Blick ins Buch

Romane

Tokyo Girls Club

3,6(85)
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Über das Buch

Der neue Roman der Weltbestsellerautorin und British-Book-Award-Gewinnerin Asako Yuzuki! Ein Roman über Besessenheit, Freundschaft und das langsame Zerfallen zweier Leben. Eriko hat einen prestigeträchtigen Job in einer Handelsfirma und ein makelloses Leben, doch unter dieser Oberfläche verbirgt sich eine alles verzehrende Einsamkeit. Sie ist fasziniert von Shoko, einer Hausfrau, die wie eine Katze in den Tag hineinlebt und in ihrem Lifestyle-Blog "Tagebuch einer nutzlosen Ehefrau" von ihrem hausfrauenunüblichen Alltag berichtet. Als die beiden sich zufällig kennenlernen, entsteht eine besondere Verbindung, die jedoch eine toxische Wendung nimmt, als Shoko plötzlich aufhört zu bloggen und verschwindet. Sie geraten in einen Strudel der Besessenheit, der eine Spur der Verwüstung hinterlässt. "Tokyo Girls Club" ist ein kühner Roman, fesselnd und mit psychologischem Tiefgang.

Editionen (1)

ISBN9783757020170
VerlagAufbau Audio
Erscheinungsdatum11.03.26

Rezensionen & Bewertungen

85 Bewertungen

16 Rezensionen

3,6

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  • birdysorrengail
    birdysorrengail

    590 Follower

    3,5

    Ein sozialkritischer Blick auf den Druck unter dem noch heute viele Frauen in Japan stehen🏆🏅

    Wow, Tokio Girls Club lässt einen mit einem beklemmenden Gefühl zurück🫣😳. Im Mittelpunkt stehen junge Frauen, die sich in einer Welt bewegen, in der Ansehen, Leistung und äußere Wirkung ständig bewertet werden. Dadurch entsteht eine Atmosphäre, die zugleich glamourös, bedrückend und unangenehm vertraut wirkt. Besonders stark ist der kritische Blick auf soziale Ungleichheit, Klassensysteme und Hierarchien. Wer gehört dazu, wer bleibt außen vor und wer darf sich Fehler leisten? Das Hörbuch zeigt, wie sehr soziale Gepflogenheiten, Herkunft und Status darüber entscheiden können, wie Frauen behandelt werden und sich gegenseitig behandeln. Ein super spannendes Thema. Auch Leistungsdruck, Konkurrenzdenken und der kritische Blick auf andere spielen eine große Rolle. Viele Figuren wirken, als müssten sie permanent beweisen, dass sie erfolgreich, schön, souverän oder „richtig“ sind. Spannend fand ich außerdem, dass Themen wie Antifeminismus und die Bewertung von Frauen untereinander nicht nur oberflächlich angeschnitten werden, sondern echt in die Tiefe gehen. Es geht um Erwartungen an Frauen, um Selbstzweifel, Komplexe und die Frage, warum Anerkennung oft so schwer zu bekommen ist. Dabei wird deutlich, wie schnell Freundschaft in Konkurrenz kippen kann, wenn alle unter Druck stehen. 🚫🫣Die psychische Belastung der Figuren ist ebenfalls präsent: Stress, Angst und manische oder impulsive Momente sorgen dafür, dass die Handlung stellenweise intensiv und beklemmend wird. 🫣🚫 Teilweise konnte ich die Handlungen der Protagonisten nicht ganz nachvollziehen, glaube aber, dass gerade in der Szene in Tokio noch einmal eine ganz andere weibliche Entwicklung stattfindet. Sehr interessant, spannend und auch teilweise verstörend.

    Ein sozialkritischer Blick auf den Druck unter dem noch heute viele Frauen in Japan stehen🏆🏅

    2 Tage vor

  • cule.jule
    cule.jule

    336 Follower

    5,0

    Im Club der wütenden Freundinnen

    Dieses Buch umfasst 383 Seiten – und ist vollgepackt mit vielschichtigen Themen, die mich nachhaltig beschäftigt haben. Im Mittelpunkt stehen zwei Frauen. Eriko, Anfang 30, Einzelkind, lebt noch im Elternhaus und arbeitet in einer Handelsfirma, wo sie für den Import von Speisefischen zuständig ist. Nach und nach wird deutlich, dass Eriko nicht nur eigenwillig, sondern auch in ihrem Verhalten „besondere“ Neigungen hat. Ihr größter Wunsch ist es, eine beste Freundin zu finden – doch warum scheitert sie immer wieder daran? Die zweite Protagonistin ist Shoko, eine Lifestyle-Bloggerin und Hausfrau. Ihr Blog wirkt wie ein öffentliches Tagebuch einer Frau, die sich selbst als nutzlos empfindet. Sie ist verheiratet, arbeitslos und ringt mit ihrer eigenen Bedeutungslosigkeit. Eriko ist ein großer Fan dieses Blogs und kommt ihrem Idol Schritt für Schritt näher. Dabei entwickelt sie sich zunehmend zur Stalkerin, die Shoko aufspürt und sie mit einem perfiden Plan regelrecht in eine Freundschaft drängt. (Kein Scherz.) Besonders beeindruckt hat mich die Figurenzeichnung: Beide Charaktere sind vielschichtig, psychologisch fein ausgearbeitet und wirken erschreckend real. Im Kern geht es um Narzissmus, Selbstwahrnehmung und die Frage, wie wir uns im Verhältnis zu anderen Menschen sehen. Gibt es eine innere Hierarchie? Und wie beeinflusst sie unser Handeln? Das Buch steckt voller klug aufbereiteter Themen, die in einen Roman verpackt sind, der lange nachhallt. Übersetzt wurde das Werk aus dem Japanischen von Ursula Gräfe. Es ist definitiv kein Allerweltsroman – man muss sich von der ersten Seite an auf die Figuren und das Setting einlassen. Wer das tut, entdeckt einen außergewöhnlichen, intensiven Roman. Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen, vor allem die Lebensweisheiten, die zwischen den Zeilen mitschwingen. Schon das Debüt der Autorin, Butter, war für mich ein starkes Leseerlebnis – und auch dieses zweite Buch konnte mich wieder überzeugen. Zudem erinnerte mich der Roman in seiner Dichte und psychologischen Spannung an eine hochwertige, zehnteilige Miniserie auf Netflix – das Potenzial dafür wäre definitiv vorhanden. Ich freue mich auf weitere Werke von ihr.

    11. Apr. 2026

  • salia
    salia

    108 Follower

    4,5

    27. Juni 2026

3 von 16 Rezensionen

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