Blick ins Buch

Romane

Stiller

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Über das Buch

»Ich bin nicht Stiller!« Das behauptet Mister White, als er bei seiner Einreise in die Schweiz festgenommen wird. Die Grenzpolizei hält ihn für den verschwundenen Bildhauer Anatol Ludwig Stiller, der in eine dubiose politische Affäre verstrickt sein soll. Und obwohl frühere Freunde und sein Bruder den Verdacht bestätigen, beharrt er in immer neuen abenteuerlichen Erzählungen darauf, ein anderer zu sein. Im Untersuchungsgefängnis versucht White in Tagebüchern zu beweisen, dass er nicht Stiller ist. Dabei schreckt er auch nicht davor zurück, sich des mehrfachen Mordes zu bezichtigen. Schließlich bittet der Staatsanwalt Stillers Frau Julika um Hilfe, doch nicht einmal sie kann ihn eindeutig identifizieren. Als sich überraschend herausstellt, dass selbst der Staatsanwalt eine Verbindung zu dem Verschwunden hat, wird die Frage immer drängender: Was ist passiert und wer ist Stiller wirklich?

Editionen (16)

ISBN9783518475614
VerlagSuhrkamp
Erscheinungsdatum17.09.25
Seitenzahl448

Rezensionen & Bewertungen

76 Bewertungen

13 Rezensionen

3,7

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  • eni
    eni

    64 Follower

    2,0

    Zweiter Versuch – zweite Enttäuschung

    Bei seiner Einreise in die Schweiz wird ein Mann namens Mister White festgenommen. Die Behörden sind überzeugt, dass es sich bei ihm um den verschwundenen Bildhauer Anatol Ludwig Stiller handelt. Freunde und Bekannte bestätigen diese Identität. Doch Mister White widersetzt sich vehement: „Ich bin nicht Stiller!“ – so beginnt ein innerer und äußerer Kampf um Identität, Selbstbestimmung und die Frage, ob man sich von der Vergangenheit lösen kann. Ich habe „Stiller“ bereits in der Schulzeit gelesen – und damals hat mich der Roman nicht überzeugt. Nun, Jahre später, habe ich ihm eine zweite Chance gegeben, auch weil bald eine Verfilmung ins Kino kommt. Leider hat sich mein Eindruck nicht geändert: Der Roman hat mich von Anfang bis Ende gelangweilt. Trotz der philosophischen Tiefe und der literarischen Bedeutung, die dem Werk oft zugeschrieben wird, konnte ich keinen Zugang zur Geschichte finden. Die Figuren blieben mir fremd, die Handlung zäh, und die ständigen Reflexionen über Identität und Selbstbild empfand ich als ermüdend statt erhellend. Ich habe das Buch nur zu Ende gelesen, weil ich den Film sehen möchte – nicht aus Lesefreude. Ein Klassiker der deutschsprachigen Literatur, der mich persönlich nicht erreicht hat – weder beim ersten noch beim zweiten Lesen. Vielleicht gelingt es dem Film, die Thematik zugänglicher und spannender umzusetzen. Ich bin gespannt, aber skeptisch.

    Zweiter Versuch – zweite Enttäuschung

    14. Okt. 2025

  • 4,5

    Selten so machtlos gefühlt, was meine Urteilskraft anbelangt, so ein genialer Pathos!

    24. Juni 2025

  • jari
    jari

    56 Follower

    2,0

    Max Frisch und ich. Eine zweifelhafte Bekanntschaft... Der Reread von Homo Faber hat mir damals plötzlich sehr gut gefallen, also dachte ich mir, könnte ich mich nun doch auch am restlichen Werk Frischs gütlich tun. Aber entweder muss ich alle seine Bücher zwei Mal lesen, oder aber Frisch liegt mir halt doch nicht. Auf Stiller war ich wirklich gespannt - die Idee hat mich schon lange neugierig gemacht. Aber irgendwie wurde dann doch nichts draus. Schlussendlich stellte sich auch dieses Buch nur wieder als eine zu lang geratene Liebesgeschichte heraus, mit viel Blabla und zu wenig wirklichem Inhalt. Hätte man das Ganze um die Hälfte gekürzt - dann hätte ma daraus etwas machen können. Aber so zieht sich die Handlung dahin, Stiller weist immer wieder darauf hin, dass er nicht Stiller ist, und dann bandelt er wieder mit seiner Julika an. Das wars dann auch schon. Da habe ich mir in der tat etwas Anderes erwartet. Interessant fände ich es auf jeden Fall, die Geschichte ins 21. Jahrhundert versetzt darzustellen. Inklusive der heutigen Technik und Hacking-Möglichkeiten.

    21. Dez. 2024

3 von 13 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Max Frisch

Max Frisch, geboren am 15. Mai 1911 in Zürich, arbeitete zunächst als Journalist, später als Architekt, bis ihm mit seinem Roman Stiller (1954) der Durchbruch als Schriftsteller gelang. Es folgten die Romane Homo faber (1957) und Mein Name sei Gantenbein (1964) sowie Erzählungen, Tagebücher, Theaterstücke, Hörspiele und Essays. Frisch starb am 4. April 1991 in Zürich.

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