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Atmosphärisches Katz-und-Maus-Spiel
Es ist 1929, der Vorabend der Weltwirtschaftskrise. Fotograf Theo Jung begleitet seine Frau Dora und die ungeliebte Schwiegerfamilie, hanseatische Kaufleute, auf eine Schiffsreise in den Oman. Nach einigen Tagen auf See verschwindet Dora und angeblich hat niemand die junge Frau überhaupt auf dem Schiff gesehen … Was für ein wunderbares Eintauchen in eine andere Welt war dieses Buch? Ja, wer actiongeladene Krimis mag, wird mit diesem hier vielleicht nicht so viel anfangen können, das gebe ich zu. Theos Suche nach seiner Frau und den Hintergründen ihres Verschwindens ist ein kleinteiliges Puzzle-Stück und versierte Krimileserinnen ahnen vermutlich sehr viel schneller als der arme Fotograf, wer hinter allem steckt. Aber trotzdem macht dieses klassische Rätselraten sehr viel Spaß und Rademacher verwebt die Geschichte hervorragend mit einem für viele wahrscheinlich nicht so geläufigen Thema, nämlich dem Drogenschmuggel in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Das macht er überaus versiert und man merkt auf jeder Seite, dass er sein Handwerk schon lange sehr gut versteht. Aber noch mehr begeistert an diesem Buch definitiv die unglaublich atmosphärisch geschilderte Schiffsreise. Man meint fast dabei zu sein, direkt in den späten 20er-Jahren, den Seewind zu spüren, die schwüle Hitze auf den Decks, den Motorenlärm zu hören, das leise Geplauder im Speisesaal. Fast wie in einem Film sieht man die illustre Gesellschaft vor sich, während man miträtselt, wer es nun gut und wer es nicht so gut mit Theo meint. Für mich war dieser Krimi dadurch ein absoluter Hochgenuss, auch wenn sich für manche das Ende als etwas unbefriedigend darstellen wird. Ich fand es passend und habe die klitzekleine Hoffnung, vielleicht irgendwann mal zu erfahren, wie es mit Theo weitergeht …
28. Dez. 2025
Atmosphärisches Katz-und-Maus-Spiel
Es ist 1929, der Vorabend der Weltwirtschaftskrise. Fotograf Theo Jung begleitet seine Frau Dora und die ungeliebte Schwiegerfamilie, hanseatische Kaufleute, auf eine Schiffsreise in den Oman. Nach einigen Tagen auf See verschwindet Dora und angeblich hat niemand die junge Frau überhaupt auf dem Schiff gesehen … Was für ein wunderbares Eintauchen in eine andere Welt war dieses Buch? Ja, wer actiongeladene Krimis mag, wird mit diesem hier vielleicht nicht so viel anfangen können, das gebe ich zu. Theos Suche nach seiner Frau und den Hintergründen ihres Verschwindens ist ein kleinteiliges Puzzle-Stück und versierte Krimileserinnen ahnen vermutlich sehr viel schneller als der arme Fotograf, wer hinter allem steckt. Aber trotzdem macht dieses klassische Rätselraten sehr viel Spaß und Rademacher verwebt die Geschichte hervorragend mit einem für viele wahrscheinlich nicht so geläufigen Thema, nämlich dem Drogenschmuggel in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Das macht er überaus versiert und man merkt auf jeder Seite, dass er sein Handwerk schon lange sehr gut versteht. Aber noch mehr begeistert an diesem Buch definitiv die unglaublich atmosphärisch geschilderte Schiffsreise. Man meint fast dabei zu sein, direkt in den späten 20er-Jahren, den Seewind zu spüren, die schwüle Hitze auf den Decks, den Motorenlärm zu hören, das leise Geplauder im Speisesaal. Fast wie in einem Film sieht man die illustre Gesellschaft vor sich, während man miträtselt, wer es nun gut und wer es nicht so gut mit Theo meint. Für mich war dieser Krimi dadurch ein absoluter Hochgenuss, auch wenn sich für manche das Ende als etwas unbefriedigend darstellen wird. Ich fand es passend und habe die klitzekleine Hoffnung, vielleicht irgendwann mal zu erfahren, wie es mit Theo weitergeht …
28. Dez. 2025






