Blick ins Buch

Romane

Montauk

3,6(62)
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Deutsch
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Über das Buch

In seinem berührendsten Werk erzählt Max Frisch von einem Wochenende am Meer, von Lynn und Max und von der Vergänglichkeit der Liebe.

»Ich möchte diesen Tag beschreiben, nichts als diesen Tag, unser Wochenende und wie's dazu gekommen ist, wie es weiter verläuft. Ich möchte erzählen können, ohne irgendetwas dabei zu erfinden.« Max Frisch

Editionen (17)

ISBN9783518372005
VerlagSuhrkamp
Erscheinungsdatum05.05.81
Seitenzahl224

Rezensionen & Bewertungen

62 Bewertungen

9 Rezensionen

3,6

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  • _martin_kopp_
    _martin_kopp_

    282 Follower

    4,0

    Intensiv und emotional in Schrift und Form. Frisch über sein Liebesleben mit Fetzen aus Tagebuch und Erinnerungen …

    … und das auf so wenig Seiten. Wie eine Extraktion aus einem so mannigfaltigen Leben. Der Schreibstil, bekannt gewöhnungsbedürftig, wirkt so (F)risch, so anders, so klug, denn der Autor reiht nahezu wahllos Anekdoten aus seinem Leben aneinander. Das geht schnell, hin und her wie kreuz und quer, bis man langsam dahinter kommt, dass es so garnicht wahllos ist. Eher vergleicht der Autor Geschehnisse und Beziehungen aus seinem Leben miteinander. Er versucht, mit seiner Bericht-ähnlichen Erzählung Parallelen zu finden. Auf ein Ergebnis zu kommen, eine Bilanz zu ziehen. Er zeigt auf kluge Weise, wie sein Charakter, sein Denken über Partnerschaft und seine Beziehung zur Liebe ist. Das kommt anfangs sehr klobig und wirr herüber, aber die Genialität und die Emotionen dahinter, erkennt man ganz allmählich im Leseverlauf. Man lernt hier einen sehr selbstkritischen und vom Leben überrumpelten Max Frisch kennen. Auch die kritische Haltung seinem literarischen Schaffen gegenüber ist überraschend ehrlich und menschlich. Leitthema ist eine Wochendend-Romanze. Eine kurze Romanze ganz ohne Verpflichtungen, Druck und Zukunft. Während dieser Zeit kommt er ins Sinnieren und Erinnern. Die erste Hälfte des Buches ist recht schwerfällig zu lesen, aber ab der zweiten hat man sich an Form und Sprache gewöhnt und es wird dann richtig gut. Vor allem gefielen mir seine Erzählungen aus der Beziehung mit der Dichterin Ingeborg Bachmann, welche tragisch unerfüllt und von Eifersucht überschattet war. Man merkt, dass ihr frühes Ableben, einen grossen Einfluss auf seine späteren Beziehungen hatte. Auf seine geschiedene Ehe mit Marianne Frisch zieht er selbstkritisch Bilanz, bereut und trauert dieser Zeit doch als wahre grosse Liebe nach. Ein wirklich gutes und ehrliches Werk in einem sonderbaren Schreibstil.

    Intensiv und emotional in Schrift und Form. Frisch über sein Liebesleben mit Fetzen aus Tagebuch und Erinnerungen …

    29. Jan. 2026

  • 5,0

    Ehrlichestes Max Frisch Buch

    Die Erzählung kann einem, gerade durch ihr Bruchstückhafte erzähl Art einem nur nahe gehen. Selten fühlt man sich so sehr einem Autor verbunden, wie hier Frisch. Mit keiner silbe zu viel reiht er vermeintlich wahrlose szenen aneinander, die in der Gesamtschau jedoch ein einzigartiges Bild seiner Person malen.

    6. Juni 2025

  • santerisummer
    santerisummer

    127 Follower

    4,5

    Ein Wochenende in Montauk, eine Affäre zwischen einer Frau und einem alternden Schriftsteller. Max Frisch erzählt authentisch, prägnant und sinnierend von einer Begegnung, die bewegt und Erinnerungen heraufbeschwört. Erinnerungen, die zu Betrachtungen werden über andere Lieben, prägende Menschen im Leben, die Bedeutung von Arbeit und den Sinn des Schreibens. Ich folge sehr gern dieser intimen, aber auch sehr sprunghaften Erzählweise, die es zeitweise nicht ganz einfach macht festzustellen, von welcher Liebe gerade die Rede ist. Kenntnisse über Frischs Biographie von Vorteil, allerdings geht's auch ohne. Macht Lust etwas mehr über Max Frisch und sein Werk zu erfahren.

    9. Okt. 2024

3 von 9 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Max Frisch

Max Frisch, geboren am 15. Mai 1911 in Zürich, arbeitete zunächst als Journalist, später als Architekt, bis ihm mit seinem Roman Stiller (1954) der Durchbruch als Schriftsteller gelang. Es folgten die Romane Homo faber (1957) und Mein Name sei Gantenbein (1964) sowie Erzählungen, Tagebücher, Theaterstücke, Hörspiele und Essays. Frisch starb am 4. April 1991 in Zürich.

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