verinnerlicht haben. Es gilt, dies nicht nur zu erkennen und entsprechende Erkenntnisse nicht mehr abzuwehren, sondern auch dazuzulernen und an sich zu arbeiten, um rassistisches Verhalten zu vermeiden. Tupoka Ogettes Buch ist hierfür ein echter Schatz, der Pflichtlektüre nicht nur an Schulen sein sollte. Es klärt über die Ursprünge des Rassismus auf und darüber, warum und in welchen Erscheinungsformen er auch in unserer Gegenwart er immer noch überall zu Tage tritt. Dies geschieht häufig gar nicht bewusst, denn wie gesagt, wer will schon ein Rassist sein? Als besonders hilfreich habe ich die Fragen empfunden, die die Lesenden sich selbst stellen sollen, nicht nur in dieser Hinsicht ist das Buch interaktiv. Ich werde mir auf jeden Fall auch noch die zahlreichen weiterführenden Materialien anschauen, die auf der zugehörigen Website aufgelistet sind. Tupoka Ogette verzichtet auf umfangreiche Schilderungen ihrer eigenen rassistischen Erfahrungen, doch u. a. in Kapitel 8 erzählen Schwarze Menschen und Eltern Schwarzer Kinder von ihren Erlebnissen. Diese haben mir Tränen der Wut in die Augen getrieben. Ich hatte wirklich gedacht, dass die meisten weißen Menschen mit einer gewissen Bildung versuchen, sich nicht rassistisch zu verhalten und das auch ihren Kindern beibringen. Ich hatte gedacht, dass wir in den letzten 30 Jahren Fortschritte gemacht haben. Ich dachte, wir wären weiter. Doch das Ausmaß dessen, was Schwarze Kinder und PoC an deutschen Schulen immer noch durchmachen, hat mich extrem aufgewühlt. Erlebnisse wie das einer Mutter eines Schwarzen Kindes, das mit seiner Klasse von der Klassenfahrt zurückkommt, und als sich die Tür des Busses öffnet, hört die Mutter, dass im Bus alle außer ihrem Kind, inklusive der Lehrer, "10 kleine N..." singen. Das Schwarze Mädchen, dass deutsche Muttersprachlerin mit einem ausgezeichneten Sprachniveau ist, aber zur Sprachförderung geschickt wird, weil es "wild gestikuliere, was wohl an seiner Herkunft läge". Ich finde das unerträglich. Tupoka Ogettes Buch hat mich dazulernen lassen und mich inspiriert, mich mehr mit Rassismus zu beschäftigen. Denn ich bin sicher noch nicht am Ende des Weges. Ich spreche hier eine dringende Leseempfehlung aus. Liebe Schwarze Menschen und PoC, wie ich oben schon gesagt habe, ist mir bewusst, dass auch ich Rassismen internalisiert habe. Sollte ich verletzende Formulierungen verwenden, macht mich bitte darauf aufmerksam. Danke.
Inspirierend und erschreckend ehrlich
Ein tolles Buch insbesondere um sich erstmalig in das Thema Rassismus einzulesen. Es öffnet einem regelrecht die Augen. Die eigenen Privilegien zu erkennen und zu hinterfragen erfordert nicht nur viel Mut sondern auch Engagement. Dieses Buch zeigt jedoch, wie wichtig genau das ist. Das Leben ist für Betroffene einfach anders, die Welt ist eine andere. Empfehlenswert für jeden und jede, die sich selbst und unser System hinterfragen und verbessern möchte.
Pflicht - auch wenns unangenehm ist.
Als weißer, privilegierter Mann, der von Rassismus profitiert, tut das weh zu lesen. Aber das Bewusstsein ändert die Haltung. Das eigene scheitern und immer wieder hinhören. Wir müssen unserer Rolle klar werden und bewusst werden, dass Rassismus da ist und mit allem bekämpft werden muss!
