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Romane

Wenn wir lächeln

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Über das Buch

Jara steht auf der alten Eisenbahnbrücke über der Ruhr und starrt ins tiefdunkle Gewässer. Anto, die gerade noch neben ihr saß, ist in den Fluss gesprungen und taucht nicht wieder auf. Das Einzige, was Jara von hier oben erkennen kann, ist der Baseballschläger, mit dem sie in dieser Nacht ein Autofenster eingeschlagen haben und der jetzt nicht sinken will. Als Jara zum ersten Mal auf Anto trifft, ist diese zwar die schlechteste Spielerin auf dem Fußballplatz, aber trotzdem mit Abstand die mutigste. Die beiden freunden sich an, und schnell ist klar: Ihre Schwesternschaft steht über allem – sie teilen Lipgloss, Cherry Cola und Gewaltfantasien. Jeden Abend ein neuer Plan, sie haben alles im Blick und alles im Griff. Bis ihnen Stück für Stück die Kontrolle entgleitet. Es bleibt die Frage: Wohin mit all der Wut? In ihrem Debütroman zeichnet Mascha Unterlehberg das bestechende und kraftvolle Porträt einer zarten Freundinnenschaft, die sich gegen den Druck von außen und eine stets drohende Gewalt behaupten muss – bis es Zeit ist, zurückzuschlagen … Mascha Unterlehberg wurde für ›Wenn wir lächeln‹ mit der Alfred-Döblin-Medaille ausgezeichnet. »Ein Rausch, flirrend und intensiv. Ein Buch über die Kraft der Freundschaft, über bedrohliche Momente beim Erwachsenwerden und über junge Frauen, die nicht länger still bleiben.« EMOTION

Editionen (3)

ISBN9783755805670
VerlagDuMont Buchverlag
Erscheinungsdatum10.02.26
Seitenzahl256

Rezensionen & Bewertungen

508 Bewertungen

97 Rezensionen

3,7

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  • sarinabookworm
    sarinabookworm

    164 Follower

    1,0

    Das war nichts für mich.

    Puh wo soll ich anfangen? Der Schreibstil war für mich ganz schlimm zu ertragen. Die Autorin hat so viel stehen gelassen, und nicht ausführlich zuende geschrieben, immer sofort mit einem neuen Kapitel bei einem ganz anderen Stand weiter gemacht, das man nichts verstehen konnte, und auch kein Draht zu den protas bekommen konnte. Ich mag beide nicht. Und ja die Kapitel sind extrem kurz. Vielleicht war das auch ein Grund , weshalb man der Geschichte nicht folgen kann. Ich kann nicht mal 2 Sterne geben. Es liest sich für mich so, als hätte man das an 2 Tagen runter geschrieben. Ohne sich Gedanken zu machen.

    14. März 2026

  • booksncofffee
    booksncofffee

    953 Follower

    5,0

    „Wenn wir lächeln“ von Mascha Unterlehberg ist nicht nur äußerlich eine 10/10 sondern hat auch echt verdammt viel Inhalt und heftig gut geschriebene Sätze, die mich sehr beeindruckt haben und ich so schnell nicht vergessen werde. In ihrem Debüt-Roman schreibt sie von Jara und Anto, zwei Teenagerinnen, die sich auf dem Fußballplatz kennenlernen und schnell unzertrennlich werden. Für sie steht fest- ihre Freundinnenschaft (was ein tolles Wort, werde ich so in meinen Wortschatz übernehmen!) ist tief. So tief, dass sie sich eigentlich sogar schwesterlich verbunden fühlen. Sie sind Schwestern. „Zusammenhalt ist der Deal, das ist es, woran wir glauben, und deshalb ist alles, was wir machen, für mich vor allem eins: die Möglichkeit, unsere Freundschaft noch ein bisschen größer werden zu lassen, noch ein bisschen glänzender.“ Bei all den Dingen, die die zwei so tun und unternehmen vergisst man manchmal als Leserin, dass die beiden noch minderjährig sind und ist schockiert, dass sie all diese Eindrücke und Erfahrungen schon in so jungem Alter erleben. Ich möchte hier nicht zu viel spoilern, aber es wird sehr eindrucksvoll und sprachlich stark (sexualisierter) Gewalt behandelt. Auch dass die Freundschaft einen schmalen Grad zwischen einer Schwesternschaft mit tiefer Verbundenheit und einer toxischen Abhängigkeit fährt, fand ich wahnsinnig interessant. „Anto ist nicht gut darin, sich zu entschuldigen, und wenn ich nicht gleich einlenke, wird es für uns beide schwierig, da wieder rauszukommen.“ „Wenn wir lächeln“ macht wütend, ist relatable und irgendwo auch ein wenig traurig, weil Jara in so jungen Jahren schon so eine Hoffnungslosigkeit fühlt, die leider die Realität von weiblich gelesenen Personen treffend beschreibt. Vor allem sprachlich hat mich der Roman komplett abgeholt und ich habe wahnsinnig viel markiert. Klare Empfehlung! „(…) und ich denke, dass ich aufhören muss, immer alles von außen zu betrachten, vor allem mich selbst.“

