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Romane

Stiller

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Über das Buch

Ich bin nicht Stiller, sagt Mr. White nach seiner Verhaftung bei dem Versuch, die Schweizer Grenze zu überqueren. Doch alle Indizien sprechen gegen ihn. Selbst Stillers Frau, seine Verwandten, Freunde und Kollegen kommen zum selben Urteil: Der Mann, der dort in der Zelle sitzt, ist Ludwig Anatol Stiller. Aber Mr. White beharrt auf seiner Aussage.

Editionen (16)

ISBN9783867175906
VerlagDer Hörverlag
Erscheinungsdatum08.04.11

Rezensionen & Bewertungen

76 Bewertungen

13 Rezensionen

3,7

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  • eni
    eni

    64 Follower

    2,0

    Zweiter Versuch – zweite Enttäuschung

    Bei seiner Einreise in die Schweiz wird ein Mann namens Mister White festgenommen. Die Behörden sind überzeugt, dass es sich bei ihm um den verschwundenen Bildhauer Anatol Ludwig Stiller handelt. Freunde und Bekannte bestätigen diese Identität. Doch Mister White widersetzt sich vehement: „Ich bin nicht Stiller!“ – so beginnt ein innerer und äußerer Kampf um Identität, Selbstbestimmung und die Frage, ob man sich von der Vergangenheit lösen kann. Ich habe „Stiller“ bereits in der Schulzeit gelesen – und damals hat mich der Roman nicht überzeugt. Nun, Jahre später, habe ich ihm eine zweite Chance gegeben, auch weil bald eine Verfilmung ins Kino kommt. Leider hat sich mein Eindruck nicht geändert: Der Roman hat mich von Anfang bis Ende gelangweilt. Trotz der philosophischen Tiefe und der literarischen Bedeutung, die dem Werk oft zugeschrieben wird, konnte ich keinen Zugang zur Geschichte finden. Die Figuren blieben mir fremd, die Handlung zäh, und die ständigen Reflexionen über Identität und Selbstbild empfand ich als ermüdend statt erhellend. Ich habe das Buch nur zu Ende gelesen, weil ich den Film sehen möchte – nicht aus Lesefreude. Ein Klassiker der deutschsprachigen Literatur, der mich persönlich nicht erreicht hat – weder beim ersten noch beim zweiten Lesen. Vielleicht gelingt es dem Film, die Thematik zugänglicher und spannender umzusetzen. Ich bin gespannt, aber skeptisch.

    Zweiter Versuch – zweite Enttäuschung

    14. Okt. 2025

  • 4,5

    Selten so machtlos gefühlt, was meine Urteilskraft anbelangt, so ein genialer Pathos!

    24. Juni 2025

  • jari
    jari

    56 Follower

    2,0

    Max Frisch und ich. Eine zweifelhafte Bekanntschaft... Der Reread von Homo Faber hat mir damals plötzlich sehr gut gefallen, also dachte ich mir, könnte ich mich nun doch auch am restlichen Werk Frischs gütlich tun. Aber entweder muss ich alle seine Bücher zwei Mal lesen, oder aber Frisch liegt mir halt doch nicht. Auf Stiller war ich wirklich gespannt - die Idee hat mich schon lange neugierig gemacht. Aber irgendwie wurde dann doch nichts draus. Schlussendlich stellte sich auch dieses Buch nur wieder als eine zu lang geratene Liebesgeschichte heraus, mit viel Blabla und zu wenig wirklichem Inhalt. Hätte man das Ganze um die Hälfte gekürzt - dann hätte ma daraus etwas machen können. Aber so zieht sich die Handlung dahin, Stiller weist immer wieder darauf hin, dass er nicht Stiller ist, und dann bandelt er wieder mit seiner Julika an. Das wars dann auch schon. Da habe ich mir in der tat etwas Anderes erwartet. Interessant fände ich es auf jeden Fall, die Geschichte ins 21. Jahrhundert versetzt darzustellen. Inklusive der heutigen Technik und Hacking-Möglichkeiten.

    21. Dez. 2024

3 von 13 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Max Frisch

Max Frisch (* 1911 in Zürich, † 1991 in Zürich) studierte zunächst Germanistik, anschließend Architektur. 1934 erschien, neben freier redaktioneller Arbeit für das Feuilleton der Neuen Zürcher Zeitung, sein erstes Buch "Jürg Reinhart". Der Erfolg seines Romans "Stiller" erlaubte ihm ein Leben als freier Schriftsteller. Zahlreiche bedeutende Romane und Erzählungen folgten, seine Dramen wurden im ganzen deutschsprachigen Raum zu großen Bühnenerfolgen. Frisch verbrachte den größten Teil seines Lebens in Zürich, lebte aber auch, zusammen mit Ingeborg Bachmann, in Rom, New York und zuletzt wieder in Zürich. Sein Werk wurde u. a. mit dem Georg-Büchner-Preis 1958 und dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 1976 ausgezeichnet. Seine bekanntesten Werke sind die Romane "Stiller" (1945), "Homo faber" (1957), "Mein Name sei Gantenbein" (1964), die Dramen "Biedermann und die Brandstifter" (1958), "Andorra" (1961), die Erzählungen "Montauk" (1975), "Der Mensch erscheint im Holozän" (1979), "Blaubart" (1982) sowie seine literarischen Tagebücher.

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