Ein wirklich gutes Buch, das ich uneingeschränkt jeder/-m empfehle. Es ist ein Sachbuch, das gut strukturiert ist und u.a. auch die Wurzeln des Rassismus' beleuchtet. Es zeigt zudem auf, wie Weiße in ihrem "Happyland" sozialisiert wurden, in dem der alltägliche strukturelle Rassismus gar nicht wahrgenommen wird. Tupoka Ogette erklärt dies sehr gut und macht es sichtbar, u.a. auch durch Verlinkungen auf Videos (durch QR Codes), die diese Themen vertiefend erklären. Das Buch ist allerdings Recht dünn und enthält nur wenige praktische Beispiele. Eine gute Ergänzung sind daher die Bücher "Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen aber wissen sollten" von Alice Hasters, "Wir können mehr sein: Die Macht der Vielfalt" von Aminata Touré und "Schwarzes Herz" von Jasmina Kuhnke. Zudem bietet Tupoka Ogette in ihrem Instagram-Kanal immer wieder gute Denkanstöße, durch die man eigenes Denken und Handeln reflektieren kann.
Ein absolut wichtiges Thema. Sehr Augen öffnend, bildet weiter und nimmt einen an die Hand rassistische Strukturen in der Gesellschaft zu erkennen und bewusst daran zu arbeiten. Super finde ich das historische Hintergründe aufgezeigt werden, sowie Fragen, die man sich selbst stellen kann, um selbst aktiv zu werden.
"Exit Racism" war mein zweites Buch in diesem Monat rund um das unheimlich wichtige Thema Rassismus - was es bedeutet, dass es so viel mehr ist, als die klassische Vorstellung, wie wir etwas daran ändern können. Ich glaube, dass man zu solch einem Buch keine vernünftige Rezension schreiben kann, wenn man nicht selbst gänzliches Verständnis des Themas vorweisen kann. Ich persönlich kann nur sagen, dass es genauso viel vermittelt hat, wie "Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen". Teilweise waren die Inhalte ähnlich, wurden aber gänzlich anders aufgearbeitet, ein wenig interaktiver, was den Leser zusätzlich zum Nachdenken und Auseinandersetzen mit dem Themengebiet auffordert. Wenn ich könnte, würde ich dieses Buch nicht nur als Empfehlung kennzeichnen, sondern geradeweg als Pflichtlektüre.
Sollte jede (weiße) Person gelesen haben!
Klasse Buch, wie gesagt sollte jede (weiße) Person gelesen haben. am Anfang fiel es mir etwas schwer aufgrund der sachlich formulierten Texte da ich sonst eher Roman Leserin bin aber gerade am Ende die Einblicke in die Altage von Rassismus betroffenen Person haben es mir nochmal deutlich leichter gemacht! Wie gesagt klasse Buch, teils auch zum mitmachen, schöne Formulierungen und klasse Schreibstil!
Die Autorin schafft es, einem das System Rassismus ruhig und verständlich zu erklären.
Exit Rasism ist definitiv ein Buch, welches jeder Mensch gelesen haben sollte. Kurz und knapp, worum geht´s : Was ist Rassismus eigentlich genau und wie erkenne ich ihn ? Zwischenzeitliche Reisen in die Vergangenheit aber auch Gegenwärtige Situationen und Vorfälle werden hier beleuchtet. Ich konnte viele neue Dinge mitnehmen und habe mich oft dabei ertappt, dass ich mich in manchen Alltagssituationen selber ungewollt erwischt habe. Aber genau darauf zielt dieses Buch auch ab. In jedem von uns Menschen stecken Vorurteile, Unwahrheiten und problematische Denkstrukturen. Streiten wir diese jedoch immer von uns und schieben sie „nur“ auf die anderen Menschen, dann wird sich das System wahrscheinlich niemals so richtig ändern. Die Autorin hat es geschafft, mir am Ende des Buches auch ein wenig Tränen in die Augen zu treiben. Das nächste Buch von Tupoka ist auf meiner Liste! 5/5 Sternen von mir 💕📚
Dieses Buch muss man wirklich nicht lesen...