    11. Feb. 2025

  • dunis.lesefutter
    dunis.lesefutter

    420 Follower

    4,0

    Brutal und zart zugleich

    Als ich dieses Buch zugeschlagen habe, hatte ich ganz viele Ausrufe- und ebenso viele Fragezeichen In meinem Kopf. Wie kann etwas so brutal und gleichzeitig so zart sein wie dieser Text!? Ich bin geplättet von dieser Sprachgewalt. Was ist hier passiert? Und wie geht es weiter? Jara erzählt uns die Geschichte ihrer Freundschaft zu Anto. Die beiden werden im Ruhrgebiet groß und obwohl sie finanziell unterschiedliche Stati haben, eint sie eine große Anziehung und eine ebenso große große Wut! Die 15-Jährigen führen ein Leben in dem Lipgloss genauso wichtig ist wie Baseballschläger. Sie hängen ab, trinken, und ab und zu lassen sie alles raus, was sich so angestaut hat. Das Ganze muss noch nicht mal anlassbezogen sein. Man könnte jetzt meinen, die beiden sind wie Pech und Schwefel und es passt kein Blatt zwischen Anto und Jara. Doch was wäre die Pubertät ohne Zweifel und Zwiespalt? Sie stellen sich immer wieder gegenseitig auf die Probe, trauen sich meist nicht für 5 Cent über den Weg, halten dann wieder zusammen und kämmen sich gegenseitig die Haare. Als Jungs, die auch das gemeinsame Feindbild sind, Begehrlichkeiten wecken, von denen sie nicht wissen, ob sie die überhaupt wollen oder nicht, verändert sich die Freundschaft Dieses Buch hat eine Wucht, die durch Leerstellen entsteht, denn dieser Text ist auf jeden Fall eines: Fragmentarisch! Er bewegt sich nicht linear, springt vor & zurück in den Zeiten und Emotionen. Ich habe innerlich gejubelt aufgrund der prägnanten Sprache, die sich aufs Wesentliche bezieht und dann aber ihre Spuren verwischt. Die Ursache der großen Wut ist für mich nicht endgültig geklärt. Die große Liebe der beiden zueinander, rührt meinem empfinden nach daher, dass sie begehren, wie die jeweils andere zu sein, das Misstrauen eventuell auch. Die gewaltvollen Szenen scheinen aus dem Nichts zu kommen und lassen sehr viel Raum für die eigene Interpretation. Ich tue mich manchmal schwer mit solchen „unfertigen“ Texten – hier nicht! Die Sprache hat mich begeistert. Die Lückenhaftigkeit hat mich angeregt meinen Gedanken mehr Raum zu geben. Vieles ist hier möglich, wenig ist klar und trotzdem ist es wunderbar. Das Ende hat mich umgehauen. Es wartet kein großer Twist auf uns. Es hat mich lediglich zerstört. Was haben wir also gelesen? Eine Freundinnengeschichte? Vielleicht! Zerrissenheit und Versuchung der Pubertät? Abgrenzung und Anziehung? Eventuell! Ein gelungenes Debüt? Auf jeden Fall! Ich empfehle es allen die Texte nicht zwangsläufig auserzählt haben müssen und denen „Die schönste Version“ gefallen hat.

    10. Feb. 2025

3 von 97 Rezensionen

SocialReads

Seitenbasierte Kommentare

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rel.eva.nt_books
rel.eva.nt_books15. Feb. 2025

Was ist das bitte für ein gutes Buch? Wie geil ist der Stil? Es zieht einen so mit. Mega

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Autorin / Autor

Über Mascha Unterlehberg

MASCHA UNTERLEHBERG, geboren in Mülheim an der Ruhr, hat Literaturwissenschaften und Kunstgeschichte in Freiburg und Paris studiert sowie am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig. Sie hat an Theatern in Deutschland und der Schweiz gearbeitet, war Finalistin des 27. open mike und nahm mit ›Wenn wir lächeln‹ 2023 am Literaturkurs in Klagenfurt teil. Mascha Unterlehberg wurde für ›Wenn wir lächeln‹ mit der Alfred-Döblin-Medaille ausgezeichnet.

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