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Romane

In der Strafkolonie

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Über das Buch

"In der Strafkolonie" ist eine Erzählung Franz Kafkas. Ein Forschungsreisender gelangt in eine Strafkolonie und lässt sich das dort herrschende Justizsystem erläutern. In diesem werden Angeklagte nach Verkündung eines Urteils in einem speziellen Apparat stundenlang gefoltert und anschließend getötet. Der diensthabende Offizier führt dem Reisenden die Maschine vor, indem er sich selbst darunter legt und wird dabei exekutiert.

Editionen (43)

ISBN9783750290792
Verlagepubli
Erscheinungsdatum08.03.20
Seitenzahl44

Rezensionen & Bewertungen

117 Bewertungen

17 Rezensionen

3,6

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  • annejnr
    annejnr

    65 Follower

    5,0

    Kafkaesk

    Als Schriftsteller*in ein eigenes Adjektiv zugeschrieben zu bekommen, das erfordert ein Höchstmaß an Individualität und schöpferischem Können. Die Parabel „In der Strafkolonie“ beweist für mich erneut auf geradezu unheimliche Weise, wie wenig erwartbar und unergründlich Kafkas Erzählungen jedes Mal in neue Richtungen laufen. Ich werde nie das Gefühl haben vollends interpretieren zu können, was womit gesagt werden möchte aber das will ich auch gar nicht. Ein bemerkenswerter Zufall für mich ist, dass ich parallel „Fremdes Licht“ von Stavarič lese und ebenjene Protagonistin eine ähnliche Maschine bedient, aber um Leben zu erschaffen. Ein kleiner literarischer Gruß, der mir ohne diese Lektüre entgangen wäre.

    15. Feb. 2025

  • julsico
    julsico

    78 Follower

    4,5

    Mit der Vergangenheit abschließen

    Auch in dieser kurzen Parabel stellt Franz Kafka eindrücklich die Stärken seiner Literatur heraus, menschliche Abgründe subtil und doch unmissverständlich darzustellen. Auf nur wenigen Seiten aber in verhältnismäßig sehr vielen Worten wird der Schrecken der sogenannten „Maschine“ geschildert, deren Brutalität ein Offizier der Strafkolonie regelrecht verfallen ist. Jener möchte einem Besucher des Geländes, auf welchem diese Maschine noch genutzt wird, davon überzeugen, dass die Methodik des Apparats schon ihren Sinn habe - und dies auch unbedingt so bleiben soll. Ich konnte bei der Lektüre gar nicht glauben, wie wahnhaft der Offizier sich in die Begeisterung für seine Maschine hineinsteigert. Dabei kann das Prinzip der eisernen Dogmatik - wie bei vielen von Kafkas Texten - auf ganz unterschiedliche Umstände angewandt werden. Im Grunde geht es um das Verweigern vor richtigen und wichtigen Veränderungen, denn „das haben wir ja schon immer so gemacht“ und „früher war eh alles besser“. Kafka treibt dabei auf die Spitze, was mit jemandem passiert, der das Prinzip über den Blick auf den Menschen stellt. Auch wenn der Text nur wenige Seiten hat, könnte man schon wieder so viel dazu sagen - denn auch das Verhalten des Besuchers fand ich ebenso interessant wie rätselhaft. Trotzdem glaube ich, dass man diese Geschichte selbst entdecken sollte, wenn man die Nerven dafür mitbringt.

    30. Okt. 2024

  • soulfulrina_reads
    soulfulrina_reads

    117 Follower

    3,5

    Wurde mir als Einstieg in Kafkas Werke empfohlen. Interessant war es auf jeden Fall – skurril und verstörend, wie erwartet. Die Erzählung hat etwas von einem Kammerspiel. Irgendwie habe ich verstanden, worum es in der kurzen Erzählung geht, und gleichzeitig auch nicht. Ich glaube, genau das beschreibt mein Leseerlebnis am besten.

    12. Nov. 2025

3 von 17 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Franz Kafka

Franz Kafka wurde am 3. Juli 1883 in Prag geboren und starb am 3. Juni 1924 in Vierling bei Wien. Er studierte Jura und Germanistik in Prag und legte 1906 seine Promotion zum Doktor der Rechtswissenschaften ab. Nach einer kurzen Zeit als Praktikant am Landgericht Prag war er von 1908 bis 1917 bei einer Versicherungsgesellschaft angestellt. Er erkrankte im Jahr 1917 an Tuberkulose und musste daher seinen Beruf aufgeben. Freundschaften zu Franz Werfel und insbesondere Max Brod und dem Verleger Kurt Wolff waren von großer Bedeutung für Kafkas literarisches Schaffen. Zu seinen wichtigsten Werken gehören die Erzählung „Die Verwandlung“ (1915) sowie die Romane „Der Prozess“ (1925), „Das Schloss“ (1926), „Amerika“ (1927) und eine Reihe kürzerer Prosa, zum Teil posthum erschienen.

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