So, nachdem mich irgendjemand gemeldet hat, weil ich dieses Buch wirklich schlecht fand, habe ich beschlossen, das hier noch mal neu zu schreiben. Aber keine Sorge, mehr Sterne werden es durch die Meldung nicht. Ich finde dieses Buch nicht gut. Ich muss mich als Deutsche Weiße nicht dafür schämen, dass ich deutsch und weiß bin. Ich lebe auch nicht in Happy Land. Mir sind Erfolge nicht in den Schoß gefallen und ich hatte es auch nicht leichter im Leben, nur, weil ich weiß bin. Um es mit den Worten meiner Schüler zu sagen: ich finde diese Unterstellung bodenlos. Aber natürlich kann man durch's Leben gehen und überall Rassismus sehen. Ob das dann zwingend auch so ist, ist fraglich. Ich bleib dabei: ich finde das Buch schlecht. Von mir aus kannst du das jetzt auch wieder melden gehen, statt dich mit mir direkt auseinander zu setzen ^^
Für mich der ideale Einstieg in das so wichtige Thema Rassismus. Sollte meiner Meinung nach Pflichtlektüre werden, vor allem in Schulen und anderen Orten der (Weiter)Bildungsvermittlung. Ich hatte mich bisher noch nicht mit anderen Büchern zum Thema befasst und habe in „Exit Racism“ einen sehr guten Zugang gefunden. Ich habe das Hörbuch gehört und die Stimmen der Sprecher*innen als sehr angenehm empfunden, allen voran die Stimme der Autorin selber. Das Buch hat mich abgeholt, mir Wissen vor allem zur Entstehungsgeschichte von Rassismus vermittelt und mich zum Reflektieren angeregt. Die Mischung aus persönlichen Erfahrungen und wissenschaftlichen / sachlichen Erkenntnissen ist sehr gut gewählt, es wird nicht angeklagt sondern Fakten und Strukturen aufgezeigt. In mir arbeitet es: Es wird sicher nicht das letzte Buch zum Thema gewesen sein.
"Wir sind in einer Welt aufgewachsen, der seit über dreihundert Jahren Rassismus tief in den Knochen steckt. So tief, dass es keinen Raum gibt, in dem er nicht zu finden ist. Und einfach nur dadurch, dass Du in dieser Welt lebst, wurdest Du Teil dieses Systems. In der Art, wie Du über Dich und über andere sprechen und denken gelernt hast: durch die Kinderbücher, die Du vorgelesen bekommen hast, die digitalen Medien, die Du von klein auf konsumiert hast, Deine Schulbücher... alles. Kurz gesagt: Du bist rassistisch sozialisiert worden. So, wie viele Generationen vor Dir, seit über dreihundert Jahren." An einer anderen Stelle im Buch erklärt Tupoka Ogette, dass es bei oben genanntem nicht um Schuld bzw. Schuldzuweisung geht, sondern um Verantwortung. Natürlich waren wir heute lebende Weiße nicht persönlich am Kolonialismus oder Sklavenhandel, etc. beteiligt - aber wir müssen uns bewusst werden, dass das über Jahrhunderte gefestigte rassistische Gedankengut immer noch vorhanden ist und uns geprägt hat. Dieses Buch hilft nicht nur dabei, Rassismus (auch in sich selbst) zu sehen und zu verstehen, sondern gibt sehr praktische Ratschläge und Erfahrungswerte mit, wie man sich eben nicht rassistisch verhält und wie man wiederum anderen Menschen ihren Rassismus aufzeigen kann. Ein Buch, von dem ich mir wünschen würde, dass es in den Schulkanon aufgenommen wird, weil es so wichtig für unsere Gesellschaft ist.
The „Dear White People“ as a book, but non-fictional
A great deconstruction of racism for white people mostly. As a Black women I was triggered sometimes while reading but it’s still rewarding to read as a BiPoC because I felt more empathy for my younger self and current self. If you are white, please read this book! The author is really good at conveying concepts of institutional racism! 100% would recommend!
