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Die neugierige Viktoria schaut sich heimlich èine Spitzenstickart ab und gibt dies an die Frauen ihrer brasilianischen Familie weiter, die es schnell lernen und für ihre Zwecke nutzen. Mit ihrer Freundin Eugenia werden sie zukünftig diese Technik des Sticken nutzen. Schon nach den ersten Seiten wird man neugierig auf die geheimnisvolle Familiengeschichte der Flores, in der Männer nicht alt werden. Ein Fluch, der ihnen das Leben in ihrem Heimatort schwer macht. Zusätzlich wird von der beginnenden Emanzipation der Frauen und der Freundschaft, Hilfe und Solidarität untereinander erzählt. Erzählt wird in zwei Zeitebenen, wobei die der heutigen Zeit stets nur relativ kurze Einschübe waren. Interessant an der Beschreibung der heutigen Alice war der Unterschied zu der von Ines und Eugenia vor knapp einhundert Jahren. Darin wird deutlich, wieviel Freiheit, Selbstbewusstsein und Selbstbestimmung verändern können. Angélica Lopes schreibt flüssig, gut verständlich und anschaulich. Der Charakter der Eugenia blieb mir allerdings in ihrer einseitig aktiven, andererseits passtv, starren, unflexiblen Haltung fremd. Man bekommt den Eindruck, dass sie der Ehe von Anfang an keine Chance geben will. So ganz konnte ich ihre Aktionen nicht nachvollziehen. Da fehlte mir Tiefe um Verständnis aufbauen zu können. Die gesellschaftlichen Umstände und Verhaltensweisen sind schön beschrieben. Auch wenn es erschreckend ist, wieviel Gesetzeslosigkeit damals in Brasilien herrschte. Auffällig für mich war die unterschiedlich benutzte Ausdrucksweise zwischen damals und heute. Darin spiegelt sich der geänderte Zeitgeist. Das hat mir gefallen. Insgesamt war für mich die Geschichte zu wenig spannend. Interessant ja, aber der faszinierende, fesselnde Funke, der mich bewegt das Buch nicht aus der Hand zu legen, hat mir gefehlt. Aber dennoch ein wichtiges Buch, das uns an die Menschen der Welt erinnert, die noch immer unter Unterdrückung, Willkür und Gesetzlosigkeit leiden.
14. Sept. 2025
Die neugierige Viktoria schaut sich heimlich èine Spitzenstickart ab und gibt dies an die Frauen ihrer brasilianischen Familie weiter, die es schnell lernen und für ihre Zwecke nutzen. Mit ihrer Freundin Eugenia werden sie zukünftig diese Technik des Sticken nutzen. Schon nach den ersten Seiten wird man neugierig auf die geheimnisvolle Familiengeschichte der Flores, in der Männer nicht alt werden. Ein Fluch, der ihnen das Leben in ihrem Heimatort schwer macht. Zusätzlich wird von der beginnenden Emanzipation der Frauen und der Freundschaft, Hilfe und Solidarität untereinander erzählt. Erzählt wird in zwei Zeitebenen, wobei die der heutigen Zeit stets nur relativ kurze Einschübe waren. Interessant an der Beschreibung der heutigen Alice war der Unterschied zu der von Ines und Eugenia vor knapp einhundert Jahren. Darin wird deutlich, wieviel Freiheit, Selbstbewusstsein und Selbstbestimmung verändern können. Angélica Lopes schreibt flüssig, gut verständlich und anschaulich. Der Charakter der Eugenia blieb mir allerdings in ihrer einseitig aktiven, andererseits passtv, starren, unflexiblen Haltung fremd. Man bekommt den Eindruck, dass sie der Ehe von Anfang an keine Chance geben will. So ganz konnte ich ihre Aktionen nicht nachvollziehen. Da fehlte mir Tiefe um Verständnis aufbauen zu können. Die gesellschaftlichen Umstände und Verhaltensweisen sind schön beschrieben. Auch wenn es erschreckend ist, wieviel Gesetzeslosigkeit damals in Brasilien herrschte. Auffällig für mich war die unterschiedlich benutzte Ausdrucksweise zwischen damals und heute. Darin spiegelt sich der geänderte Zeitgeist. Das hat mir gefallen. Insgesamt war für mich die Geschichte zu wenig spannend. Interessant ja, aber der faszinierende, fesselnde Funke, der mich bewegt das Buch nicht aus der Hand zu legen, hat mir gefehlt. Aber dennoch ein wichtiges Buch, das uns an die Menschen der Welt erinnert, die noch immer unter Unterdrückung, Willkür und Gesetzlosigkeit leiden.
14. Sept. 2025






