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Meine Familie, die AfD und ich

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Über das Buch

Wenn die Familie nicht mehr miteinander redet – eine Geschichte der Entfremdung

Leonie ist queer, politische Aktivistin, Historikerin – und Tochter eines AfD-Mitglieds. Tatsächlich wählen fast alle ihrer nahen Verwandten die Alternative für Deutschland. Bis sie die Reißleine zog und den Kontakt abbrach, hat sie deren Radikalisierungsprozess also hautnah miterlebt. Sie hatte einen Platz in der ersten Reihe bei Gesprächen zwischen AfDler*innen, die dachten, sie wären unter sich. Über Jahre hinweg hat sie zugehört, analysiert, mitdiskutiert. Vor allem aber musste sie erleben, wie es sich anfühlt, wenn der eigene Vater Teil einer Bewegung wird, die sich gegen alle Werte richtet, die Leonie verkörpert.

Angesichts der Diskussionen über die aktuellen politischen Entwicklungen, über das Erstarken rechtskonservativer Ideologien vergessen wir manchmal, dass diese eben nicht nur auf wissenschaftlicher oder öffentlicher Ebene stattfinden: Die politischen Gräben ziehen sich auch durch Familien. Zu jedem Punkt im Wahlprogramm, zu jedem Verschwörungsmythos und populistischen Wahlplakat gibt es persönliche Geschichten, die sich überall in Deutschland abspielen. An Küchentischen, auf Familienfeiern, beim Grillen oder an Weihnachten.

Leonie erzählt ihre eigene Geschichte hinter den Partei-Narrativen. Sie macht die Radikalisierung der letzten Jahre entlang ihrer persönlichen Familiengeschichte nachvollziehbar und legt die private Seite hinter der Radikalisierung der AfD und ihrer Mitglieder offen. Denn nichts ist so persönlich wie Politik.

Eine gesellschaftliche und politische Analyse und gleichzeitig die berührende Erzählung eines familiären Bruchs.

Editionen (2)

ISBN9783844944648
VerlagHörbuch Hamburg
Erscheinungsdatum10.09.25

Merkmale

1 Bewertungen

NachdenklichMittelVerstörendTraurigSpannend

Rezensionen & Bewertungen

167 Bewertungen

35 Rezensionen

4,5

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  • p.illepalle
    p.illepalle

    191 Follower

    5,0

    "Geduld ist ein Luxus derer, die vom Hass Rechtsextremer nichts zu befürchten haben."

    Um noch schnell eine weitere Rezension zu schaffen, habe ich ein Hörbuch „weggehört“: „Meine Familie, die AfD und ich“. Ziemlich beeindruckend. Die Autorin erzählt vom Aufwachsen in einer Familie, in der rechts gewählt wird – persönlich, ehrlich und gleichzeitig mit viel Hintergrund und Einordnung. Beim Hören merkt man schnell: Das Thema ist schwer, aber das Buch bleibt zugänglich und spannend. Man bleibt dran, auch weil die Perspektive so nah und reflektiert ist. Der einzige Gedanke, der am Ende bleibt: Wahrscheinlich lesen oder hören genau die Menschen dieses Buch eher nicht, für die es besonders interessant wäre. PS: Eine sehr kluge und absurd hübsche Freundin von mir (nennen wir Sie E.) braucht dieses Buch natürlich nicht. Sie ist ohnehin schon weiter als die meisten von uns – und außerdem mit gut aussehen ausgelastet.

    10. März 2026

  • annalena.r
    annalena.r

    108 Follower

    4,0

    Das Buch klärt viel über die AFD und die damit verbundenen Gefahren auf. Wer sich mal mit der Partei kritisch auseinandersetzen möchte, erhält hier einen guten Überblick. Der persönliche Anteil steht dabei nicht im Vordergrund, sondern mehr die Aufklärung und der Umgang mit Menschen im eigenen Umfeld, die mit der AFD sympathisieren oder bereits aktive Unterstützer sind.

    5 Tage vor

  • 5,0

    Leonie Plaar beleuchtet in ihrem sehr persönlichen Buch typische Aussagen von AfD-Wählern und speziell die ihrer Familienmitglieder. Sie hält als Historikerin fundiert dagegegen und schildert, wie sie sich nach jahrelangen vergeblichen Diskussionen von ihrer Familie distanziert hat, weil diese offen rechtsextreme AfD-Wähler und sogar Parteimitglieder sind. Ihre Geschichte, die zum Bruch mit der Familie führte, kann ich aus persönlichen Gründen sehr gut nachvollziehen und spielt sich sicherlich so oder so ähnlich in vielen Familien oder anderen Beziehungen des gesellschaftlichen Lebens ab, sei es im Kollegenkreis, im Verein, im Freundeskreis oder in der Nachbarschaft. Statistisch gesehen kennt jeder jemanden, der die AfD wählt. Wie mühseelig und oft auch aussichtslos die Diskussionen sein können, habe ich am eigenen Leib erfahren, so dass mich Leonie Plaar mit ihren Schilderungen zu 100 % abholt. Ich kann ihren Weg total nachempfinden und bewundere ihre Energie und Stärke, die Demokratie durch ihren politischen Aktivismus und ihrer Aufklärungsarbeit zu verteidigen. Es ist gleichermaßen so dringend wie wichtig und geht uns alle an. Für mich ein weiterer Appell, politisch und gesellschaftskritisch wach und aktiv zu bleiben und für demokratische Werte und Menschenrechte einzustehen.

    12. Feb. 2026

3 von 35 Rezensionen

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