Wenn man sich als sehr empathischer Mensch erstmals intensiv mit dem Thema Rassismus beschäftigt, kann das ziemlich überwältigend, schockierend und deprimierend sein. So genau vor Augen geführt zu bekommen, was man als weißer privilegierter Mensch als selbstverständlich ansieht, was für PoC aber alles andere als selbstverständlich ist, ist schrecklich und wirkte bei mir noch lange nach. Ich gehe mittlerweile noch offener durch die Welt, hinterfrage viele Dinge, die mir vorher nicht aufgefallen wären. Ich fühle mich nahezu schlecht , mich nicht eher intensiv mit dem Thema beschäftigt zu haben und schlage immer wieder einzelne Seiten des Buches nach. Interessant fand ich die kurzen „Logbuch“ Auszüge, in denen andere Menschen ihre Gedanken zu dem Buch anonym verschriftlichen. Hilfreich finde ich die weiterführenden Links bzw QR Codes zu kurzen YouTube Videos oder ganzen Dokumentationen, um das gesamte Thema noch weiter vertiefen zu können. Ein ganzes starkes Buch, das einem sehr viel Input mitgibt, über das man noch lange nachdenkt und das lange nachwirkt. Dieses Buch sollte in jeder Schule als Pflichtlektüre gelesen werden. Zum teufel mit gedichtanalysen: das hier ist ein wirklich wichtiges Thema, was es zu verstehen gilt und wofür ein Bewusstsein geschaffen werden muss - damit alle Menschen happyland endgültig verlassen!
Bereichernd!
Dieses Buch bereichert einen auf jeder Ebene. Man lernt unfassbar viel dazu und bekommt Hilfen, wie man gegen den Rassismus in sich selbst und im Alltag bekämpfen kann. Ich hätte mir nur eventuell noch mehr Beispiele aus dem Leben gewünscht, da ich finde, dass dadurch der Rassismus noch deutlicher wurde. Also Hörbuch würde ich es nicht unbedingt empfehlen 🙈 die Autorin gibt auch Methoden an die Hand, die man "ausfüllen" kann & das funktioniert bei einem Hörbuch ziemlich schlecht. Insgesamt eine absolute Empfehlung!
Ich finde es in gewisser Weise immer schwierig einem Buch mit persönlicher Geschichte und viel Wissen eine Bewertung zu geben. Ich kann nicht anders als diesem Buch 5 Sterne zu geben, weil es einem die Augen öffnet und einem den richtigen Weg zeigt auch wenn ich noch am Anfang stehe. Mir ist vieles viel bewusster geworden auch wenn ich manches schon genauso wahrgenommen habe wie es ist und mich dieses Buch darin bestärkt hat. Ich weiß das es ein langer Weg und ein schwieriger Weg ist, aber er ist deshalb umso wichtiger weil ich im Gegensatz zu vielen anderen Menschen die Wahl habe, weil ich weiß und dadurch privilegiert bin. Das Buch ist in keinster Weise beschuldigend, aber ehrlich, es zeigt unsere Fehler aber auch wie wir es besser machen können. Deshalb sage ich Danke, ein großes Dankeschön an die Autorin, die ihre Geschichte mit uns allen teilt und die vieler anderer Menschen auch.
Am Anfang kam ich mir als Leser fehl am Platz vor, denn dieses Buch richtet sich eher an Menschen, die sich mit dem Thema Alltagsrassismus und White Privilige noch nie auseinander gesetzt haben. Ich bin mir der Privilegien und auch Biases bewusst und genau deswegen habe ich dieses Buch gelesen, um mich weiter damit auseinander zu setzen. Die Autorin geht aber erstmal von null Reflektion aus. Das ist auch ok, man will ja Leute, die "neu" im Thema sind nicht direkt verlieren und verschrecken. Ihre Fragen wie "Bist du jetzt wütend wenn du das liest, möchtest du das Buch wegwerfen?", haben mich dann aber ein bisschen genervt. Aber ok, es ist ein emotionales Thema und sie will, dass die Leute ihre Emotionen auch wahrnehmen. Ich verstehe das Vorgehen. Alles in allem reisst das Buch von Kolonialgeschichte bis zu persönlichen Berichten von Alltagsrassismus viele Themen an und betrachtet sie aus verschiedenen Perspektiven. Ich denke um sich mit dem Thema vertraut zu machen, ist das Buch gut. Mir persönlich hat der nächste Schritt gefehlt. Aber ich habe durchaus etwas gelernt.
