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Biografien

Thomas Mann macht Ferien

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Über das Buch

Sommerfrische in Bayern, 1918. Die Familie Thomas Mann hat ein Haus am Tegernsee gemietet. Es sollen unbeschwerte Monate werden – doch die Welt verändert sich dramatisch, und auch der Schriftsteller wird bald ein anderer sein.

Die Kinder schwimmen und angeln Rotaugen, der Vater rudert, geht spazieren und besteigt erstmals einen Berg, die Mutter kümmert sich um das neue Baby, und Bauschan, der Hund, döst im Schatten, während ihn Thomas Mann gerade zum Helden seiner Erzählung »Herr und Hund« macht.

Ein Idyll, doch den Schriftsteller plagen Sorgen. Die deutsche Niederlage im Ersten Weltkrieg steht bevor, Revolution liegt in der Luft, und mit seinem antidemokratischen Manifest »Betrachtungen eines Unpolitischen« sitzt Thomas Mann historisch auf dem falschen Dampfer. Mit seinem Bruder Heinrich hat er sich deswegen überworfen, für die Arbeit am nächsten großen Werk »Der Zauberberg« fehlt ihm die Kraft, und dann fällt ihm auch noch ein Zahn heraus.

Kerstin Holzer schreibt mit Wärme und Humor über einen ganz besonderen Sommer im Leben des Literatur-Nobelpreisträgers, über dessen Ängste und Sehnsüchte. Eine federleichte Geschichte über den Mut zur Veränderung und die Kraft der Liebe.

Editionen (2)

ISBN9783462006711
VerlagKiepenheuer & Witsch
Erscheinungsdatum10.04.25
Seitenzahl208

Rezensionen & Bewertungen

101 Bewertungen

30 Rezensionen

4,3

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  • _butterblume_
    _butterblume_

    594 Follower

    5,0

    "Das Auge und die Seele, sie baden in wilder Schönheit. Die Natur umfängt selbst den unruhigsten Geist mit ihrer Unerschütterlichkeit, versichert ihm, dass es etwas gibt wie Gleichmaß und Schönheit, wenn auch vielleicht gerade nicht in ihm, und schenkt ihm Ruhe. Die gemeinsamen Exkursionen mit dem Tier, bei denen Thomas Mann allein sein darf, ohne einsam zu sein, bedeutet Frieden." 1918 - Die Familie Mann verbringt die Sommermonate am Tegernsee - Man könnte hier einen leichten Roman über die "Sommerfrische" der Familie erwarten, aber er ist sehr viel mehr. Es ist ein gut recherchiertes Portrait des Nobelpreisträgers, das auch Einblick in seine literarische, als auch politische Gedankenwelt gibt. Die einzelnen Kapitel haben eine angenehme Länge, die abwechslungsreiche Einblicke rund um das Leben von Thomas Mann bieten. Der Sprachstil ist elegant, gut lesbar, lebendig und immer wieder gespickt mit Zitaten und Anekdoten. Die perfekte Lektüre für das Thomas-Mann-Jahr und auf jeden Fall eine Leseempfehlung ⭐

    16. Juni 2025

  • 4,0

    ""Thomas Mann macht Ferien", handelt von einem Hund, einer Lebenskrise und der Liebe." Besser kann man es nicht zusammenfassen. Ein schön zu lesender Roman, basierend auf Werken, Tagebüchern und Briefen von Mann. Besonders gerne habe ich die Teile gelesen, in denen die Beziehung von Thomas Mann und seinem Hund Bauschan beschrieben werden. Humoristisch und doch so treffend wird die Freundschaft der beiden dargestellt. Auch die vielen Anekdoten des Familiengeflechtes, samt Schwiegereltern waren spannend zu verfolgen. Für mich ein guter Einstieg um einen Eindruck rund um die Familie Mann zu bekommen. Sehr eigen, aber weltoffen kommen sie mir vor. "Und es ist einfach so, dass ihm, als Sohn einer brasilianischen Mutter und eines deutschen Vaters, als Gatte einer einer Frau aus jüdischer Familie, das Lob der gemischten Herkunft Bedürfnis und Vergnügen ist." "Zauberberg" und "Tod in Venedig " habe ich abgebrochen. Einen neuen Versuch werde ich auf jeden Fall mit "Buddenbrooks" machen.

    16. Nov. 2025

  • claudiax
    claudiax

    138 Follower

    5,0

    warmherzig, leichtfüßig und mit einer Prise Humor über die Kraft der Liebe und den Mut zur Veränderung.

    🩵THOMAS MANN MACHT FERIEN🩵 von Kerstin Holzer, erschienen bei Kiepenheuer und Witsch, ET 10.04.2025, 208 Seiten DER SEE, DIE LIEBE UND EIN HUND »Ein meisterhaftes Psychogramm, das in Thomas Mann einen nachdenklichen, überraschend menschlichen Künstler voller Ambivalenzen entdeckt. Ich habe diese Tour de Force eines inneren Wandels mit Staunen und echter Anrührung gelesen.« Frido Mann Autorenportrait: Kerstin Holzer: geboren 1967, studierte Politikwissenschaft und lebt in München. Als Journalistin arbeitete sie u. a. für den Focus, die Süddeutsche Zeitung und Madame. Als Buchautorin verfasste sie die SPIEGEL-Bestseller „Elisabeth Mann Borgese - ein Lebensportrait“, gemeinsam mit Léa Linster „Mein Weg zu den Sternen“ und zuletzt „Manascella - Monika Mann und ihr Leben auf Capri“. Mein Leseeindruck: Es ist Sommerzeit in Bayern - genauer gesagt am Tegernsee im Jahre 1918 lernen wir den Schriftsteller Thomas Mann und seine wachsende Familie kennen. Hier soll die nächsten Monate verweilt werden, unbesorgte Momente, Spaß und Freude sind geplant, doch alles entpuppt sich einwenig anders, denn die Welt verändert sich und mit ihr Thomas Mann. Im Mittelpunkt steht seine aktuelle Lektüre „Hund und Mann“. Wie wird es weitergehen? Wie wird die Familie dargestellt? Welche Sorgen und Nöte sehen sie sich konfrontiert? Ich wollte im Thomas-Mann-Jahr gerne etwas über ihn lesen und wurde mit diesem Wohlfühlroman für warme Sommerstunden nicht enttäuscht. Kerstin Holzer schreibt warmherzig, leichtfüßig und mit einer Prise Humor über die Kraft der Liebe und den Mut zur Veränderung. Cover und Titel finde ich ansprechend und passend. Eure Claudia

    14. Mai 2025

3 von 30 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Kerstin Holzer

Kerstin Holzer, geboren 1967, studierte Politikwissenschaft und lebt in München. Als Journalistin arbeitete sie u. a. für Focus, die Süddeutsche Zeitung und Madame. Als Buchautorin verfasste sie die SPIEGEL-Bestseller »Elisabeth Mann Borgese – ein Lebensportrait«, gemeinsam mit Léa Linster »Mein Weg zu den Sternen« und zuletzt »Monascella – Monika Mann und ihr Leben auf Capri«.

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