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Romane

Die Unbehausten

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Über das Buch

Davon, was es bedeutet, eine Zuflucht zu haben in der Welt

Von der gefeierten Autorin von ›Demon Copperhead‹: ein großer Roman über zwei Menschen, 150 Jahre voneinander entfernt, die sich auf ihre Weisen zurechtfinden müssen in einer aus den Fugen geratenen Welt.

Alles scheint um Willa Knox zusammenzubrechen: Als freie Journalistin steht sie ohne Aufträge da. Ihr Mann Iano verliert seine Professur, Sohn Zeke, als Harvard-Absolvent der große Hoffnungsträger der Familie, ist gerade Vater geworden – aber alleinerziehend. Und ihr schwerkranker Schwiegervater schwärmt vom »Megafon«, dem republikanischen Präsidentschaftskandidaten.

Am selben Fleck, 150 Jahre zuvor, freundet sich ein Lehrer namens Thatcher mit seiner eigenbrötlerischen Nachbarin an. Die Naturforscherin Mary Treat steht in lebhaftem Austausch mit Charles Darwin, doch in der verschworenen Ortsgemeinschaft wird die Theorie von der Evolution als Sünde angeprangert.

Was verbindet diese Menschen über die Jahrhunderte hinweg? Ein viktorianisches Haus, das ihnen über dem Kopf einzustürzen droht – und eine Zeit, in der damals wie heute kein Stein auf dem anderen bleibt.

Warmherzig, humorvoll und zutiefst menschlich erzählt Barbara Kingsolver von den Verwerfungen der Gegenwart, in denen gespenstisch vertraut die Vergangenheit anklingt.


Übersetzt von Dirk van Gunsteren


»Ein lebendig wimmelndes Haus der Literatur, raffiniert und fesselnd.« Meg Wolitzer

»Von enormer Aktualität, schmerzhaft vertraut und hinreißend geschrieben.« NPR

»So voller Witz und Lebensnähe, dass man meint, mit den Figuren am Küchentisch zu sitzen und um Rat in ihren Krisen gebeten zu werden.« The Times

Editionen (2)

ISBN9783423284639
Verlagdtv Verlagsgesellschaft
Erscheinungsdatum12.06.25
Seitenzahl624

Rezensionen & Bewertungen

153 Bewertungen

33 Rezensionen

3,9

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  • tintenhain
    tintenhain

    411 Follower

    Langatmig (abgebrochen)

    Ich hatte mich sehr auf das Buch gefreut, nachdem ich "Demon Copperhead" so sehr mochte. Dieses habe ich nach einem Drittel abgebrochen. Es ist so schade, aber ich fand es langatmig, langweilig und es war schwierig dranzubleiben.

    13. Apr. 2026

  • tante_tanja
    tante_tanja

    542 Follower

    3,0

    "Im hellen Licht des Tages zu stehen, wie Sie mal gesagt haben. Unbehaust." In ihrem Blick war so viel Wärme, dass ihn schwindelte. Er hatte wenig Erfahrung mit Bewunderung. - Zitat, Seite 281 Die 1955 geborene Schriftstellerin hatte mit ihrem Roman "Demon Copperhead", der eine Hommage an den berühmten Klassiker von Charles Dickens und gleichzeitig eine moderne Gesellschaftskritik im Spiegel der Opiumkrise in den USA darstellt, eine Menge an Aufmerksamkeit erhalten und wurde mit literarischen Preisen ausgezeichnet. Diese Geschichte, die sich auf zwei Zeitebebenen abspielt, wurde bereits 2018 in der amerikanischen Originalausgabe "Unsheltered" veröffentlicht. Wie die Autorin in ihrer angefügten Danksagung erwähnt, orientierte sie sich bei den geschilderten Ereignissen des 19. Jahrhunderts an realen Begebenheiten. Die Biologin Mary Treat war eine Person, deren Arbeit laut Barbara Kingsolver "mehr Aufmerksamkeit verdient." Um so bedauerlicher ist, dass der historische Teil des Romans nicht aus der Perspektive der Biologin, sondern aus der Sicht des Lehrers Thatcher geschildert wird, der mit seinem Bestreben seinen Schülerinnen und Schülern eine neue Weltsicht zu erschließen, gegen Windmühlen ankämpft. Aber nicht nur mit engstirnigen Vorgesetzten hat er zu kämpfen, sondern auch mit einem Haus, welches immer mehr Risse bekommt. Seine junge Ehefrau und auch die Schwiegermutter scheinen den Ernst der Lage nicht ganz zu begreifen und setzen Erwartungen in ihn, denen er nicht gerecht werden kann, denn wie kann ein Mann verhindern, dass sein Haus über seinem Kopf zusammenfällt? Ähnliche Probleme mit knirschenden Wänden und bröckeliger Substanz hat im 21. Jahrhundert die (rein fiktive) Protagonistin Willa, eine auftragsfreie Journalistin mittleren Alters, die auf einmal zusätzlich vor viele neue Herausforderungen familiärer Art gestellt wird. Der Erzählansatz der Geschichte ist grundsätzlich interessant und weckt die Neugier. "Was tun, wenn alle Gewissheiten wegbrechen?" - Diese Frage stellt der Klappentext und die Erwartung auf spannende Lektüre steigt. Doch die Geschichte ist leider wenig lebendig oder gar inspirierend gestaltet. Die Szene, als der Lehrer Thatcher die unkonventionelle Nachbarin Mary Treat kennenlernt, während diese gerade ihren Finger in eine Venusfliegenfalle gesteckt hält, um ein wissenschaftliches Experiment durchzuführen, war erfrischend und ließ Hoffnung aufkommen, aber leider plätscherte die Handlung infolge etwas phantasielos dahin. Was die Zeitebene der Gegenwart betrifft, sind die Charaktere ziemlich konventionell geraten, obwohl sich vom Setting durchaus mehr Entwicklung angeboten hatte. Denn durch den Suizid der Schwiegertochter steht plötzlich die Frage im Raum, wer sich um den kleinen Erdenbürger kümmert. Die Lösung ist erstaunlich wenig originell. Was man als Hommage an die Literatur des unvergleichlichen Charles Dickens auffassen könnte, ist die Einbeziehung eines sachlichen Gegenstandes als Protagonist. Hier ist es (wie bei Dickens nicht unüblich) das Haus. Aber leider funktioniert das Bild weder als vollwertige Figur noch als greifbare Metapher, weil dieses Knirschen und Bröckeln zu keinem Zeitpunkt wirklich spürbar ist. Dem Roman fehlt es leider insgesamt an Substanz, er ist dafür, dass er so interessante Themen aufgreift, einfach viel zu zahm und zahnlos umgesetzt. FAZIT Nachdem "Demon Copperhead" im direkten Vergleich mit der klassischen Vorlage für mein Empfinden eher mittelmäßig abschnitt, wollte ich gerne noch ein Werk der Autorin lesen, welches ganz für sich steht. Leider war "Die Unbehausten" dann doch auch nur ein durchschnittliches Lesevergnügen. Dabei gefiel mir die Metapher der Unbehausten: Menschen, die offen für neue Erkenntnisse sind und sich nicht in das vertraute Schneckenhaus zurück ziehen, sollten hier als Protagonisten vorgestellt werden! Vielleicht hänge ich zu sehr am Schneckenhaus vorangegangener Lektüren, aber dieser Roman ist von mir nur eingeschränkt empfehlenswert.