Als Hörbuch gehört. Dieses Buch sollte das Erste sein, dass man liest, wenn man gerade anfängt sich mit Rassismus zu beschäftigen. Es holt einen an allen nur erdenklichen Stellen ab und nimmt jede Perspektive ein. Ich habe mich unglaublich gut verstanden gefühlt, was dann auch dazu führt, dass man zugänglicher ist um sich selbst zu hinterfragen. Wenn man dieses Buch gelesen hat, kann man nur bereit sein, sich weiter mit Rassismus zu beschäftigen. Zumindest geht es mir so. Ich denke das Buch hat nicht den Anspruch zu sehr in die Tiefe zu gehen, sondern viel mehr, Anreize zu setzen sich weiter mit dem Thema zu beschäftigen. Mich entlässt es mit dem Gefühl viel verstanden zu haben und dem Drang noch viel mehr verstehen zu wollen.
Ein guter Augenöffner, vor allem für Einsteiger
Ich habe mich mit dem Buch anfangs etwas schwergetan. Ein guter Einstieg für alle, die sich noch nie mit Rassismus beschäftigt haben – genau das Buch, das ich meiner Familie in die Hand drücken möchte. Für Fortgeschrittene stellenweise etwas langatmig, aber das Kapitel über Perspektivwechsel am Ende hat mich wirklich bereichert.
Alles Grundlegende zum Thema Rassismus in einem schmalen Buch versammelt. Wer sich nur ein bisschen und mit wenig Aufwand mit dem Thema befassen möchte, hat hier die perfekte Gelegenheit. Voller Erklärungen, echter Beispiele und Links zu Videos bleibt es nah am Leben. Außerdem mit unendlicher Geduld mit weißen Menschen, an die sich das Buch in erster Linie richtet. Der optimale Beginn deiner rassismuskritischen Reise.
Die Autorin zeigte mir in diesem Buch, wo ich selbst noch an mir arbeiten muss und kann. Dies ist ein vorbildliches “Mitmachbuch”, in das man in sich gehen und seine Denke sezieren muss. Absolute Lese- und Hörempfehlung mit Beispielen, die den Weg aus dem weißen “Happyland” weisen, um die Augen, Ohren und alle weiteren Sinne für Rassismus zu öffnen und dagegen anzugehen. Die Welt muss revolutioniert werden!
Es ist ein ausgezeichnetes Buch darüber, was Rassismus wirklich ist und natürlich auch darüber, wie man ihn überwinden kann. Es geht unter anderem darauf ein, wie Rassismus in unserer Welt präsent ist und welche Geschichte er hat. Da Tupoka Ogette eine Anti-Rassismus-Trainerin ist, weiß sie wirklich, wie man Menschen helfen kann, das Thema zu verstehen. Sie geht auf die einzelnen Schritte des Prozesses und die Emotionen ein, mit denen man umgehen muss, um die Reise aus dem Happyland zu beginnen, in das weiße Menschen hineingeboren werden. Dieses Buch von Tupoka ist ein Segen. Ich habe das Gefühl, dass mir die Augen geöffnet wurden, und bin dankbar, dass ich auf so verständliche und doch zugängliche Weise mehr über Rassismus und seine Formen gelernt habe. Rassismus ist wirklich tief verwurzelt und in jedem einzelnen Aspekt des Lebens verankert. Es gibt so viel