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Romane

Candide

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Über das Buch

Ist die Welt, in der wir leben, tatsächlich, wie Leibniz behauptet, „die beste aller möglichen“, oder ist sie ein Ort, aus dem Gott sich längst zurückgezogen, ja mehr noch, den er nie betreten hat? Am Beispiel des einfältigen Candide beantwortet Voltaires auf den Index gesetzte Romansatire diese Fragen mit der radikalen Demontage von Leibniz’ philosophischem Optimismus, denn Candide erlebt auf seiner abenteuerlichen Reise die infernalischsten Schrecken und absurdesten Zufälle. Geläutert kommt er am Ende zu der Erkenntnis, dass dem Menschen letztlich nichts bleibt, als ,seinen Garten zu bestellen’.

Editionen (31)

ISBN9783843801379
Verlagmarix Verlag ein Imprint von Verlagshaus Römerweg
Erscheinungsdatum13.04.21
Seitenzahl160

Rezensionen & Bewertungen

95 Bewertungen

11 Rezensionen

3,9

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  • cupcake_kathi
    cupcake_kathi

    130 Follower

    4,0

    Candide war ein junger Bursche der im Wohlstand aufwuchs aber seine Liebe zu Kunigunde, die er offensichtlich kund hat bis dies zu Tage gekommen ist und er verbannt wurde. Musste auch den gelernten Pangloss verlassen, der ihm ein guter Lehrer war. Daraufhin machte er viel mit egal ob es Zuflucht war oder die Gefangennahme. Er blieb immer optimistisch und fand auch schnell helfende Hände. Der Leser bekommt aber auch eine andere Perspektive zu Gesicht und zwar die Geschichte Kunigundes und weiteren Charakteren denen auch schreckliches widerfahren ist. Candide ist eine Metapher für den naiven Menschen, der blind den Lehren seiner Autoritäten vertraut. Im Laufe des Stücks entwickelt er jedoch eine kritische Denkweise und beginnt, seine eigenen Schlüsse zu ziehen. Er lernt, dass das Glück nicht in einer abstrakten Philosophie, sondern in der praktischen Arbeit und der Auseinandersetzung mit der Realität zu finden ist. Pangloss vertritt die Philosophie von Gottfried Wilhelm Leibniz, dass Gott eine vollkommene Welt geschaffen hat, in der alles seinen Sinn hat. Voltaire zeigt durch die Erfahrungen Candides, dass diese Ansicht unrealistisch und gefährlich ist. Die Katastrophen, die Candide erlebt – das Erdbeben in Lissabon, die Inquisition, die Sklaverei – verdeutlichen, dass das Böse und das Leid in der Welt existieren. Der Garten steht hier für die praktische Arbeit, die abstrakte philosophische Gedankengänge nichtig macht. Es ist ein Rückzugsort, um alles schreckliche der Welt oder gerade, dass was man erfahren hat, kurze Zeit zu vergessen. Es ist etwas meditatives die Gartenarbeit und erfreut sich gerade, wenn man eine Ernte auch im Nachhinein essen kann!

    3. Sept. 2025

  • suat
    suat

    134 Follower

    4,0

    Dieses kleine Werk ist wirklich anders als vieles, was man sonst kennt. Es war für mich eine neue Erfahrung, die ich sehr interessant und gut fand.

    ➖️ Voltaire nimmt uns mit auf eine rasante Reise durch eine Welt voller Katastrophen, Kriege und menschlicher Abgründe. Wir folgen dem naiven Candide und seinem Lehrer Pangloss, der fest daran glaubt, dass wir in der "bestmöglichen aller Welten" leben. Genau diese optimistische Sichtweise wird hier mit Satire und scharfer Ironie bloßgestellt. Diese satirische Novelle ist kurz und prägnant. Die Handlung rast förmlich von einem Unglück ins nächste. Doch ich glaube, genau das ist beabsichtigt: Es geht Voltaire nicht um eine detaillierte Geschichte im herkömmlichen Sinne, sondern darum, eine klare und unmissverständliche Botschaft zu vermitteln. Man spürt förmlich, wie er sich über die Vorstellung lustig macht, dass alles seinen "guten Grund" habe und besonders angesichts der realen Schrecken der Welt. Für mich war es die erste Begegnung mit Voltaires Werk. Die Art, wie er die damalige Philosophie kritisiert und zerlegt ist schon amüsant. Die berühmte Schlussfolgerung: "Man muss seinen Garten bestellen" ist ein Aufruf zu praktischem Handeln und Eigenverantwortung. Eine Botschaft, die auch heute noch sehr aktuell ist. Ich werde definitiv weitere Stücke von Voltaire lesen.

    Dieses kleine Werk ist wirklich anders als vieles, was man sonst kennt. Es war für mich eine neue Erfahrung, die ich sehr interessant und gut fand.

    22. Juli 2025

  • enaiviv
    enaiviv

    75 Follower

    3,5

    Mal etwas ganz anderes als meine übliche Lektüre, ich fand es unterhaltsam.

    17. Apr. 2024

3 von 11 Rezensionen

SocialReads

Seitenbasierte Kommentare

Seite 2214%
elina_bookworm
elina_bookworm30. Jan. 2026

Absolut normal das, wenn man mir erzählt was man alles durchgemacht hat, meine erste Reaktion ist diese Person zu fragen ob der Papst der Antichrist ist.😂

Autorin / Autor

Über Voltaire

Der französische Schriftsteller und Philosoph Voltaire (François Marie Arouet, 1694-1778) ist die bedeutendste Persönlichkeit der europäischen Aufklärung im 18. Jahrhundert. In seinen philosophischen und literarischen Werken formulierte er die Werte der Vernunft, Toleranz, Menschenrechte und Menschenwürde. Er setzte sich vehement für das Verbot der Leibeigenschaft ein und engagierte sich mehrfach in Justizverfahren, die durch religiösen Fanatismus einseitig beeinflusst wurden. Da ihm in Paris die Beisetzung verweigert wurde, beerdigte man Voltaire in Sellières. Als die Revolution ab 1789 tobte, verlegte man den Verstorbenen 1791 ins Panthéon. Auch das Herz des Philosophen wurde konserviert und wird in der Bibliothèque Nationale aufbewahrt.

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