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Romane

Arme Leute

3,8(40)
Sprache
Deutsch
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Über das Buch

Der gutherzige Kanzleibeamte Makar Dewuschkin liebt die hübsche, junge Warwara Dobrosiolowa. Beide leben in einem Petersburger Armenviertel, doch sie treffen sich nicht, sie schreiben sich gegenseitig schlichte, berührende Briefe. Ein Jahr lang geht das so, dann sieht Warwara einen Ausweg aus ihrer Armut und heiratet einen reichen Gutsbesitzer. Ein letztes Mal schreibt der enttäuschte Makar ihr einen Brief. »Arme Leute« ist Dostojewskis erster Roman. Nach seinem Erscheinen 1846 wurde der junge Autor mit einem Schlag berühmt.

Editionen (5)

ISBN9783866479609
VerlagAnaconda Verlag
Erscheinungsdatum06.03.13
Seitenzahl192

Rezensionen & Bewertungen

40 Bewertungen

8 Rezensionen

3,8

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  • _angi_
    _angi_

    80 Follower

    3,0

    Ergreifendes Ende

    Die junge Warawara und der deutlich ältere Makar schreiben sich Briefe. Es geht um das arme herausfordernde Leben der beiden Charaktere. Ich konnte bis zum Schluss nicht wirklich was mit den beiden anfangen. Das Ende finde ich traurig. Makar schöpft Hoffnung, da sich sein Leben etwas verbessert und Warawara verlobt sich und verlässt ihn. Die Briefe schienen innig zu sein. Sie schütten sich gegenseitig das Herz aus. Er half ihr immer wieder und schickte ihr Sachen / Geld. Verschiedene Umstände war es beiden nicht möglich, eine Beziehung einzugehen. Am Ende nimmt sie einen Heiratsantrag an und bittet Makar für dich Hochzeit und Feier Wäsche zu kaufen. Als sie abreist und sich verabschiedet - für immer. Vergessen soll er sie jedoch nun auch nicht. Er schreibt ihr, dass er sich vor die Räder werfen wird, um sie aufzuhalten. Ein Buch, welches man sicherlich nochmal lesen kann.

    Ergreifendes Ende

    10. Feb. 2025

  • brianbtg
    brianbtg

    3 Follower

    4,0

    Underrated!! Wirklich unglaublich schön.

    17. Feb. 2026

  • sand.reads
    sand.reads

    4 Follower

    4,5

    Aufwühlend, traurig-schön und trotzdem voller zarter Romantik – genau das, was ich liebe.

    Arme Leute hat mich tief berührt. Dostojewski erzählt die Briefromanze zwischen dem armen Beamten Makar und der jungen Varvara so eindringlich, dass man ihre kleine, trügerische Welt direkt vor Augen hat. Die beiden sind gefangen in Armut und gesellschaftlicher Enge und doch blüht in ihren Worten immer wieder eine zarte Hoffnung auf Liebe und gegenseitige Wärme. Was mich besonders fasziniert, sind die kleinen Gesten der Zuneigung, die Dostojewski mit so präziser, eindrucksvoller Sprache skizziert. Jeder Brief ist eine Mischung aus Sehnsucht und Selbstaufgabe, romantische Tragödie pur. Man spürt förmlich, wie sehr beide ihre Würde bewahren wollen, obwohl das Leben ihnen kaum Luft zum Atmen lässt. Die Geschichte ist tief traurig, weil man ahnt, dass diese zarte Liebeswelt jeden Moment zerbrechen kann. Und doch bleibt sie wunderschön: in der Poesie der Briefe, in der Ehrlichkeit der Figuren und in der unerschütterlichen Hoffnung, die trotz aller Härte mitschwingt. Ein intensives, romantisches Trauerspiel in Briefen, genau die Mischung aus Schönheit und Schmerz, die mich bei Dostojewski immer wieder fesselt. Wer zarte, tragische Liebesgeschichten liebt, findet hier ein kleines Meisterwerk.

    20. Juni 2025

3 von 8 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Fjodor M. Dostojewski

Fjodor Michailowitsch Dostojewski (1821–1881) war das zweite von acht Kindern einer verarmten Adelsfamilie aus Moskau. Vier Jahre Zwangsarbeit wegen revolutionärer Umtriebe prägten sein Leben ebenso wie seine Spielleidenschaft und daraus resultierende Geldsorgen. Neben neun Romanen verfasste Dostojewski ab 1846 zahlreiche Erzählungen, Novellen und Essays.

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