Unwissenheit. Und das ist es, was dieses Buch tut: Es zerrt alles ans Licht und macht es einem bewusst. Überbewusst. Und das ist auch nötig. Tupoka erklärt das Thema auf eine Art und Weise, dass man es "einfach versteht", vor allem diejenigen, die sich selbst nicht für rassistisch halten und diejenigen, die "es besser machen wollen", aber nicht das nötige Wissen haben. Dieses Buch ist den eigenen antirassistischen Workshops von Tupoka nachempfunden, und als solches informiert es nicht nur, sondern regt den Leser auch aktiv dazu an, darüber nachzudenken, wie die Informationen mit seinem eigenen Leben zusammenhängen. Ich habe das Kapitel über die Geschichte des Rassismus sehr geschätzt, vor allem weil es sehr gut erklärt, wie der Rassismus eine Erfindung war, um die Sklaverei zu legitimieren (was sehr deutlich macht, wie er als "soziales Konstrukt" funktioniert, ohne dass man den Begriff überhaupt verwenden muss), und auch den besonderen Fokus auf die deutsche Kolonialgeschichte, die so absolut aus unserem kollektiven Bewusstsein gelöscht wurde und über die ich in der Schule fast nichts gelernt habe (was unbedingt geändert werden muss). Es wird auch viel auf die psychologischen Aspekte des Weges zum Antirassismus eingegangen und auf die Phasen, die man typischerweise durchläuft (von Wut und Verleugnung über Scham bis hin zu Verantwortung). Mir gefiel die Art und Weise, wie das Buch einen dazu ermutigt, diese Emotionen tatsächlich zu erleben und mit ihnen zu leben, wenn man mit ihnen konfrontiert wird, sie dann aber in produktives Handeln umzusetzen. Insgesamt hat mir die Sprache dieses Buches sehr gut gefallen - es verwendet eine hochstehende Terminologie und so weiter, aber gleichzeitig wirkte es auf mich nie unzugänglich - es fühlte sich sehr geerdet an, wie ein echter Workshop. Daher scheint mir dieses Buch eine hervorragende Möglichkeit zu sein, eine Brücke zu Menschen zu schlagen, die sich vielleicht noch nie mit dem Thema Rassismus beschäftigt haben, und sie dennoch mit dem theoretischen Niveau vertraut zu machen, das sie brauchen, um zu verstehen, wie er funktioniert. Indem es die Mechanismen des Rassismus verständlich macht und dann dazu anregt, diese Mechanismen im Alltag, im Verhalten anderer und im eigenen Verhalten zu sehen und zu erkennen, gibt einem dieses Buch die Werkzeuge an die Hand, die man braucht, um aktiv antirassistisch zu werden, was natürlich immer eine Reise und ein Prozess ist, der nie ganz abgeschlossen ist. Tupoka Ogettes "Exit racism" ist eine ausgezeichnete Grundlage über die Funktionsweise von Rassismus, seine Wurzeln und die Auswirkungen auf die Menschen, die darunter leiden. Zu jedem Kapitel gibt es zusätzliches Material wie Videos und weitere Artikel, die ihr auch auf ihrer Website finden können. Und ich lege es wirklich jedem ans Herz.
