Blick ins Buch

Jugendbücher

Der Reisende

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Über das Buch

Otto Silbermann lebt als angesehener und erfolgreicher Kaufmann in Berlin. Dass er jüdische Wurzeln hat, bekommt er, seitdem die Nationalsozialisten an die Macht gelangten, von Jahr zu Jahr mehr zu spüren. Im Zuge der Novemberpogrome 1938 wird er endgültig vom Bürger zum Gejagten: Silbermanns Wohnung wird zerstört, von seiner Familie wird er getrennt und sein Geschäft wird ihm genommen. Ihm bleibt nur die Flucht. Mit einer Aktentasche voll Geld reist er in Zügen kreuz und quer durch Deutschland in der Hoffnung, die Grenze ins rettende Ausland überqueren zu können. Er trifft auf Flüchtlinge, Nazis und die Gleichgültigkeit der anderen. Doch alle Ausreiseversuche scheitern und am Ende verliert Silbermann alles.

Pressestimmen:

»Ulrich Alexander Boschwitz’ Roman ist von mitreißender Aktualität. ... Die Geschichte des Juden Otto Silbermann ... ist so brandaktuell wie zeitlos. ... Man muss kein Prophet sein, um vorherzusagen, dass Der Reisende bald in der Schule gelesen und diskutiert wird. Das wird helfen.«
Ralf Bönt, Die Zeit

»Dieser Roman ist ein papiergewordenes Mahnmal und er zeigt uns, wie schnell
Menschen wie du und ich zu Ausgegrenzten werden können. … Lest. Dieses. Buch.«
Uwe Kalkowski, www.kaffeehaussitzer.de

Editionen (5)

ISBN9783126660006
VerlagKlett Sprachen GmbH
Erscheinungsdatum05.07.21
Seitenzahl208

Rezensionen & Bewertungen

52 Bewertungen

12 Rezensionen

4,2

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  • nadinebgnr
    nadinebgnr

    21 Follower

    3,5

    Wir begleiten Otto Silbermann, einen deutschen Juden, im Jahr 1938 zu Zeiten der Novemberprogrome. Otto entkommt nur so lange den Fängen der Nazis, weil er von Zug zu Zug und Bahnhof zu Bahnhof lebt. Oft erlebt er sehr spannende Bekanntschaften mit wirklich guten Gesprächen, oft konnte ich den Gedankengängen aber nicht mehr folgen, weil es immer wirrer wurde. Der Schreibstil ist wirklich gewöhnungsbedürftig und teilweiße zieht sich das Buch. Insgesamt aber wirklich interessant zu lesen - ein Buch über diese Zeit IN dieser Zeit geschrieben, das ist nicht leicht zu finden.

    27. Okt. 2025

  • bellabender
    bellabender

    22 Follower

    5,0

    Ideale Lektüre, um die Erinnerung wachzuhalten.

    Hätte ich nicht "Das Leben und das Schreiben" von Benedict Wells gelesen, wäre ich vermutlich nie über dieses Buch gestolpert. Das bin ich jetzt aber und ich bin sehr froh darüber! Seit vielen Jahren befasse ich mich als Autorin und Lektorin immer wieder mit dem dunkelsten Kapitel deutscher Geschichte. Aber bei Geschichte geht es nicht nur um Jahreszahlen und Fakten. Wir müssen erfahrbar machen, warum die Menschen in den 30er und 40er Jahren so vom Faschismus angezogen waren und wie diese Idelogie nach und nach die freie Welt zerstörte. Ulrich Alexander Boschwitz liefert mit seiner Figur Otto Silbermann ein Psychogramm des Verfolgten. Nach dem Novemberpogromen ist Silbermann auf der Flucht durch Deutschland und verliert Stück für Stück seine letzten Privilegien, Kontakte zu Freunden und Familie und schließlich seinen Verstand. Als Leser*in begreift man, wie die ständige Angst und das Misstrauen seinen Willen nicht brechen, sondern Stück für Stück zerstören. Genau das macht den Roman so stark. Ich würde ihn tatsächlich auch als Lektüre für Schulklassen empfehlen. Ulrich Alexander Boschwitz emigrierte 1936 nach England. Obwohl er Jude und damit ein Verfolgter des Nazi-Regimes war, wurde er in England interniert. Er starb auf einem Gefangenenschiff, das durch einen deutschen Torpedo versenkt wurde. Mit ihm ging sein letztes Manuskript unter, das wir niemals lesen werden. Möge Ulrich Alexander Boschwitz in Frieden ruhen 🕯🕎

    14. Feb. 2025

  • biggieule
    biggieule

    39 Follower

    5,0

    Was für ein eindringlich geschriebenes Buch. Und leider heute aktueller denn je

    4. Aug. 2025

3 von 12 Rezensionen

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