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Romane

Der Reisende

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Über das Buch

Berlin, 1938: Der Kaufmann Otto Silbermann findet sich nach den Novemberpogromen und seiner Flucht aus Berlin als rastloser Reisender in den Zügen der Deutschen Reichsbahn wieder. Verwandte und Freunde sind verhaftet oder verschwunden. Was ihm noch bleibt, ist eine Aktentasche voller Geld. In den Waggons, auf Bahnsteigen und in Bahnhofsrestaurants, auf seinen Fahrten quer durchs Land trifft er auf andere Reisende, Flüchtlinge und Nazis, auf gute wie schlechte Menschen. Noch nie hat man mit so unmittelbarer Wucht nachempfinden können, wie lebensverändernd die Novemberpogrome für jeden einzelnen Menschen in Deutschland waren. Ungekürzte Lesung mit Torben Kessler

Editionen (5)

ISBN9783742405173
VerlagDer Audio Verlag
Erscheinungsdatum22.03.18

Rezensionen & Bewertungen

52 Bewertungen

12 Rezensionen

4,2

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  • nadinebgnr
    nadinebgnr

    21 Follower

    3,5

    Wir begleiten Otto Silbermann, einen deutschen Juden, im Jahr 1938 zu Zeiten der Novemberprogrome. Otto entkommt nur so lange den Fängen der Nazis, weil er von Zug zu Zug und Bahnhof zu Bahnhof lebt. Oft erlebt er sehr spannende Bekanntschaften mit wirklich guten Gesprächen, oft konnte ich den Gedankengängen aber nicht mehr folgen, weil es immer wirrer wurde. Der Schreibstil ist wirklich gewöhnungsbedürftig und teilweiße zieht sich das Buch. Insgesamt aber wirklich interessant zu lesen - ein Buch über diese Zeit IN dieser Zeit geschrieben, das ist nicht leicht zu finden.

    27. Okt. 2025

  • bellabender
    bellabender

    22 Follower

    5,0

    Ideale Lektüre, um die Erinnerung wachzuhalten.

    Hätte ich nicht "Das Leben und das Schreiben" von Benedict Wells gelesen, wäre ich vermutlich nie über dieses Buch gestolpert. Das bin ich jetzt aber und ich bin sehr froh darüber! Seit vielen Jahren befasse ich mich als Autorin und Lektorin immer wieder mit dem dunkelsten Kapitel deutscher Geschichte. Aber bei Geschichte geht es nicht nur um Jahreszahlen und Fakten. Wir müssen erfahrbar machen, warum die Menschen in den 30er und 40er Jahren so vom Faschismus angezogen waren und wie diese Idelogie nach und nach die freie Welt zerstörte. Ulrich Alexander Boschwitz liefert mit seiner Figur Otto Silbermann ein Psychogramm des Verfolgten. Nach dem Novemberpogromen ist Silbermann auf der Flucht durch Deutschland und verliert Stück für Stück seine letzten Privilegien, Kontakte zu Freunden und Familie und schließlich seinen Verstand. Als Leser*in begreift man, wie die ständige Angst und das Misstrauen seinen Willen nicht brechen, sondern Stück für Stück zerstören. Genau das macht den Roman so stark. Ich würde ihn tatsächlich auch als Lektüre für Schulklassen empfehlen. Ulrich Alexander Boschwitz emigrierte 1936 nach England. Obwohl er Jude und damit ein Verfolgter des Nazi-Regimes war, wurde er in England interniert. Er starb auf einem Gefangenenschiff, das durch einen deutschen Torpedo versenkt wurde. Mit ihm ging sein letztes Manuskript unter, das wir niemals lesen werden. Möge Ulrich Alexander Boschwitz in Frieden ruhen 🕯🕎

    14. Feb. 2025

  • biggieule
    biggieule

    39 Follower

    5,0

    Was für ein eindringlich geschriebenes Buch. Und leider heute aktueller denn je

    4. Aug. 2025

3 von 12 Rezensionen

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