Tupoka Ogette [sie/ihr] hat mit “Exit Racism” ein tolles Buch geschrieben, das insbesondere für weiße Menschen eine gute Möglichkeit ist, um sich zum ersten Mal mit dem Thema “Rassismus” zu beschäftigen. Das Buch ist auch explizit an weiße Menschen gerichtet, aber für Bi_PoC wird direkt am Anfang eine Triggerwarnung ausgesprochen, was ich echt wichtig finde. Denn es werden rassistische Aussagen und Begriffe reproduziert. Ich bin zwar nicht weiß, aber ich wollte das Buch trotzdem zuerst selbst lesen, bevor ich das empfehle. Fazit: Große Leseempfehlung! Besonders gefallen hat mir, dass es ein “Mitmach-Buch” ist. Die Lesenden bekommen zuerst Input zu dem jeweiligen Themenabschnitt, dann kommt ein interaktiver Teil, wie bei einem Workshop eben. Es wird dazu angeregt einen Perspektivwechsel vorzunehmen und selbst im eigenen Umkreis Gespräche anzufangen. Für mich selbst am spannendsten war aber der “Logbuch-Teil”. Da haben frühere Workshopteilnehmenden Auszüge aus ihren Logbüchern freigegeben und das war teilweise erschreckend zu lesen, was weiße Menschen so denken, aber gleichzeitig auch erleichternd zu sehen, dass es dann so nach und nach doch ein Umdenken gab. Klar, ein sofortiges Umdenken nach dem ersten Themenabschnitt wäre wahrscheinlich auch sehr utopisch. Es werden Begriffe auch erklärt, wenn die erstmals vorkommen, wie die Schreibweise von weiß (kursiv) und Schwarz (mit großem S), aber auch Begriffe, die für viele, die sich mit aktivistischen Inhalten auseinandersetzen evtl. bereits kennen, wie “Empowerment” und “Ismen”, und geht dann später auch auf Fremdbezeichnungen und Selbstbezeichnungen ein. Wenn ihr Ogette bereits kennt, kennt ihr bestimmt auch den Begriff “Happyland”. Ein Wort, das ein Manager eines Kommunikationsunternehmens am Ende eines ihrer Workshops geprägt hatte und ich finde, dass das wirklich perfekt beschreibt, wie das so ist, wenn eine Person ohne Rassismuserfahrungen aufwächst und sich bis zum “Aufwachen” eben nicht mit Rassismus beschäftigt und sich reflektiert hat. Ogette stellt auch ein Phasenmodell für den Umgang mit dem eigenen Rassismus vor (1. Happy Land, 2. Abwehr, 3. Scham, 4. Schuld, 5. Anerkennung) und ich denke, dass dieses Phasenmodell auch für andere Ismen anwendbar ist. Zumindest habe ich das bei mir selbst wiedererkannt. Es ist unangenehm aus diesem Happyland aufzuwachen. Es war schließlich so viel angenehmer für einen, als wir von gewissen Dingen nicht wussten, nicht mit ihnen konfrontiert wurden und schlichtweg ignorant sein konnten. Aber das ist ein mega großes Privileg. Negativbetroffene haben gar nicht die Wahl, ob sie sich damit beschäftigen möchten. Etwas, womit auch ich mich nicht beschäftigt hatte, war der deutsche Kolonialismus. Ich wusste tatsächlich nur, dass Qingdao eine deutsche Kolonie war. Eben, weil ich Chinesiche Deutsche bin und mich nur mit diesem Teil auseinandergesetzt habe, weil teilweise wildfremde Menschen mich darauf angesprochen haben, sodass ich das Gefühl hatte, dass es in meiner Verantwortung liegt herauszufinden, was damals geschah. Dabei habe ich mich wirklich nur auf diese eine ehemalige Kolonie fokussiert. Ich hatte keine Ahnung von den Kolonien in Afrika. Es wird sowohl auf Rassismus auf individueller Ebene durch bspw. Mikroaggressionen eingegangen, aber auch struktureller Rassismus und deren Auswirkungen erklärt. Das einzige, was ich einerseits gut fand, aber auch kritisieren möchte: Die QR Codes/Links im Buch, die einen zu Videos führen, die einem noch mehr Infos liefern. Gut, weil wir dadurch einfach zu weiteren Videos und Infos kommen, aber leider sind die meistens auf Englisch, sodass das leider für einige evtl. eine Hürde sein könnte. Es ist schade, dass es auf Deutsch noch nicht so viel zum Thema “Rassismus” gibt. Das merke ich vor allem auch daran, dass wir vieles aus dem englischen Sprachraum übernehmen und gar keine deutschen Begriffe haben. Beispiele hierfür sind “X Blaming” und “mixed race”. Da müssen definitiv noch mehr Diskussionen geführt werden. Ganz am Ende sind nochmal konkrete Tipps für einen rassismuskritischen Alltag, die sehr hilfreich ist, sodass Lesenden am Ende einiges an Werkzeugen in die Hand gegeben wird und mehr zum Handeln angeregt werden.






















































