Blick ins Buch

Romane

Wir hätten uns alles gesagt

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Über das Buch

»Ich schreibe am eigenen Leben entlang,
ein anderes Schreiben kenne ich nicht.«


Eine Kindheit in unkonventionellen Verhältnissen, das geteilte Berlin, Familienbande und Wahlverwandtschaften, lange, glückliche Sommer am Meer. Judith Hermann spricht über ihr Schreiben und ihr Leben, über das, was Schreiben und Leben zusammenhält und miteinander verbindet. Wahrheit, Erfindung und Geheimnis – wo beginnt eine Geschichte und wo hört sie auf? Wie verlässlich ist unsere Erinnerung, wie nah sind unsere Träume an der Wirklichkeit.

Wie in ihren Romanen und Erzählungen fängt Judith Hermann ein ganzes Lebensgefühl ein: Mit klarer poetischer Stimme erzählt sie von der empfindsamen Mitte des Lebens, von Freundschaft, Aufbruch und Freiheit.

»Judith Hermanns Bücher sind unbeirrbare Erkundungen der menschlichen Verhältnisse« Roman Bucheli, Neue Zürcher Zeitung

Ungekürzte Lesung mit Judith Hermann
4 CDs, 4h 41min

Editionen (5)

ISBN9783844548921
VerlagDer Hörverlag
Erscheinungsdatum15.03.23

Rezensionen & Bewertungen

91 Bewertungen

16 Rezensionen

3,7

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  • allesisterleuchtet
    allesisterleuchtet

    199 Follower

    5,0

    Schönes poetisches Buch

    Judith Hermann schreibt in diesem Buch einen Rückblick auf die Familie der Ich-Erzählerin, ihre Kindheit, Jugend, Eltern und Großeltern und das Aufwachsen der eigenen Kinder. Dazu ihre Freunde, ihre Wahlfamilie. Während Alles Andere sich ändert, scheinen die Orte konstant zu bleiben. Das Sommerhaus am Meer, die Strassen und Orte in Berlin. Es wird nie ganz klar, was Realität und was Märchen ist, Wahrheit oder Traum. Ich mag dieses Buch für die Gefühle, die es in mir weckt. Alte Strassen entlang zu gehen und sich zu erinnern. Altbekannte Menschen zu treffen, die merkwürdig fremd scheinen. Gegenstände, die an Geschichten erinnern. Ein schönes Buch voller Poesie.

    20. Juni 2024

  • marieja
    marieja

    8 Follower

    3,0

    Tiefer Blick ins Zwischenmenschliche in Berlin von der Besetzerszene bis Covid, mit einem Haus am Meer als Fluchtpunkt.

    14. Mai 2026

  • 4,0

    Die Frankfurter Poetikvorlesungen sind drei Geschichten über das Schreiben. "Die Geschichten, die ich hier über das Schreiben erzählt habe, sind andere als die, die ich schreibe, was auch daran liegt, dass eine Geschichte sich an ihrem Ende, was immer ich anfangs gewollt habe, schlicht verselbständigt. Hinter der angelehnt Tür zu einer Geschichte steht immer einer, der mich an die Hand nimmt, reinzieht, die Tür hinter mir schließt. " In der ersten Geschichte erzählt die Autorin von ihrem Therapeuten zu dem sie über Jahre geht und dem nur sie erzählt, er nichts fragt und nichts sagt. Immer wieder wird der Wahrheitsgehalt dessen was geschrieben wird in Frage gestellt. Eine Geschichte des eigenen Lebens und des Erlebten. Und darf, oder sollte man dies überhaupt ans Licht bringen, oder liefert man sich dann aus? Wie bei dem Foto von einem Gemälde welches fast schwarz ist. Erst auf dem Foto kommt der Wolf zu Tage. "...Und ich denke, dass das Geheimnis einer Geschichte das eine, der Wolf einer Geschichte das andere ist. ..... Oder anders - kann ich den Wolf erzählen, ohne ihn zum Abschuss freizugeben. " Ein lesenswertes Buch für alle, die etwas davon erzählt bekommen möchten, wie Judith Hermann mit klarer, poetischer Kraft vom Leben und vom Lebensgefühl berichtet und von den schwierigen Prozessen des Schreibens.

    11. Feb. 2024

3 von 16 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Judith Hermann

Judith Hermann wurde 1970 in Berlin geboren und lebt heute in Berlin und in Friesland. Auf ihr außerordentliches Debüt »Sommerhaus, später« folgten die Erzählungsbände »Nichts als Gespenster«, »Alice«, »Lettipark« sowie die Romane »Aller Liebe Anfang« und »Daheim«. Die Werke wurden mit zahlreichen, auch internationalen Preisen geehrt. Für ihr letztes Buch, »Wir hätten uns alles gesagt«, erhielt sie 2023 den Wilhelm Raabe-Literaturpreis.

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