    26. Sept. 2025

  • theagri
    theagri

    776 Follower

    3,0

    Abwechselnd in zwei Zeitschienen wird die Geschichte eines Hauses erzählt. Wir lesen von Menschen und Familie, die hier lebten, mit Problemen, Sorgen, Lebenseinstellungen und Lebensperspektiven. Das Haus hat auch viele Probleme, denn es könnte jederzeit einstürzen. Interessant fand ich die Probleme der Familie in der "Heute-Zeit", obwohl mir kein Charakter sehr nahe kam. Vor allem die soziale Versorgung ist sehr erschreckend, wenn man in den USA nicht reich ist. Die zweite Zeitschiene, ca 150 Jahre zuvor, hat mich etwas gelangweilt, die Darwinsche Lehre und biologischen Erörterungen haben mich nicht angesprochen. Die Parallelen in den beiden Zeitschienen werden im Fortschreiten der Geschichte immer deutlicher, in Politik, Miteinander und Weltanschauung - auch wenn die äußeren Umstände unterschiedlich sind. Letztlich suchen alle Menschen nach dem gleichen: einem sicheren Heim. Gut geschrieben waren alle Dialoge, die passten ausgezeichnet in die jeweilige Zeit, ebenso die Verhaltensweisen der Protagonisten. Insgesamt kam dieses Buch aber nicht annähernd an Demon Copperhead heran, weder Story noch Schreibweise haben mich so begeistert. Es war mir alles zu weitschweifend und zu entfernt von meiner Realität. Der Funke ist einfach nicht übergesprungen. Da die Geschichte um Willas Familie aber so viel von der politischen, sozialen und der Bildungssituation in den USA von heute erzählt, fand ich es lesenswert.

    20. Juli 2025

3 von 33 Rezensionen

SocialReads

Seitenbasierte Kommentare

Seite 17829%

Nach 178 Seiten habe ich nun beschlossen, das Buch abzubrechen. Habe erst überlegt, ob ich nur die Kapitel, die in der Gegenwart spielen, lese, aber mir ist gänzlich die Lust vergangen. Finde die Story sehr langatmig, nicht fesselnd und belanglos. Schade, „Demon Copperhead“ mochte ich sehr.

Seite 28245%

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Autorin / Autor

Über Barbara Kingsolver

Barbara Kingsolver, 1955 geboren, hat Romane, Gedichte, Essays und ein Memoir verfasst, die in mehr als zwanzig Sprachen übersetzt und vielfach ausgezeichnet wurden, u. a. mit dem Pen/Faulkner Award, dem Orange Prize for Fiction, dem Women's Prize for Fiction und dem Pulitzer-Preis. Sie wurde mit der National Medal of Humanities geehrt und ist Mitglied der American Academy of Arts and Letters. Aufgewachsen in Kentucky, lebt sie heute mit ihrer Familie auf einer Farm in Virginia.

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