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Dieses Werk von Christoph Hein lässt mich alles in allem ein wenig ratlos zurück. Die versprochene Geschichte der DDR aus Sicht der Bewohner:innen lässt sich im weitesten auf eine Handvoll Menschen herunterbrechen, kombiniert mit einigen Familienmitgliedern, Arbeitskolleg:innen und Liebhabern. Allgemein ist die Vielfalt der Charaktere jedoch nicht gegeben, da alle auf einer ähnlichen sozialen Schicht stammen oder in diese gekommen sind. Für mich werden auch wesentliche Aspekte der Geschichte ausgespart, gerade die der Sicherheitsbehörden in der Zeit der DDR. Auch das bedeutende Ereignis des Mauerfalls wird nur in gefühlt einem Kapitel als Randnotiz eines Telefonats erwähnt. Die recht triste Erzählung der Sozialleben der Charaktere in verschiedenen Stadien ihrer Leben ist dennoch streckenweise unterhaltsam bis interessant. Jedoch gibt es einige Zeitsprünge, in denen komplett offen ist, was in teilweise 10 Jahren passiert. Selbstverständlich ist es nicht einfach, diese 40 Jahre eines so eindrucksvollen wie erschreckenden Staates in ein Buch zu pressen, ohne menschliche Schicksale auszusparen. Auch wenn dieses Buch 750 Seiten umfasst, hätte man sich zwischen einem Roman oder Sachbuch entscheiden können und die Lektüre um die Hälfte kürzen können. So ist es ein eher zeitfressendes Gesamtwerk, was beide Welten nicht richtig in sich vereinen kann. Nichtsdestotrotz kann man unterhaltsame Stunden mit diesem Buch haben und dieses Thema ist aufgrund der innerdeutschen Politik weiterhin wichtig, da die Wiedervereinigung noch immer nicht vollständig in den Köpfen der Bevölkerung angekommen ist. Jedes Buch, welches dieses Thema ansatzweise neutral behandelt, ist ungeheuer wichtig!
13. Juli 2025
Dieses Werk von Christoph Hein lässt mich alles in allem ein wenig ratlos zurück. Die versprochene Geschichte der DDR aus Sicht der Bewohner:innen lässt sich im weitesten auf eine Handvoll Menschen herunterbrechen, kombiniert mit einigen Familienmitgliedern, Arbeitskolleg:innen und Liebhabern. Allgemein ist die Vielfalt der Charaktere jedoch nicht gegeben, da alle auf einer ähnlichen sozialen Schicht stammen oder in diese gekommen sind. Für mich werden auch wesentliche Aspekte der Geschichte ausgespart, gerade die der Sicherheitsbehörden in der Zeit der DDR. Auch das bedeutende Ereignis des Mauerfalls wird nur in gefühlt einem Kapitel als Randnotiz eines Telefonats erwähnt. Die recht triste Erzählung der Sozialleben der Charaktere in verschiedenen Stadien ihrer Leben ist dennoch streckenweise unterhaltsam bis interessant. Jedoch gibt es einige Zeitsprünge, in denen komplett offen ist, was in teilweise 10 Jahren passiert. Selbstverständlich ist es nicht einfach, diese 40 Jahre eines so eindrucksvollen wie erschreckenden Staates in ein Buch zu pressen, ohne menschliche Schicksale auszusparen. Auch wenn dieses Buch 750 Seiten umfasst, hätte man sich zwischen einem Roman oder Sachbuch entscheiden können und die Lektüre um die Hälfte kürzen können. So ist es ein eher zeitfressendes Gesamtwerk, was beide Welten nicht richtig in sich vereinen kann. Nichtsdestotrotz kann man unterhaltsame Stunden mit diesem Buch haben und dieses Thema ist aufgrund der innerdeutschen Politik weiterhin wichtig, da die Wiedervereinigung noch immer nicht vollständig in den Köpfen der Bevölkerung angekommen ist. Jedes Buch, welches dieses Thema ansatzweise neutral behandelt, ist ungeheuer wichtig!
13. Juli 2025







