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Biografien

Die Würde ist antastbar

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Über das Buch

Wiegt ein Leben ein anderes auf? Was macht einen Täter zum Täter? Der Schriftsteller und Jurist Ferdinand von Schirach beschäftigt sich in seinen glänzenden Essays mit den großen ethischen Themen unserer Zeit ebenso wie mit ganz persönlichen Gedanken über die Literatur oder das Rauchen.

Editionen (7)

ISBN9783844911381
VerlagOSTERWOLDaudio
Erscheinungsdatum11.08.14

Rezensionen & Bewertungen

547 Bewertungen

55 Rezensionen

3,8

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  • weinphilosoph
    weinphilosoph

    579 Follower

    4,0

    Unnachahmlich

    Beeindruckend, wie Ferdinand von Schirach es in jedem seiner Werke schafft, die großen Fragen der Menschheit in einem kleinen Kosmos seiner selbst unterzubringen. In mehreren kurzen Essays wird der Ansatz der, im Grundgesetz geschützten, Menschenwürde in Frage gestellt und pointiert durch reale Begebenheiten und juristische Fälle der Leserschaft leicht serviert. Die Schilderungen aus dem Alltag der deutschen Justiz, gepaart mit Kindheitserinnerungen, lassen einen nur so durch dieses Buch fliegen und sich mit der Tiefe von moralischer Schuld auseinandersetzen. Eine absolute Leseempfehlung für diejenigen, die es mit dem deutschen System der Justiziaren Verwaltung halten, aber auch über den gesellschaftlichen justiziablen Anstand, die Grenzen des Zusammenlebens und der Freiheit der staatlichen Ordnung den Kopf zerbrechen wollen.

    Unnachahmlich

    17. Juli 2025

  • ni.kaa
    ni.kaa

    269 Follower

    5,0

    Inwieweit ist die Wahrung unserer Würde durch das Gesetz geschützt?

    Das dürfte so ziemlich mein erster Essay gewesen sein. Ich persönlich finde es echt interessant den Gedankengängen von Schirach zu folgen. Konkret ging es darum, dass der Artikel 1 GG, der wichtigste Artikel unseres Grundgesetzes im Bezug auf den Menschen, der da lautet "Die Würde des Menschen ist unantastbar.", in seiner Aussagekraft nicht unbedingt das darstellt, was die absolute Gegebenheit ist. Von Schirach zeigt in verschiedenen Beispielen auf, inwiefern die Würde des Menschen in vielen Situationen sehr wohl angetastet wird. In Situationen, in denen die Folter eines vermeintlichen Täters durch die Polizei in Ordnung wäre, damit sie an Informationen kommen können. Ich finde das Thema höchst spannend. Kann man die Unantastbarkeit seiner Würde verwirken, weil man die Würde anderer Menschen angetastet hat? Es bringt einen sehr zum nachdenken und überdenken. Außerdem ist es mal wieder wirklich gut geschrieben. Ich kann das Buch wirklich empfehlen.

    11. Mai 2026

  • risaph
    risaph

    29 Follower

    4,5

    Nachdenklich, pointiert und unbequem ehrlich

    „Die Würde des Menschen ist (un)antastbar“ – Schirach nimmt diesen Verfassungsgrundsatz auseinander, ohne ihn zu entehren. Im Gegenteil: Er zeigt, wie oft und wie stillschweigend wir ihn missachten – im Namen der Sicherheit, der Moral oder der Bequemlichkeit. Seine Essays sind präzise, klug und berührend. Ein schmales Buch, das lange nachhallt. Man schlägt das Buch auf, will einfach nur lesen – und ertappt sich plötzlich beim Grübeln über Recht, Schuld und die Menschheit. Kann dieses auch wieder sehr empfehlen.

    20. Juli 2025

3 von 55 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Ferdinand von Schirach

Der SPIEGEL nannte ihn einen »großartigen Erzähler«, die NEW YORK TIMES einen »außergewöhnlichen Stilisten«, der INDEPENDENT verglich ihn mit Kafka und Kleist, der DAILY TELEGRAPH schrieb, er sei »eine der markantesten Stimmen der europäischen Literatur«. Ferdinand von Schirachs Erzählungsbände »Verbrechen« und »Schuld« und seine Romane »Der Fall Collini« und »Tabu« wurden zu millionenfach verkauften internationalen Bestsellern, die bisher in mehr als 40 Ländern erschienen sind. Sein erstes Theaterstück »Terror« wurde parallel am Deutschen Theater Berlin und am Schauspiel Frankfurt uraufgeführt. Schirach wurde mit mehreren – auch internationalen – Literaturpreisen ausgezeichnet, unter anderem mit dem Kleist-Preis. Seinen Erfolg erklärt die französische LIBÉRATION so: »Schirachs Meisterleistung ist, uns zu zeigen, dass – egal wie monströs dessen Taten zunächst scheinen mögen – ein Mensch doch immer ein Mensch ist.« Ferdinand von Schirach lebt in Berlin.

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