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In der Strafkolonie

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Über das Buch

MundArtBox - Franz Kafka - In der Strafkolonie Audio-CD: 74 min. Sprecher: Johannes Gabriel Illustration/Foto: Hanna Drabon Bodypercussion/Steptanz: Sebastian Weber Design: Jana Steinert Aufnahme: MonophonStudio Sprache Kunst Rhythmus Hörbuch Das Konzept der MundArtBox liegt in der Kombination aus Kunst und Hörbuch, serviert in einer eleganten Pappbox. Ein Reisender besucht eine Strafkolonie und soll dort der Exekution eines Verurteilten beiwohnen. Ein Offizier "der alten Schule" unterweist ihn in der Form der Hinrichtung. Dem Gefangenen wird sein Vergehen in die Haut geritzt, solange, bis er es innerlich entziffern kann, bevor er verblutet. Als die Exekution beginnen soll, kommt aber alles anders. Für den Text von Kafka hat sich Hanna Drabon aufgemacht und "illustriert" mit ihren 16 Fotographien ihre Sicht auf "In der Strafkolonie". Der Schauspieler Johannes Gabriel schlüpfte am Mikrophon in die verschiedenen Rollen der Geschichte. Als akustische Untermalung für die Audio-CD wurden Bodypercussion- und Steptanzaufnahmen von Sebastian Weber verwendet.

Editionen (43)

ISBN9783941134256
VerlagEdition PaperONE
Erscheinungsdatum01.11.08

Rezensionen & Bewertungen

117 Bewertungen

17 Rezensionen

3,6

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  • annejnr
    annejnr

    65 Follower

    5,0

    Kafkaesk

    Als Schriftsteller*in ein eigenes Adjektiv zugeschrieben zu bekommen, das erfordert ein Höchstmaß an Individualität und schöpferischem Können. Die Parabel „In der Strafkolonie“ beweist für mich erneut auf geradezu unheimliche Weise, wie wenig erwartbar und unergründlich Kafkas Erzählungen jedes Mal in neue Richtungen laufen. Ich werde nie das Gefühl haben vollends interpretieren zu können, was womit gesagt werden möchte aber das will ich auch gar nicht. Ein bemerkenswerter Zufall für mich ist, dass ich parallel „Fremdes Licht“ von Stavarič lese und ebenjene Protagonistin eine ähnliche Maschine bedient, aber um Leben zu erschaffen. Ein kleiner literarischer Gruß, der mir ohne diese Lektüre entgangen wäre.

    15. Feb. 2025

  • julsico
    julsico

    78 Follower

    4,5

    Mit der Vergangenheit abschließen

    Auch in dieser kurzen Parabel stellt Franz Kafka eindrücklich die Stärken seiner Literatur heraus, menschliche Abgründe subtil und doch unmissverständlich darzustellen. Auf nur wenigen Seiten aber in verhältnismäßig sehr vielen Worten wird der Schrecken der sogenannten „Maschine“ geschildert, deren Brutalität ein Offizier der Strafkolonie regelrecht verfallen ist. Jener möchte einem Besucher des Geländes, auf welchem diese Maschine noch genutzt wird, davon überzeugen, dass die Methodik des Apparats schon ihren Sinn habe - und dies auch unbedingt so bleiben soll. Ich konnte bei der Lektüre gar nicht glauben, wie wahnhaft der Offizier sich in die Begeisterung für seine Maschine hineinsteigert. Dabei kann das Prinzip der eisernen Dogmatik - wie bei vielen von Kafkas Texten - auf ganz unterschiedliche Umstände angewandt werden. Im Grunde geht es um das Verweigern vor richtigen und wichtigen Veränderungen, denn „das haben wir ja schon immer so gemacht“ und „früher war eh alles besser“. Kafka treibt dabei auf die Spitze, was mit jemandem passiert, der das Prinzip über den Blick auf den Menschen stellt. Auch wenn der Text nur wenige Seiten hat, könnte man schon wieder so viel dazu sagen - denn auch das Verhalten des Besuchers fand ich ebenso interessant wie rätselhaft. Trotzdem glaube ich, dass man diese Geschichte selbst entdecken sollte, wenn man die Nerven dafür mitbringt.

    30. Okt. 2024

  • soulfulrina_reads
    soulfulrina_reads

    116 Follower

    3,5

    Wurde mir als Einstieg in Kafkas Werke empfohlen. Interessant war es auf jeden Fall – skurril und verstörend, wie erwartet. Die Erzählung hat etwas von einem Kammerspiel. Irgendwie habe ich verstanden, worum es in der kurzen Erzählung geht, und gleichzeitig auch nicht. Ich glaube, genau das beschreibt mein Leseerlebnis am besten.

    12. Nov. 2025

3 von 17 Rezensionen

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