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Romane

Geisterwand

3,5(65)
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Deutsch
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Über das Buch

Eine einzige Tochter. Ihr dominanter Vater. Ein Wald in Northumberland, in dem eine Gruppe Archäologen einen Sommer lang leben will wie in der Eisenzeit ... Uralte Rituale, die seltsame Anziehungskraft ferner Zeiten und Lebensweisen verschränken sich in diesem brillanten Roman auf wahrhaft atemberaubende Weise mit sehr heutigem Missbrauch. Geisterwand komprimiert große und dringliche Themen – die Gefahren eines nostalgischen Nationalismus, Gewalt gegen Frauen und Kinder, was verloren, was gewonnen wird, wenn der Mensch nicht mehr als Knecht der Natur lebt – in einer rasiermesserscharf geschliffenen Spannungserzählung.

Editionen (1)

ISBN9783827014139
VerlagBerlin Verlag
Erscheinungsdatum03.05.21
Seitenzahl160

Rezensionen & Bewertungen

65 Bewertungen

12 Rezensionen

3,5

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  • 4,0

    Hat mir so gut gefallen. War mein erstes, aber sicher nicht mein letztes Buch von Sarah Moss. Toller atmosphärischer und bildlichen Schreibstil. Ich war sofort drin. Der Plott ist nicht rasant, aber trotzdem hat es moch sehr gefesselt.

    17. Okt. 2024

  • wedalou
    wedalou

    81 Follower

    3,5

    Kurz, atmosphärisch und misogyn

    Ansprechend von der Handlungsstruktur, dem Handlungsort und dem Rahmen. Relevante Themen wie familiäre Gewalt und Unterdrückung, blinder Nationalismus, stereotype Geschlechterrollen und der gefährliche Umgang mit historischen Ritualen. Deshalb habe ich eventuell mehr erwartet, das Involviertsein blieb aus, außer Wut vielleicht, die war da. Aber die Nuancen fehlten mir und das Ende war sehr kurz abgehandelt. Dem inneren Monk fehlte die wörtliche Rede. Der Klappentext hatte mich direkt, aber es war für mich kein rundes Leseerlebnis.

    26. Mai 2026

  • 5,0

    Ein Vater beschließt das seine Frau und seine Tochter gemeinsam mit ihm, einem Professor und einigen Studenten, die Sommerferien wie in der Eisenzeit zu verbringen haben. Es ist ein Roman über häusliche Gewalt und Misogynie. "Das ganze Leben, dachte ich, bringt Leid, wir leben davon zu töten, als gäbe es irgendein Wesen, für das das nicht gälte." "Weil Männer so sind, dachte ich, weil sie das Sagen haben, weil es Konsequenzen haben wird, wenn du es nicht tust." Sylvie und ihre Mutter wissen, wie diese Konsequenzen aussehen, wenn sie nicht tun, was der Vater bzw. der Ehemann sagt. Es werden Hasen gejagt, von den Männern, Beeren, Früchte und Wurzeln gesammelt, von den Frauen, bevor die Mutter von Sylvia daraus eine Mahlzeit zuzubereiten hat. Nur die Studentin Molly hinterfragt das Tun in dieser Konstellation. Als nächstes wird die Geisterwand errichtet. Ein Staketenzaun wird gebaut, dazwischen geflochtene Äste, obendrauf dann die Totenköpfe der Kaninchen. Angst und Machtmissbrauch ziehen einen Tief in dieses Buch, entwickeln einen Sog und machen einen so richtig wütend. Dies ist kein Wohlfühlroman.

    5. Nov. 2023

3 von 12 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Sarah Moss

Sarah Moss, 1975 geboren in Schottland, studierte und promovierte an der Oxford University. Heute unterrichtet sie an der University of Warwick. Sie ist Autorin mehrerer Romane - auf Deutsch erschienen bis dato Schlaflos (2013), Wo Licht ist (2015), Zwischen den Meeren (2016) und Gezeitenwechsel (2019).

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