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Die satanischen Verse

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Über das Buch

Bejubelt und verdammt: Das Buch, für das Salman Rushdie zum Tode verurteilt wurde

Über der englischen Küste wird ein Flugzeug in die Luft gesprengt. Die einzigen Überlebenden dieses Terroranschlags sind Gibril Farishta und Saladin Chamcha, zwei indische Schauspieler, die buchstäblich vom Himmel fallen und wie durch ein Wunder unversehrt bleiben. Doch nach dem Absturz gehen seltsame Dinge mit ihnen vor: Der Muslim Gibril zeigt immer mehr Ähnlichkeit mit dem Erzengel Gabriel, während sich Saladin, der stets seine Herkunft verleugnete, zu einem Abbild des Teufels entwickelt. Doch das ist erst der Beginn einer überwältigenden Odysee zwischen Gut und Böse, zwischen Fantasie und Realität.

(Laufzeit: 23h 56)

Editionen (7)

ISBN9783844512748
VerlagDer Hörverlag
Erscheinungsdatum27.05.14

Rezensionen & Bewertungen

43 Bewertungen

14 Rezensionen

3,6

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  • irimirikiri
    irimirikiri

    84 Follower

    3,5

    Es ist vollbracht

    Was für ein Werk! Ich habe mir noch nie so viele Gedanken notiert und Sätze markiert, nur um dann wieder seitenlang keine Ahnung zu haben was ich da eigentlich gerade lese. Rushdie muss ja ein Genie sein, so viele Referenzen, Intertextualität, politische und gesellschaftliche Bezüge in einem Roman verdichten zu können. Dieses Buch hat mich definitiv bereichert, auch wenn ich bis zum Schluss nicht verstehen konnte worauf der Autor eigentlich hinauswollte. Das hat sich übrigens die ganze Zeit für mich abgewechselt, großartige Gedanken und dann hatte mich Rushdie wieder vollkommen verloren. Ich bin froh es gelesen zu haben, werde es aber nie wieder in die Hand nehmen.

    22. Mai 2026

  • jajobooks
    jajobooks

    63 Follower

    Selten so ambivalente Gefühle zu einem Buch gehabt. Schwanke ständig zwischen „genial“ und „was bitte war das!?“. Keine Ahnung wie ich das in Sternen bewerten soll? 🤷🏽‍♀️😅

    18. Mai 2026

  • arthurzturm
    arthurzturm

    171 Follower

    4,0

    Rezension: Salman Rushdie – Die satanischen Verse 4 von 5 Sternen Salman Rushdies Die satanischen Verse ist zweifellos ein literarisches Meisterwerk, das sprachliche Virtuosität mit tiefgründigem kulturellem und religiösem Diskurs verbindet. Der Roman fordert seine Leser nicht nur intellektuell, sondern eröffnet auch faszinierende neue Perspektiven auf Identität, Migration und die Beziehung zwischen Mythos und Realität. Rushdies Erzählweise ist reich an Metaphern, Wortspielen und philosophischen Reflexionen, die das Buch zu einem wahren Schatz für alle machen, die Literatur als Kunstform begreifen. Seine Fähigkeit, historische, religiöse und politische Themen miteinander zu verweben, ist beeindruckend und regt dazu an, über die Grenzen von Kulturen und Glaubenssystemen nachzudenken. Die Charaktere, insbesondere Gibreel Farishta und Saladin Chamcha, spiegeln die zerrissene Natur des modernen Menschen wider und sind dabei zugleich zutiefst menschlich wie auch symbolisch. Doch trotz aller Lobeshymnen ist der Roman nicht ohne Makel. Der narrative Aufbau ist stellenweise unnötig verworren, was die ohnehin schon komplexen Themen zusätzlich erschwert. Manche Passagen ziehen sich in ihrer Vielschichtigkeit so sehr in die Länge, dass sie den Lesefluss behindern und den Zugang zu Rushdies Ideenwelt erschweren. Es scheint, als habe der Autor manchmal seine eigene Erzählkunst über die Lesbarkeit gestellt. Insgesamt bleibt Die satanischen Verse ein beeindruckendes Werk, das Leser mit Geduld und einem Faible für anspruchsvolle Literatur belohnt. Der Stern Abzug resultiert jedoch aus der Überkomplexität, die den Zugang zu diesem ansonsten großartigen Roman gelegentlich erschwert. Für alle, die sich auf eine literarische Reise voller Tiefgang und Provokation einlassen möchten, ist dieses Buch dennoch uneingeschränkt zu empfehlen.

    19. Dez. 2024

3 von 14 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Salman Rushdie

Salman Rushdie, 1947 in Bombay geboren, ging mit vierzehn Jahren nach England und studierte später in Cambridge Geschichte. Mit seinem Roman »Mitternachtskinder«, für den er den Booker Prize erhielt, wurde er weltberühmt. 1996 wurde ihm der Aristeion-Literaturpreis der EU für sein Gesamtwerk zuerkannt. 2007 schlug ihn Königin Elizabeth II. zum Ritter. 2022 ernannte ihn das deutsche PEN-Zentrum zum Ehrenmitglied. 2023 wurde er mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet.

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