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Humor

Candide

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Über das Buch

Eine der amüsantesten und scharfsinnigsten Satiren der Weltliteratur in der neuen Übersetzung von Wolfgang Tschöke

Dem arglosen jungen Candide erscheint das westfälische Schlösschen, auf dem er seine Kindheit verlebt hat, als paradiesisch-vollkommen, als bester aller möglichen Wohnorte. Leider begeht er - in aller Unschuld - das Verbrechen, Kunigunde, die appetitliche Tochter des Hauses, zu küssen, und wird mit Tritten in den Hintern aus seinem Kindheitsparadies davongejagt.

Nun tritt er eine Reise an, die ihn kreuz und quer durch ganz Europa, Südamerika bis in das utopische Eldorado führt. Eine Kette von abenteuerlichen Erlebnissen, Krieg und die Verfolgungen der spanischen Inquisition, Schiffbruch und Erdbeben, plötzlichen Reichtum und ebenso plötzlichen Verlust, muß der Held durchstehen, bis er in Konstantinopel auf überraschende Weise Kunigunde und seine Freunde wiedertrifft.

Im Kostüm amüsantester Unterhaltung versteckt sich eine der scharfsinnigsten philosophischen Satiren, die jemals gegen den Optimismus der Aufklärung geschrieben wurden. Mit Ironie und sarkastischem Wortwitz führt Voltaire (1694-1778) die Leibnizsche Doktrin des »Alles ist gut« ad absurdum, bedarf es doch einer Reihe fast tödlich endender Abenteuer, bis der gutgläubige, von seinem Lehrer Pangloß zu stetem Optimismus angehaltene Candide erkennt, wieviel in dieser Welt im argen liegt.

Editionen (31)

ISBN9783423130097
Verlagdtv Verlagsgesellschaft
Erscheinungsdatum01.02.03

Rezensionen & Bewertungen

95 Bewertungen

11 Rezensionen

3,9

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  • cupcake_kathi
    cupcake_kathi

    130 Follower

    4,0

    Candide war ein junger Bursche der im Wohlstand aufwuchs aber seine Liebe zu Kunigunde, die er offensichtlich kund hat bis dies zu Tage gekommen ist und er verbannt wurde. Musste auch den gelernten Pangloss verlassen, der ihm ein guter Lehrer war. Daraufhin machte er viel mit egal ob es Zuflucht war oder die Gefangennahme. Er blieb immer optimistisch und fand auch schnell helfende Hände. Der Leser bekommt aber auch eine andere Perspektive zu Gesicht und zwar die Geschichte Kunigundes und weiteren Charakteren denen auch schreckliches widerfahren ist. Candide ist eine Metapher für den naiven Menschen, der blind den Lehren seiner Autoritäten vertraut. Im Laufe des Stücks entwickelt er jedoch eine kritische Denkweise und beginnt, seine eigenen Schlüsse zu ziehen. Er lernt, dass das Glück nicht in einer abstrakten Philosophie, sondern in der praktischen Arbeit und der Auseinandersetzung mit der Realität zu finden ist. Pangloss vertritt die Philosophie von Gottfried Wilhelm Leibniz, dass Gott eine vollkommene Welt geschaffen hat, in der alles seinen Sinn hat. Voltaire zeigt durch die Erfahrungen Candides, dass diese Ansicht unrealistisch und gefährlich ist. Die Katastrophen, die Candide erlebt – das Erdbeben in Lissabon, die Inquisition, die Sklaverei – verdeutlichen, dass das Böse und das Leid in der Welt existieren. Der Garten steht hier für die praktische Arbeit, die abstrakte philosophische Gedankengänge nichtig macht. Es ist ein Rückzugsort, um alles schreckliche der Welt oder gerade, dass was man erfahren hat, kurze Zeit zu vergessen. Es ist etwas meditatives die Gartenarbeit und erfreut sich gerade, wenn man eine Ernte auch im Nachhinein essen kann!

    3. Sept. 2025

  • suat
    suat

    135 Follower

    4,0

    Dieses kleine Werk ist wirklich anders als vieles, was man sonst kennt. Es war für mich eine neue Erfahrung, die ich sehr interessant und gut fand.

    ➖️ Voltaire nimmt uns mit auf eine rasante Reise durch eine Welt voller Katastrophen, Kriege und menschlicher Abgründe. Wir folgen dem naiven Candide und seinem Lehrer Pangloss, der fest daran glaubt, dass wir in der "bestmöglichen aller Welten" leben. Genau diese optimistische Sichtweise wird hier mit Satire und scharfer Ironie bloßgestellt. Diese satirische Novelle ist kurz und prägnant. Die Handlung rast förmlich von einem Unglück ins nächste. Doch ich glaube, genau das ist beabsichtigt: Es geht Voltaire nicht um eine detaillierte Geschichte im herkömmlichen Sinne, sondern darum, eine klare und unmissverständliche Botschaft zu vermitteln. Man spürt förmlich, wie er sich über die Vorstellung lustig macht, dass alles seinen "guten Grund" habe und besonders angesichts der realen Schrecken der Welt. Für mich war es die erste Begegnung mit Voltaires Werk. Die Art, wie er die damalige Philosophie kritisiert und zerlegt ist schon amüsant. Die berühmte Schlussfolgerung: "Man muss seinen Garten bestellen" ist ein Aufruf zu praktischem Handeln und Eigenverantwortung. Eine Botschaft, die auch heute noch sehr aktuell ist. Ich werde definitiv weitere Stücke von Voltaire lesen.

    Dieses kleine Werk ist wirklich anders als vieles, was man sonst kennt. Es war für mich eine neue Erfahrung, die ich sehr interessant und gut fand.

    22. Juli 2025

  • enaiviv
    enaiviv

    75 Follower

    3,5

    Mal etwas ganz anderes als meine übliche Lektüre, ich fand es unterhaltsam.

    17. Apr. 2024

3 von 11 Rezensionen

SocialReads

Seitenbasierte Kommentare

Seite 2214%
elina_bookworm
elina_bookworm30. Jan. 2026

Absolut normal das, wenn man mir erzählt was man alles durchgemacht hat, meine erste Reaktion ist diese Person zu fragen ob der Papst der Antichrist ist.😂

Autorin / Autor

Über Voltaire

Voltaire (eig. François-Marie Arouet), 1694 in Paris geboren, besuchte dort das Jesuitenkolleg Louis-le-Grand und fand nach Abschluß seines Studiums bald Zugang zu aristokratischen freidenkerischen Kreisen. 1717 brachte ihm eine Satire auf Ludwig XIV. ein Jahr Haft in der Bastille ein. Später mußte er seines Freidenkertums und seiner aufklärerischen Schriften wegen mehrfach Paris verlassen. In England und auf dem Schloß einer Freundin in der Champagne fand er Asyl. 1750 folgte er einer Einladung an den Hof Friedrich des Großen, wurde aber drei Jahre später in Ungnade wieder entlassen. Er starb 1778 in Paris.

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